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Sport

Rennfahrer geben in Schwandorf Gas

Deutscher Meister gesucht: Beim Seifenkisten-Derby treten 200 Fahrer an. Auch die Europameisterschaft wird ausgetragen.
von Cornelia Lorenz

Thomas Fink vom Stadtverband für Sport testete schon mal den Sitzkomfort in der Seifenkiste. Oberbürgermeister Andreas Feller (r.) und die Organisatoren hoffen, dass sich viele Schwandorfer für das Rennen anmelden. Foto: Lorenz
Thomas Fink vom Stadtverband für Sport testete schon mal den Sitzkomfort in der Seifenkiste. Oberbürgermeister Andreas Feller (r.) und die Organisatoren hoffen, dass sich viele Schwandorfer für das Rennen anmelden. Foto: Lorenz

Schwandorf.Es wird ein spannendes Wochenende in der Hoher-Bogen-Straße: Vom 31. August bis zum 2. September findet dort das „Schwandorfer Seifenkisten-Derby 2018“ statt. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von knapp 40 Kilometer pro Stunde werden die besten Fahrer über die Ziellinie flitzen. Neben dem „Großen Preis der Stadt Schwandorf“ wird auf der rund 300 Meter langen Strecke erstmals auch die Deutsche Meisterschaft und die Europameisterschaft ausgetragen.

Nachdem in den vergangenen zwei Jahren kein Seifenkistenrennen in Schwandorf stattgefunden hatte, ist es nun endlich wieder so weit. Der TSV 1880 Schwandorf und der Verband „Deutsches Seifenkisten Derby (DSKD)“ stellen ein dreitägiges Event auf die Beine, das Spaß für die ganze Familie bringen soll. Eröffnet wird es am Freitag, 31. August, um 18.30 Uhr in der Turnhalle in der Wackersdorfer Straße. Der DSKD nutzt den Termin, um gleichzeitig seinen 45. Geburtstag zu feiern.

Ernst wird es für die Sportler am Samstag, 1. September, und Sonntag, 2. September: Um 8.30 Uhr starten jeweils die Probeläufe und Vorläufe für die einzelnen Rennkategorien, ab 18.30 Uhr werden die Sieger in der Turnhalle geehrt. Rund 200 Fahrer werden um die Titel auf deutscher und europäischer Ebene kämpfen. Die Teilnehmer reisen vor allem aus Nordrhein-Westfalen, der Hochburg des Seifenkistenrennens, an. Aber auch aus Ländern wie Polen, Tschechien, Belgien oder Litauen werden Starter erwartet. Doch auch Seifenkistenfans aus der Region können sich für das Event anmelden (siehe Infokasten) und haben dabei sogar die Chance, sich für die Deutsche Meisterschaft zu qualifizieren.

Endlich wieder in Bayern

Markus Braun, Regionalleiter Bayern im DSKD, freut sich schon sehr auf das Rennwochenende in der Großen Kreisstadt. Die letzte Deutsche Meisterschaft der Seifenkistenfahrer in Bayern habe 1994 in Augsburg stattgefunden, erinnert er sich. Seitdem sei sie vor allem in Nordrhein-Westfalen ausgetragen worden – umso schöner sei es nun, dass sich endlich wieder eine bayerische Stadt bereiterklärt habe, die Rennen abzuhalten.

Mitmachen

  • Anmeldung:

    Wer Lust hat, beim Seifenkisten-Derby mitzumachen, kann bei TSV-Präsident Dr. Karl Heinz Saur bis zum 10. August per Mail die Unterlagen anfordern (Dr.Saur@t-online.de). Gestartet wird in verschiedenen Kategorien. Schulen, Vereine und Verbände sind aufgerufen, sich zu beteiligen.

  • Ausleihe:

    Wer selbst keine Seifenkiste hat, kann sich beim DSKD kostenlos ein Gefährt ausleihen.

Beim TSV laufen die Vorarbeiten für das große Wochenende auf Hochtouren. Dr. Karl Heinz Saur, der Präsident des Vereins, hat sich im Vorfeld extra Urlaub genommen, um die ganze Vorbereitungsarbeit bewältigen zu können. Von Braun bekommt er jetzt schon viel Lob für sein Engagement. Die Zusammenarbeit mit dem TSV laufe mustergültig ab, freut er sich. Saur und seine TSV-Kollegen müssen einige logistische Herausforderungen bewältigen – sie kümmern sich zum Beispiel um Unterkünfte für die von weiter angereisten Rennfahrer und versuchen, Sponsoren ins Boot zu holen.

Auch Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) fiebert den Renntagen entgegen: Er hat sich bereits angemeldet, um sein Glück auf der Rennstrecke zu versuchen. Wer keine eigene Seifenkiste besitzt, kann trotzdem teilnehmen. Es gibt bei einigen Vereinen und Institutionen in der Stadt Seifenkisten, die man sich ausleihen kann. Zugelassen werden nur Fahrzeuge, die den technischen Sicherheitsvorschriften des DSKD entsprechen. Alle Fahrer müssen beim Rennen darüber hinaus einen Helm tragen.

Ein Spaß für die Zuschauer

Zuschauer sind beim Seifenkisten-Derby ausdrücklich erwünscht. Sie können live mitverfolgen, wie die kleinen Flitzer an der Einfahrt zur Arberstraße die Startrampe verlassen und zum Ziel in der Nähe der Einmündung zur Glätzlstraße fahren. Für ihr leibliches Wohl ist während des Events natürlich gesorgt.

„Das ist eine tolle Abwechslung in unserer Sportstadt.“

Thomas Fink, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport

Die Rennfahrer freuen sich auf viele jubelnde Fans. Thomas Fink, Vorsitzender des Stadtverbands für Sport, hofft darauf, dass an der Strecke Formel-1-Flair entsteht. „Das ist eine tolle Abwechslung in unserer Sportstadt. Es muss nicht immer nur der Fußball regieren“, sagt er.

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