MyMz
Anzeige

Freizeit

„Reitinstitut Gut Sitz“ bringt alle zum Lachen

Die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus feierte bei ihrem Kameradschaftsabend. Für Lacher sorgte das Ehepaar Kugler.
von Ulrike Wolf

Er will heiraten, sie will ihm ein Pferd für eine Reitstunde vermitteln – da sind Missverständnisse vorprogrammiert.  Foto: Ulrike Wolf
Er will heiraten, sie will ihm ein Pferd für eine Reitstunde vermitteln – da sind Missverständnisse vorprogrammiert. Foto: Ulrike Wolf

Nittenau.Kein Platz war mehr frei im Saal der Gastwirtschaft Fuchs beim Kameradschaftsabend, den die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus jedes Jahr ausrichtet. Seit mehr als 50 Jahren ist der Abend eine willkommene Abwechslung im Dorfleben. Auch die Mitglieder der Nachbarfeuerwehren Bergham und Kaspeltshub kamen auf einige lustige Stunden vorbei.

Regelmäßig anwesend ist auch die Stadtkapelle, stark vertreten war die Jugend. Vorstand Karl Obermeier freute sich über die zahlreichen Gäste. Für Stimmung und eine volle Tanzfläche sorgten die „Neuhauser Freunde“, die auch zum Teil Feuerwehrmitglieder sind.

Mit Spannung erwartet wird jedes Jahr wieder die Einlage, für die Evi und Franz-Josef Kugler zuständig sind. Oft spielten in den vergangenen Jahren auch die Feuerwehrjugend oder Aktive mit. Ein Markenzeichen der Sketche ist, dass immer ortsbekannte Personen „aufgezwickt“ werden. „Viele kommen nur wegen der Einlage“, weiß Kommandant Franz-Josef Kugler. „Man muss froh sein, wenn sich jemand solcher Sachen annimmt“, ist auch Vorstand Karl Obermeier froh um das Engagement des Ehepaars.

Die Einlage

  • Wer?

    Evi und Franz-Josef Kugler kümmern sich jedes Jahr darum, dass die Feuerwehr etwas zu lachen hat.

  • Seit wann?

    Seit 30 Jahren führt das Ehepaar teilweise selbst geschriebene Sketche auf.

  • Was?

    Auch Klassiker wie „Dinner for One“ oder Sketche von Herbert und Schnipsi kamen in abgewandelter Form zur Aufführung.

Gegen 22 Uhr war es soweit. Ehrenkommandant Walter Obermeier moderierte den Auftritt an. Der Sketch „Reitinstitut Gut Sitz“ erfreute dieses Mal die Zuschauer. Im selben Haus, ein Stockwerk höher, befindet sich das „Heiratsinstitut Ilse Wunder“, in das der junge Mann (Franz-Josef Kugler) eigentlich wollte. Die Sekretärin des Reitinstitutes (Evi Kugler) denkt, der Herr wolle eine Reitstunde ausmachen. So kommt es zu allerhand Missverständnissen zwischen den beiden.

Schon beim Namen (Fuchs, Vorname Wirt) und dem Beruf (Lehrer – Mülltonnenleerer) war klar, dass die Aufnahme der Daten nicht leicht wird. Bei den Verhaltensregeln „Sporen und Peitsche sind nicht erlaubt“ sah man bei Franz-Josef Kugler direkt die Fragezeichen auf der Stirn stehen.

Direkt entsetzt war er, als ihm versichert wurde, dass „die Nelli für jedermann zugänglich ist“ und noch entsetzter, als ihm dann „der Alfonso“ angeboten wurde. Auch, dass man eine Probestunde erst „in der Halle, später im Park“ nehmen konnte, war dem Junggesellen unheimlich. Erst zum Schluss stellte sich heraus, dass er „zu tief geblieben“ war – das Heiratsinstitut war schließlich ein Stockwerk höher.

Für die beiden Darsteller gab es viel Applaus. Nach der anschließenden Schunkelrunde und der Polonaise durch den Saal war der Abend noch lange nicht zu Ende. (tkw)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht