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Bildungsfahrt

Regionales hat es schwer

50 Bürger aus den Landkreisen Schwandorf und Cham informieren sich vier Tage im politischen Berlin bei Marianne Schieder.

Die Besuchergruppe aus dem Wahlkreis war zu Gast bei MdB Marianne Schieder in Berlin. Foto: Volker Schneider
Die Besuchergruppe aus dem Wahlkreis war zu Gast bei MdB Marianne Schieder in Berlin. Foto: Volker Schneider

Schwandorf.Einen Blick hinter die Kulissen des Berliner Politikbetriebs ermöglichte MdB Marianne Schieder 50 Bürgern aus ihrem Wahlkreis Schwandorf/Cham. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Bundestagsfraktion organisierte in Zusammenarbeit mit dem Bundespresseamt ein interessantes Besuchsprogramm.

Eine mehrstündige Stadtrundfahrt endete am Bundeskanzleramt: Nach einem Informationsfilm über die Aufgaben und Arbeitsweise des Hauses konnte die Reisegruppe nicht nur die moderne und markante Architektur des Gebäudes oder die Kanzler-Galerie bestaunen, sondern auch den direkten Blick auf den Bundestag genießen, der als nächste Station auf dem Besuchsprogramm stand. Bei einem Vortrag wurde zunächst erklärt, wie der Deutsche Bundestag arbeitet, welche Rolle und Funktionen dem Parlament im politischen System der Bundesrepublik zukommen, aber auch, dass der Deutsche Bundestag sehr großen Wert auf Transparenz und Öffentlichkeitsarbeit lege. Danach informierte Marianne Schieder über ihre Arbeit in Berlin und diskutierte mit ihren Gästen. Erstaunt waren sie über den randvollen Terminkalender der Abgeordneten. 14- bis 16-Stunden-Tage seien in Berlin nicht die Ausnahme, sondern die Regel, so die Abgeordnete.

Wannsee-Konferenz

  • Besuch:

    Großes Interesse, aber auch Beklemmung löste am Abreisetag der Besuch des Hauses der Wannsee-Konferenz am Großen Wannsee aus.

  • Dunkle Erinnerungen:

    In dieser prächtigen Villa inmitten idyllischer Natur beschlossen ranghohe Nazis am 20. Januar 1942, wie man den Massenmord an den Juden organisieren kann und den Holocaust „technisch“ zu Ende bringt.

Schieder erläuterte außerdem, wie schwierig es mitunter ist, regionale Themen in Berlin voranzubringen: „Man muss immer dranbleiben für den Wahlkreis“, betonte sie. Daneben wurden bundespolitische Themen mit regionalem Bezug, etwa die Gesundheitsversorgung im ländlichen Bereich, diskutiert. Im Anschluss besichtigten die Oberpfälzer die Kuppel auf dem Reichstag, von wo aus sie einen tollen Blick über Berlin hatten. Eine zweieinhalbstündige Schifffahrt auf der Spree rundete den Tag ab. „An Deck“ nahm sich Schieder noch Zeit für weitere Gespräche.

Der nächste Tag begann mit einem Besuch in der Bundeszentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus. Ein Fachgespräch stand im Bundesarbeitsministerium an. Die Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege – Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ bot einen beeindruckenden Einblick in die wechselvolle Geschichte des Parlamentarismus.

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