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Politik

Rudolf Seidl will Bürgermeister werden

Unabhängige Wähler aus Maxhütte-Haidhof präsentieren die Kandidatenliste zur Stadtratswahl – und kritisieren Teublitz.
Von Norbert Wanner

Die Kandidaten der UWM mit Spitzenkandidat Rudolf Seidl (1. Reihe, 4. v. links)  Foto: Norbert Wanner
Die Kandidaten der UWM mit Spitzenkandidat Rudolf Seidl (1. Reihe, 4. v. links) Foto: Norbert Wanner

Maxhütte-Haidhof.Als erste Wählervereinigung haben die Unabhängigen Wähler Maxhütte-Haidhof (UWM) die Liste ihrer Stadtratskandidaten aufgestellt. Vorsitzender Rudolf Seidl, auch UWM-Bürgermeisterkandidat, leitete die Nominierungsversammlung im Gasthaus Wagner in Meßnerskreith. Es sei nicht selbstverständlich, gerade in der heutigen Zeit, Menschen für Politik zu begeistern sagte er und erinnerte daran, dass es die UWM fast auf den Tag genau 30 Jahre gibt. Im ehemaligen Gasthaus Fink, Meßnerskreith, fand am 8. November 1989 die Gründungsversammlung statt. In den folgenden Jahren bis heute hätten sich die UWM etabliert, seien aus dem politischen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken.

Wirtschaft

Gewerbegebiet provoziert Widerstand

Naturschützer warnen: Pläne der Stadt Teublitz bedrohen „hochwertigen Wald“. Die Bürgermeisterin sieht keine Alternativen.

Seidl rief die Grundsätze der UWM in Erinnerung: keine Parteiideologie im Rathaus; die Bürger statt Parteiprinzipien in den Mittelpunkt zu stellen; Entscheidungen nach örtlichen Gegebenheiten statt nach nichtssagenden Wahlprogrammen zu treffen; und Forderungen nur mit Blick auf die finanziellen Handlungsspielräume zu stellen.

Standortfragen genau prüfen

Was das praktisch bedeutet, illustrierte er an Beispielen der jüngeren Zeit. Ohne UWM wäre es nicht zur Umplanung der Aussiedlung eines großen Bauernhofs gekommen, was ursprünglich nahe Roßbach geplant war (und auf entschiedenen Protest der Anwohner stieß). Gleiches gelte für die Standortfindung für den neuen Kindergarten, der zuerst in das Waldareal „Zotterlholz“ sollte. Für das Programm der UWM brauche es „gesunden Menschenverstand“; vor allem die Infrastruktur müsse weiter verbessert werden. In Sachen ÖPNV habe er sich an den RVV gewandt, sagte Seidl. Dabei gehe es um die innerstädtischen Fahrten mit RVV-Bussen zum Beispiel von Ponholz nach Leonberg (drei Euro einfach). Die UWM wollen eine Vergünstigung für innerstädtische Fahrten erreichen, andere Kommunen hätten solche Modelle. Das wäre schnell umsetzbar, „da brauchen wir keine Stadtlinie“. Und es helfe auch nicht, vom Klimaschutz zu reden, wenn konkrete Verbesserungen, wie die Realisierung geplanter neuer Radwege, ausblieben.

Eigenen Autobahnanschluss

Massiv kritisierte der UWM-Vormann die Planung der Nachbarstadt Teublitz für ein Gewerbegebiet zwischen Autobahn und Katzheim. Alter, gewachsener und wertvoller Waldbestand stehe dort auf einem Areal, das ein Ausläufer des Schwarzbergs sei. Als Alternative sah er das Areal der ehemaligen Schamotte – ein von Industrie geprägtes Gebiet. Auch dem Plan für eine geplante Umgehung erteilte Seidl eine klare Absage und forderte stattdessen einen Autobahnanschluss für die Stadt.

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UWM-Kandidaten

  • Bürgermeisterkandidat:

    Rudolf Seidl

  • Stadtratsliste

    : 1. Rudolf Seidl, 2. Josef Schmid, 3. Günter Bengler, 4. Johann Seebauer. 5. Armin Seidl, 6. Kerstin Dilekci, 7. Lorenz Seidl, 8. Matthias Weilhammer, 9. Ludwig Eichinger, 10. Erwin Fenzl, 11. Sergej Frais, 12. Georg Barth, 13. Daniel Wolf, 14. Michael Schmid, 15. Stefanie Bergmann, 16. Sebastian Wagner, 17. Markus Piehler, 18. Peter Wolf, 19. Ewald Frieser, 10. Johann Brunner, 21. Getrtraud Huttner, 22. Thomas Schmitt, 23. Helmut Hofstetter, 24. Gustav Brunner. (bxh)

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