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Region Schwandorf
Samstag, 21. Juli 2018 25° 8

Neuwahlen

Rudolf Seidl als Vorsitzender bestätigt

UWM geht auch auf kommunale Herausforderungen ein.

Die neue UWM-Vorstandschaft mit Rudolf Seidl, Johann Brunner, Matthias Schenk und Johann Seebauer (v.l.) Foto: bxh
Die neue UWM-Vorstandschaft mit Rudolf Seidl, Johann Brunner, Matthias Schenk und Johann Seebauer (v.l.) Foto: bxh

MAXHÜTTE-HAIDHOF.Rudolf Seidl heißt der alte und neue Vorsitzende der UWM. Bei der Jahreshauptversammlung in Meßnerskreith wurde er erneut an die Spitze der Unabhängigen Wählervereinigung gewählt. Sein Stellvertreter ist Johann Seebauer. Zudem wurden Johann Brunner zum Kassier, Matthias Schenk zum Schriftführer und Josef Hamm sowie Armin Seidl zu Kassenprüfern gewählt.

Im Bericht ging Seidl auf die aktuellen kommunalpolitischen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Haushaltslage ein. Hier zeichne sich ab, dass das Zehn-Millionen-Sonderprogramm Wasser/Kanal, das bis 2020 reichen sollte, bereits in diesem Jahr aufgebraucht würde. Neben den umfangreichen Sanierungsarbeiten am Netz liege der Grund vor allen in den Investitionen bei den Regenrückhaltebecken. Durch das Paket klettere der Schuldenstand der Stadt auf 23 Millionen Euro zum Ende des Jahres. Eine Summe, die noch finanzierbar sei. Ein weiteres derartiges Programm „ist nicht mehr darstellbar“, sagte der Vorsitzende und forderte auf, einige Jahre nur das Notwendigste auszugeben.

In Sachen Neubaugebiete plädierte Seidl für ein gebremstes Tempo. Derzeit fehlten drei bis vier Kindergartengruppen. Den Vorwurf der SPD Richtung Bürgermeisterin, dass hier schlecht vorausgeplant werde, hielt er für falsch. Da auf jeden Fall ein Kindergartenneubau erforderlich ist, plädierte Seidl für eine Erhöhung der Infrastrukturabgabe für Bauherren.

Ein klares Pro gab es für den Plan, ein Kommunalunternehmen zu gründen, in dem Einrichtungen der Daseinsvorsorge, vor allem Wasser, Kanal und städtische Wohnungen, gebündelt werden. Vor allem für die Wohnungen erhofft sich Seidl, dass damit die notwendigen Sanierungen angegangen werden, während bisher die Mieteinnahmen im Haushalt versickerten und nur „das Notwendigste“ gemacht wurde. Seidl brachte die Idee eines zusätzlichen Neubaus mit Sozialwohnungen ins Spiel.

Deutlich setzte sich der UWM-Vorsitzende vom SPD-Plan, Verlängerung der Bahnhofstraße zur Kreisstraße SAD8 als innerstädtische Umgehung, ab. Von einem immensen Flächenverbrauch bis zu „problematischen Grundstückerwerb“ würden die Schwierigkeiten reichen. Als Alternative forderte er, erneut in das Thema „Autobahnauffahrt Maxhütte-Haidhof“ einzusteigen.

Zum Schluss richtete sich Seidls Blick wieder auf die Haushaltslage. Nach Wasser und Kanal stünde für die Unabhängige Wählervereinigung jetzt die Sanierung der Straßen an erster Stelle, verbunden mit den notwendigen Ausgaben für Kindergärten und Grundschule. Projekte, wie die Erweiterung des Rathauses, neue Radwege oder Ähnliches, seien ganz weit hinten angesiedelt. (bxh)

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