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Kommunalwahl

„Rote Regentschaft“ in Nittenau beenden

Mit dem Ziel, die SPD abzulösen, gehen die Freien Wähler in den Wahlkampf. Bürgermeisterkandidat Boml ist zuversichtlich.
Von Rudolf Hirsch

Im voll besetzten Stuber-Saal stellte Bürgermeisterkandidat Benjamin Boml (r.) sein Wahlkampfprogramm vor.  Foto: Rudolf Hirsch
Im voll besetzten Stuber-Saal stellte Bürgermeisterkandidat Benjamin Boml (r.) sein Wahlkampfprogramm vor. Foto: Rudolf Hirsch

Nittenau.Der Ortsteil Hof am Regen ist eine Hochburg der Freien Wähler, die dort bei den letzten Kommunalwahlen 42 Prozent der Stimmen bekamen. Sie ist gleichzeitig die Heimat des Bürgermeisterkandidaten Benjamin Boml. Da lag es für den Ortsverband auf der Hand, den Wahlkampfauftakt in den Stuber-Saal zu verlegen.

In der voll besetzten Gastwirtschaft erläuterte Spitzenkandidat Benjamin Boml seine kommunalpolitischen Vorstellungen für die nächsten sechs Jahre. Der 37-jährige Sparkassenfachwirt und Fraktionssprecher im Stadtrat will „die rote Regentschaft“ beenden und seine „liebens- und lebenswerte Heimatstadt“ voranbringen. Ihm liegt „ein Miteinander von Stadtrat und Bevölkerung und eine Kommunikation auf Augenhöhe“ am Herzen.

Im einzelnen geht es ihm um die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, um mehr Grün in der Stadt und um die Stärkung des Brauchtums in den Ortsteilen. Benjamin Boml ist zwar für den Ausbau der Ortsstraßen, aber nicht um jeden Preis. Er hält die Anstellung eines Sozialpädagogen zur Förderung von generationsübergreifenden Projekten für sinnvoll. Die Ansiedlung von Betrieben, die bessere Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr und Stärkung des Schulstandortes sind weitere Anliegen. Ein „klares Nein“ sagt der Bürgermeisterkandidat zu den Plänen für ein „Haus des Flusses“. Der Grund: „Zu teuer in der Anschaffung und im Unterhalt.“

Kreistagsbewerber

  • Freie Wähler:

    Sie sind mit vier Bewerbern auf der Kreistagskandidatenliste vertreten: Otto Storbeck (Platz 13), Dr. Roland Gebhard (21), Michael Prasch (36) und Karl-Heinz Stich (48). Der Raum Nittenau hat derzeit drei Mandatsträger im Kreistag.

  • Junge Wähler:

    Sie schicken Benjamin Boml (Platz 3), Florian Doll (17), Nicolas Süß (24) und Waldemar Kojda (44) ins Rennen.

Die Stadtratskandidaten stellten sich einzeln vor und nannten ihre Schwerpunktthemen. Sparkassenbetriebswirt und Stadtrat Michael Prasch (53) legt Wert auf einen soliden Haushalt und die Unterstützung der Vereine. Für den Zahnarzt Dr. Roland Gebhard (42) sind Transparenz und Offenheit in der Politik wichtig. Der amtierende Stadtrat will den „Stillstand in der Stadt“ beenden. Der Angestellte Karl-Heinz Stich (47) bewirbt sich erneut um ein Stadtratsmandat, weil ihm die Schaffung von erschwinglichem Bauland für die jungen Leute besonders am Herzen liegt. Auf Platz fünf der FW-Liste kandidiert die Hausfrau Birte Schramm (55). Sie will den Bildungsstandort Nittenau stärken. Der Landwirtschaftsmeister Florian Doll (37) setzt sich für den Erhalt der Kulturlandschaft ein. Industriemechaniker Waldemar Kojda (36) zählt die Ausweisung von Gewerbegebieten zu seinen Prioritäten. Nachholbedarf in der Jugendförderung sieht CAP-Administrator Jürgen Hildebrand (50). Pfarrgemeinderatssprecherin Christine Steinert (Sparkassenkauffrau, 56) will ihren Beitrag zur „Mitgestaltung der Stadt“ leisten. „Jugend, Heimat, Umwelt“ nennt der Vorsitzende des Trachtenvereins, Dieter Weber (Elektromonteur, 51), als Schwerpunkte. Dem Unternehmer und Jagdberater Gunther Stangl (52) geht es um den Erhalt von Natur und Flur. Gastwirt Georg Schmidbauer (53) macht sich Sorgen um die Gastronomie und das Brauchtum in der Stadt. Den Dialog der Generationen möchte Sanitätsfachfrau Manuela Schuierer (47) voranbringen, während dem Unternehmer Georg Lanzl (49) die Förderung von mittelständischen Betrieben am Herzen liegt.

Metzgermeister Stefan Zwicknagel (38) sieht Mängel in der Kommunikation der Stadt mit den Kaufleuten. Der Kommandant der Feuerwehr Bergham, Sebastian Bock (Produktionsmitarbeiter, 28), ist an einer „intelligenten Stadtentwicklung“ gelegen.

Die zahnmedizinische Fachassistentin Maria Weber (55) nennt Jugend und Umwelt als Themen, während Hausmeister Bernhard Fürst (40) an einer Modernisierung der Schulen gelegen ist. Verkaufsberater Stefan Jobst denkt an die Stärkung der Ortsteile. Auf Platz 20 kandidiert Tierarzt Dr. Alois Hofstetter (64), dem die Stärkung des ländlichen Raumes besonders am Herzen liegt.

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