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Unterhaltung

„Queen“ ist immer ein Magnet

Der Geist einer der schillernsten Gestalten der Rockgeschichte erschien in Neunburg. Das Publikum war verzaubert.
Von Ralf Gohlke

„Mercury Tribute“ ließ in einer großartigen Show den Geist von „Queen“ und ihrem Ausnahmesänger Freddy Mercury auf der Bühne der Schwarzachtalhalle erscheinen. Das Publikum war begeistert. Foto: Ralf Gohlke
„Mercury Tribute“ ließ in einer großartigen Show den Geist von „Queen“ und ihrem Ausnahmesänger Freddy Mercury auf der Bühne der Schwarzachtalhalle erscheinen. Das Publikum war begeistert. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Vor genau 50 Jahren wurden die Grundsteine für eine der erfolgreichsten Bands der Rockgeschichte gelegt. Aus verschiedenen Formationen fanden die Musiker zusammen, die schließlich als „Queen“ zu dem wurden, was ihre Fangemeinde bis auf den heutigen Tag begeistert. Farrokh Bulsara, der sich von nun an Freddy Mercury nannte, zählt zu den schillernsten, aber auch aus künstlerischer Sicht herausragendsten Gestalten seiner Zeit und seines Genres. Nicht nur seine Musik, sondern seinen Geist am Leben zu halten, hat sich die Bühnenshow „Spirit of Freddy Mercury“ auf die Fahnen geschrieben.

Die Akteure der Show sorgten bei ihrem Auftritt in der Neunburger Schwarzachtalhalle in vielen Szenen für echtes Gänsehaut-Gefühl. Ann-Cathrin Musil verkörperte gleich zu Beginn Mary Austin, die intimste Freundin von Mercury. Sie hütet, den allgemeinen Informationen nach, das Geheimnis um den Verbleib der Asche des am 24. November 1991 verstorbenen Sängers und Entertainers. Symbolisch streute die Darstellerin davon etwas auf die Neunburger Bühne in der Schwarzachtalhalle.

Die Stille, die darauf im Publikum herrschte, war aber schnell verflogen, als die Band einsetzte und Ivan Ristanovic, alias Freddy, lauthals verkündete: „I want it all, ich will alles!“. Von da an gab es kein Halten mehr. Die großen Hits wurden im Rhythmus klatschend begleitet.

Legendäres Gitarrensolo

Es folgten „Somebody to love you“, „Under pressure“ und „Get down make love“. Im Anschluss zelebrierte Nenad Bojkovic alias Brian May über fast sieben Minuten lang das legendäre „Brighton Rock Solo“ auf seiner „Red Special“. Die E-Gitarre, die May selbst entwickelt und in ihrer Urform mit seinem Vater gebaut hat, ist quasi Kult für jeden Gitarristen, der sich mit „Queen“ auseinandersetzt. Brian May spielte übrigens mit einer Sixpence-Münze anstatt mit einem Plektrum, was den charakteristischen Sound unterstrich.

Im Programm sang Freddy Mercury weiter im „Sound of my Life“ und vor der Pause stellte Drummer Rados Capin alias Roger Taylor auf seinen Tomtoms klar: „We will rock you“.

Dass die Music von „Queen“ über einen besonderen Zauber verfügen muss, wurde im Anschluss mit „A Kind of Magic“ deutlich. Ivan Derfi alias Johan Deacon profilierte sich danach mit der markanten Basslinie von „Another One Bites the Dust“ („Wieder beißt einer ins Gras“). Dabei bewies das Publikum teils seine gesanglichen Fähigkeiten, aber auch seine Textsicherheit.

Einmal mit Montserrat Caballé aufzutreten, gehörte dem Vernehmen nach zu den großen Wünschen von Freddy Mercury. Dieser erfüllte sich mit „Barcelona“, jenem Song, der bei den olympischen Sommerspielen 1992 sogar zur Hymne wurde.

The Show must go on

In Neunburg übernahm die österreichische Sopranistin Ann-Cathrin Musil den Part der großen Operndiva. Stimmgewaltig zelebrierte sie ihren Teil des Duetts bis in die höchsten Töne und verdiente sich damit den positiven Vergleich zu manchen Sängerinnen bei Klassik-Konzerten in der Schwarzachtalhalle.

„Who wants to live forever“, „I want to break free“ und „Radio Gaga“ waren die nächsten Titel. Vor allem beim Letzteren setzte sich das vierköpfige Revue-Ballett gekonnt in Szene und verdiente sich einen Sonderapplaus. Den verdiente sich ebenso Rados Capin für sein minutenlanges Drumsolo.

Nicht fehlen durften die „Bohemian Rhapsody“; „These are the Days of my Life“ und „No One but you“, bevor Freddy Mercury verkündete: „The Show must go on“. Nicht lange bitten ließ sich das Ensemble für eine Zugabe, der sich erneut ein wohlverdienter Applaus anschloss.

Die Solisten

  • Gitarre:

    Nenad Bojkovic als Brain May

  • Bass: Ivan

    Derti als John Deacon

  • Schlagzeug:

    Rados Capin als Roger Taylor

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