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Auftakt

Run auf die Kinderfeuerwehr

Die Verantwortlichen in Bruck waren vom Interesse überwältigt. Gut 30 Kinder kamen mit ihren Eltern, um mitzumachen.
Von Agnes Feuerer

Die Kinder stellten sich zusammen mit der Brucker Feuerwehrführung (KBR Robert Heinfling, KBM Armin Jehl, dem Kreisjugendwart Christoph Spörl) und Bügermeister Hans Frankl zum Foto auf. Natürlich durfte Grisu, das Maskottchen der Gruppe, mit aufs Bild. Fotos: Agnes Feuerer
Die Kinder stellten sich zusammen mit der Brucker Feuerwehrführung (KBR Robert Heinfling, KBM Armin Jehl, dem Kreisjugendwart Christoph Spörl) und Bügermeister Hans Frankl zum Foto auf. Natürlich durfte Grisu, das Maskottchen der Gruppe, mit aufs Bild. Fotos: Agnes Feuerer

Bruck.Ein aufgeregtes Stimmengewirr herrschte in der Fahrzeughalle, bevor Kommandant Patrick Allen die vielen Gäste begrüßte. In seiner Begrüßungsrede betonte der Kommandant, „die Zukunft der Feuerwehr liegt in den Händen der Kinder“. Es gehe hauptsächlich darum, die Kinder ihrem Alter entsprechend an die Feuerwehr heranzuführen und in ersten Schritten mit den Aufgaben und Geräten vertraut zu machen.

Besonderen Wert werde man aber auf die Brandschutzerziehung legen. Die Kinder sollen lernen, wie sie bei Gefahren richtig reagieren oder in Notfällen sogar helfen können. Dies alles werde in Theorie und Praxis umgesetzt und natürlich wird der Spaß dabei nicht zu kurz kommen. Er bedankte sich bei allen, die dem Antrag auf Gründung einer Kinderfeuerwehr zugestimmt haben, sein besonderer Dank galt dabei Jasmin Hecht und Tanja Weinfurtner, die die Kinderfeuerwehr als Kinderwartinnen betreuten und leiten werden.

„Ihr seid die Zukunft“

Bürgermeister Hans Frankl betonte, dass man an diesem Tag sehe, wie wichtig Kinderfeuerwehren sind, weil sogar der Kreisbrandrat gekommen sei. Zu den Kindern sagte er, dass sie keine Angst wegen der Uniformen haben müssen, da sie diese ja nicht gleich brauchen werden. Es gebe viele Gründe warum eine Kinderfeuerwehr wichtig sei, „den ihr Kinder seid die Zukunft, ihr werdet in der Zukunft für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen und dieser Dienst ist unbezahlbar.“

Tanja Weinfurtner und Jasmin Hecht werden die Kindergruppe der FFW Bruck als Leiterinnen führen.
Tanja Weinfurtner und Jasmin Hecht werden die Kindergruppe der FFW Bruck als Leiterinnen führen.

Kreisbrandrat Robert Heinfling betonte, dass dieser Tag sehr wichtig sei, da die Kinder erst mit 12 Jahren in die Jugendfeuerwehr eintreten können und sie da aber oftmals schon einige Zeit in anderen Vereinen aktiv sind. Jugendarbeit sei sehr wichtig und damit könne nicht früh genug begonnen werden. Seine Erfahrung zeige, dass Kinder oft eine größeres Wissen über Notrufnummern, Brandschutz usw. haben als die Erwachsenen. Er sei auch sehr froh, dass sich Frauen dieser Aufgabe der Leitung einer Kinderfeuerwehr gestellt haben, die seien sicher prädestinierter für solche Aufgaben. Die Eltern bat er, Kontakt mit den Betreuern zu halten und auftretende Problem sofort anzusprechen.

Währen die Eltern dann die organisatorischen Aufgaben erledigten mussten, durften die Kinder schon einmal in ihre zukünftigen „Aufgaben“ hineinschnuppern. Mit Hilfe der Jugendfeuerwehrler durften sie das Schlauchausrollen üben, die Fahrzeuge erkunden und ein Bild zum Thema: „Wie stelle ich mir das Logo der Kinderfeuerwehr vor“ malen. Dabei gab es einige sehr ansprechende Ideen. Der Höhepunkt war aber sicherlich die kurze Rundfahrt mit einem der Einsatzfahrzeug, e denn viele der Kinder stiegen mit leuchtenden Augen wieder aus dem Fahrzeug aus.

„Das war super hier“

Korbinian Kulzer fasste, kurz bevor er nach Hause ging, den Tag mit dem Satz zusammen: „Das war super hier, ich werde Feuerwehrmann, weil das wichtig ist!“ Jasmin Hecht und Tanja Weinfurtner informierten die Eltern darüber, dass es regelmäßige Gruppenstunden geben wird die jeden 2. Samstag im Monat in der Zeit von 14 bis 16 Uhr stattfinden werden. Auch die Beteiligung an „Sonderveranstaltungen“ wie Gründungsfesten, der Aktion Saubere Landschaft und dem Familiennachmittag stellten sie in Aussicht. Das Ziel sei, eine Kindergruppe innerhalb der Feuerwehr zu etablieren und an sie das Feuer, das in den Aktiven für die Feuerwehr brennt, weiterzugeben.

Der neue Jugendwart Florian Eckert erklärte den Kindern die Gerätschaften der Brucker Feuerwehr.
Der neue Jugendwart Florian Eckert erklärte den Kindern die Gerätschaften der Brucker Feuerwehr.

Die Eltern erfuhren auch, dass erst die Änderung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes dazu geführt habe, dass es nun auch eine Kinderfeuerwehr in Bruck geben wird, denn der Artikel 7 „Kinder und Jugendfeuerwehr“ besagt jetzt, dass bei freiwilligen Feuerwehren für Minderjährige ab dem 6. Lebensjahr, Kindergruppen gegründet werden können. Dies so Jasmin Hecht, habe vor allem versicherungstechnische Gründe. Weitere wichtige Infos für die Eltern waren dann unter anderem natürlich die Aufsichtspflicht, die passende Kleidung für die Kinder und die Gründung einer WhatsApp-Gruppe, so dass wichtige Infos schnell an die Eltern weitergegeben werden.

Dann konnten die Eltern den Gruppenraum besichtigen. Er befindet sich im Keller des Gerätehauses und war früher ein Luftschutzkeller. Zwischenzeitlicht wurde er als Gruppenraum für die BRK-Jugend und als Probenraum für eine Band genutzt. Die Eltern staunten nicht schlecht was man mit einem neuen Boden, etwas Farbe und ein paar Möbeln aus so einem Raum machen kann. Jasmin Hecht und Tanja Weinfurtner dankten der Jugendfeuerwehr für die Hilfe beim Umgestalten.

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