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Tierschutz

Rehkitze vor dem Tod im Mähwerk retten

Fünftklässler der Mittelschule Bruck bastelten im Werkunterricht Wildscheuchen. Die Jäger würdigten ihre Anstrengungen.

An die 30 Wildscheuchen stellten die Schüler für Jäger her. Die Revierjäger Robert Feuerer und Isfried Fickweiler warteten bereits in Randsberg auf die Schulklasse und erklärten den Kindern, warum die Rehgeiß ihr junges Kitz ins hohe Gras setzt. Foto: Mittelschule
An die 30 Wildscheuchen stellten die Schüler für Jäger her. Die Revierjäger Robert Feuerer und Isfried Fickweiler warteten bereits in Randsberg auf die Schulklasse und erklärten den Kindern, warum die Rehgeiß ihr junges Kitz ins hohe Gras setzt. Foto: Mittelschule

Bruck.Jedes Jahr erleiden tausende Rehkitze einen grausamen Tod durch den Balken- und Kreiselmäher. Wenn das Gras zur Heuernte steht, ist es wieder so weit. Auf Anregung von Brunhild Laubinger haben die Kinder der 5.Klasse der Mittelschule Bruck daher mit ihren Lehrerinnen für die Jäger Wildscheuchen hergestellt.

Im Rahmen des Werkunterrichts haben sie mit großem Einsatz und Engagement gemeinsam mit den Lehrerinnen Evelyn Gmach, Maria Gleixner und Birgit Reich an die 30 Wildscheuchen hergestellt. Die Firma Wenisch Holz GmbH hat bereitwillig Holz dafür zur Verfügung gestellt. Diverse andere Materialien wurden von den Kindern und Lehrern organisiert, und daraus entstanden wunderschöne Scheuchen.

Die Revierjäger Robert Feuerer und Isfried Fickweiler warteten bereits in Randsberg auf die Schulklasse und erklärten den Kindern, warum die Rehgeiß ihr junges Kitz ins hohe Gras setzt. Da junge Kitze noch keinen Fluchtreflex haben und keinen Geruch abgeben, sich daher bei Gefahr ducken, setzt das Muttertier ihre Jungen ins hohe Gras, um es vor Fressfeinden zu schützen. Dort bleiben sie, bis die Mutter sich durch „Fiep-Laute“ bemerkbar macht und zum Säugen wieder zu ihrem Kitz zurückkehrt, und das geschieht mehrmals am Tag. Mäht der Landwirt in dieser Zeit sein Gras, ist das Junge, weil noch kein Fluchtreflex vorhanden, den Mähwerken hilflos ausgeliefert. Die Problematik ist bei den Jägern und Landwirten bekannt, und man ist ständig dabei, Lösungen dafür zu finden.

Viele suchen einen Tag vor der Mahd mit ihren brauchbaren Jagdhunden die Wiese ab, und einige befliegen die Wiese mit einem Copter – alles dient der Tierrettung. Egal was man anwendet, es darf immer erst einen Tag vor der Mahd stattfinden, sonst gewöhnt sich die Rehgeiß an das Geräusch, und alles war sinnlos. Nicht jeder macht sich darüber Gedanken, dass beim Mähen Tiere zu Tode kommen, daher ist es wichtig, dass Landwirte und Jäger immer gut zusammenarbeiten.

Isfried Fickweiler lobte die Kreativität der Kinder und sagte: „Wir stellen zwar auch Scheuchen auf, aber so schön sind unsere nicht. Durch die Hilfe der Kinder können wir in diesem Jahr noch mehr und schönere Scheuchen aufstellen, und damit retten wir viele junge Wildtiere.“

Abschließend erklärte Robert Feuerer: „Schön wäre es auch, wenn die Schulklassen eine Patenschaft übernehmen und die Scheuchen fürs nächste Jahr gemeinsam wieder, sofern nötig, in Stand setzen und noch mehr Schüler dafür interessieren könnten.“

Das Fazit der Aktion lautet: Nur wenn sich viele Schulen und Kinder am Projekt „Kids for Kitz“ beteiligen, kann mitgeholfen werden, die Zahl der getöteten Kitze zu verringern.

Das Projekt

  • Mit dem Projekt „Kids for Kitz“

    sensibilisiert man die Kinder einesteils für die Umwelt und die Wildtiere und auf der anderen Seite wird die Kreativität gefördert.

  • Außerdem hatten die Kinder

    viel Spaß und Freude beim Werkunterricht und beim Aufstellen der Wildscheuchen.

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