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Kirche

Rote Rosen für Schwandorfs Pfarrer

Dekan Hans Amann feierte mit einem Festgottesdienst sein 40. Priesterjubiläum. „Ich hatte Gänsehaut“, sagte er.
Von Martin Kellermeier

Pfarrer Hans Amann strahlte bei seinem Jubiläum über das ganze Gesicht. Foto: Martin Kellermeier
Pfarrer Hans Amann strahlte bei seinem Jubiläum über das ganze Gesicht. Foto: Martin Kellermeier

Schwandorf.Schwandorf Große Ehre für Dekan Hans Amann: Zahlreiche Gläubige haben mit „ihrem“ Pfarrer am Sonntag dessen Priesterjubiläum gefeiert. Exakt 40 Jahre nach seiner Weihe im Dom zu Regensburg zelebrierte der 66-Jährige einen festlichen Gottesdienst in der Schwandorfer Jakobskirche. Dafür hatte sich die Pfarrei herausgeputzt. Der Altarraum war mit vielen Blumen geschmückt und der Jubilar selbst strahlte über das ganze Gesicht, als er mit der Ministrantenschar und seinen Mitbrüdern in das Gotteshaus im Herzen der Stadt einzog. Gut möglich, dass Amann diesen Gottesdienst nie vergessen wird. „An manchen Momenten hatte ich Gänsehaut“, sagte er am Ende der Messe.

Viele Weltchristen hatten in den Kirchenbänken Platz genommen. Drei Geschwister des Jubilars waren da, für die Stadt Schwandorf war die 3. Bürgermeisterin, Martina Englhardt-Kopf, anwesend. Vor allem in den vorderen Reihen waren viele Kinder zu sehen. Das freute Amann besonders.

Gemeinschaft im Glauben

„Wer glaubt, ist nie allein“ sang die Gemeinde zu Beginn des Gottesdienstes. Diesen ersten Satz des Liedes, das für den Papstbesuch in Regensburg komponiert worden war, griff Dekan Hans Amann in seiner kurzen Begrüßung auf. „Das habe ich immer wieder erfahren“, sagte er. Über die Jahre seines Wirkens sei der Glaube für ihn noch wertvoller geworden. Er sei daher dankbar für all die Begegnungen und Momente, die sein Beruf mit sich bringt.

Eine große Ministrantenschar zog zu Beginn des Festgottesdienstes in die Kirche ein. Foto: Martin Kellermeier
Eine große Ministrantenschar zog zu Beginn des Festgottesdienstes in die Kirche ein. Foto: Martin Kellermeier

Hans Amann, dem Papst Franziskus den Ehrentitel „Monsignore“ verliehen hat, ist in seiner Pfarrei und der Expositur Haselbach beliebt. Das wurde beim Jubiläumsgottesdienst spürbar. Gleich zu Beginn gratulierten ihm die Kleinsten aus der Pfarrei. Kindergartenkinder der Einrichtungen St. Anna und St. Jakob hatten Geschenke für den Priester mitgebracht. „Wir wollen Gott loben und danken für unseren lieben Jubilanten“, sagte ein Kind. Sabine Liebl, Leiterin des Kindergartens St. Anna, gratulierte Amann ebenfalls zum Jubiläum. „Wir sind sehr, sehr froh, dass wir Sie haben!“

Auch die Ministranten hatten sich etwas für ihren Pfarrer einfallen lassen. Jeder Messdiener überreichte dem Jubilar beim Einzug in die Kirche eine rote Rose. Außerdem hatten die Jugendlichen eine Gabenprozession vorbereitet, die zur feierlichen Stimmung des Gottesdienstes beigetragen hat.

Hervorragende Kirchenmusik

Der Kirchenchor gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Foto: Martin Kellermeier
Der Kirchenchor gestaltete den Gottesdienst musikalisch. Foto: Martin Kellermeier

Festlich und äußerst gelungen war auch die musikalische Gestaltung des Kirchenchores unter der Leitung von Maria Pritzel. Die Frauen und Männer sorgten mit ihrem Gesang und Orgelspiel für eine feierliche Atmosphäre. Die Stücke waren abwechslungsreich und ein bunter Strauß Kirchenmusik: mal in Deutsch, dann Latein und im Anschluss Englisch. Von der Gemeinde gab es dafür am Ende des Gottesdienstes lauten Beifall.

Menschen

Schwandorfs Dekan treibt eine Vision um

Hans Amann feiert 40. Priesterjubiläum. In all den Jahren brauchte er viele Ideen. Seine aktuelle dürfte für Aufsehen sorgen.

In der Predigt thematisierte Pfarrer Amann nochmals seine Priesterweihe vor 40 Jahren. Damals hätte es vor allem einen Moment gegeben, an den er sich gerne zurückerinnert. Es war die Szene, als ihm Bischof Rudolf Graber Hostienschale und Messkelch überreichte. „Stell dein Leben unter das Geheimnis des Kreuzes“, hatte der Bischof gesagt.

„Der Glaube lag in meiner Kinder- und Jugendzeit förmlich in der Luft“

Hans Amann, Pfarrer

Die Nachfolge Christi sei aber nicht nur Aufgabe der Priester und Ordensleute. „Jeder Getaufte soll hinter Jesus hergehen“, sagte Amann. Durch ein „gutes Klima des Glaubens“ in seiner Familie habe Amann zu Gott gefunden. „Der Glaube lag in meiner Kinder- und Jugendzeit förmlich in der Luft.“

Die Zapfsäulen nutzen

Sorge bereitet dem Geistlichen, dass immer weniger Menschen, vor allem junge Leute, regelmäßig in die Kirche kommen. „Der moderne Christ sucht zu wenig die spirituellen Zapfsäulen auf.“ Amann möchte genaue diese Menschen wieder mehr für die Kirche begeistern. Umso dankbarer ist er denen, die schon jetzt mit ihm hinter Jesus gehen. „Ich bin leidenschaftlich gern Priester und Pfarrer“, rief er seiner Gemeinde zu.

Kirchenpflegerin Evelyn Betzlbacher und PGR-Sprecher Peter Gürtler (r.) gratulierten Dekan Hans Amann. Foto: Martin Kellermeier
Kirchenpflegerin Evelyn Betzlbacher und PGR-Sprecher Peter Gürtler (r.) gratulierten Dekan Hans Amann. Foto: Martin Kellermeier

Im Namen der Pfarrei gratulierten Kirchenpflegerin Evelyn Betzlbacher und PGR-Sprecher Peter Gürtler. „Das ganze Leben der Pfarrei trägt Ihre Handschrift. Das macht das Leben als Gemeinde hier zu etwas Besonderem“, sagte Evelyn Betzlbacher.

Im Namen der Expositur Haselbach hielt Kirchenpfleger Alfred Merl eine kurze Rede und überreichte zusammen mit PGR-Sprecherin Gerlinde Bruckner ein Präsent. Im Anschluss an den Festgottesdienst lud Pfarrer Amann die ganze Gemeinde zum Umtrunk vor das Hauptportal der Kirche ein. Den Wein dafür hatte er extra aus Bozen mitgebracht.

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