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Stadtrat

Saltendorf soll schöner werden

In einer zweistündigen Sitzung hatte der Stadtrat im Mehrgenerationenhaus insgesamt 17 Tagesordnungspunkt abzuarbeiten.
Von Werner Artmann

Für den Stadtteil Saltendorf mit der Marienkirche wird eine einfach Dorferneuerung beantragt. Foto: Werner Artmann
Für den Stadtteil Saltendorf mit der Marienkirche wird eine einfach Dorferneuerung beantragt. Foto: Werner Artmann

TEUBLITZ.Eine umfangreiche Tagesordnung mit interessanten Themen hatte der Stadtrat in seiner Sitzung abzuarbeiten. Nachdem der Stadtrat in seiner letzten Sitzung den Bedarf einer weiteren Krippengruppe für das Kinderhaus „Rappelkiste“ der Arbeiterwohlfahrt anerkannt hatte, wurde jetzt über die Weiternutzung der aufgestellten Mietcontainer beraten. Die Kosten für den Kauf einer Containeranlage liegen bei rund 150 000 Euro, hinzukommen Nebenkosten von ca. 30 000 Euro. Die Mietkosten bei drei Anbietern liegen um die 3400 Euro monatlich und bei einem Anbieterwechsel würden Einmalkosten von 30 000 bis 36 000 Euro anfallen. Somit dürften die jährlichen Mietkosten rund 40 600 Euro betragen. Der Stadtrat beschloss, die Containeranlagen beim AWO-Kinderhaus zum bestehenden Preis weiter zu mieten.

Die Dorfgemeinschaft Saltendorf stellte Antrag auf eine einfache Dorferneuerung nach dem Programm für ländliche Entwicklung in Bayern. Die Bürger von Saltendorf wünschen sich gestalterische Mängel und Schwächen ihres Dorfes zu beseitigen und dieses schöner und lebenswerter zu machen. Gestaltungsvorschläge wurden durch die Dorfgemeinschaft eingereicht. Wie Bürgermeisterin Maria Steger dazu erklärte, müsse die Stadt die einzelnen Maßnahmen vorfinanzieren, wobei der staatliche Zuschuss voraussichtlich 55 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten betragen wird. Der Stadtrat beschloss einstimmig, beim Amt für Ländliche Entwicklung die Durchführung einer einfachen Dorferneuerung für Saltendorf zu beantragen.

FF-Zusammenschluss

Die Feuerwehren Münchshofen und Premberg haben in Dienstversammlungen den Zusammenschluss beider Feuerwehren beschlossen. Da die aktive Wehr von Premberg als Löschgruppe Premberg zur aktiven Wehr Münchshofen wechselt, musste die städtische Satzung für die FF Münchshofen durch den Stadtrat geändert werden. Auch genehmigte der Stadtrat ein besonderes Vorkaufsrecht für das Grundstück an der BAB für ein Gewerbe- und Industriegebiet in einer Größe von 20 Hektar. Ebenso sicherte sich die Stadt per Vorkaufsrecht den unbebauten Teil des Baugebiets „Im Schlossgarten“ und ein unbebautes Grundstück an der Regensburger Straße.

Bade-Wasserproben

  • Naturbad Saltendorf:

    Eine Badewasserprobe am 9. Juli 2019 durch das Labor Synlab-Weiden ergab, dass die Richtwerte für Badewasser der Empfehlung des Umweltbundesamtes eingehalten werden.

  • Naturbad Höllohe:

    Die am 24. Juni 2019 gezogene Badewasserprobe ergab, dass diese laut Bayerisches Landesamt für Gesundheit den bakteriologischen Anforderungen entspricht.

Der Stadtrat beschloss einstimmig, rückwirkend zum 1. Januar 2019 die Stundensätze nur für die Lehr- und Honorarkräfte der Kommunalen Musikschule Burglengenfeld/Teublitz zu erhöhen. Auf die Erhöhung der Elternbeiträge verzichten in diesem Jahr die Stadt Teublitz wie auch Burglengenfeld. Das dadurch entstehende Defizit haben beide Städte anteilmäßig zu tragen. Dieses Thema sollte im nächsten Jahr nochmals aufgegriffen werden.

Wie Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger berichtete, wurde 2008 zwischen den „Schwarzweihern“ ein Hochwasserrückhalteraum von 9000 Kubikmeter geschaffen. In diesem Retentionsraum-Pool konnten sich Bauherren einkaufen, deren Bauvorhaben im amtlich festgesetzten Überschwemmungsgebiet der Naab liegen.

Neuer Retentionsraum-Pool

Der Bauboom habe in den letzten drei bis vier Jahren dazu geführt, dass das Volumen bis auf einen Rest von 1150 Kubikmeter aufgebraucht wurde. Aktuell liegen im Überschwemmungsgebiet 69 bebaubare Grundstücke mit einer Fläche von 58700 Quadratmetern. Bei einem rechnerischen Wasserstand von nur zehn Zentimetern ergibt sich ein nötiges Ausgleichsvolumen von 5870 Kubikmetern. Vom Wasserwirtschaftsamt wird der Bau von Dämmen und Stauanlagen an Gewässern 3. Ordnung nicht mehr gewünscht. Flächen südöstlich von Katzdorf wurden zwischenzeitlich für geeignet angesehen.

Diese sollen zugleich auch als Ausgleichsflächen für das Gewerbegebiet an der BAB dienen. Von der Verwaltung wird ein Konzept erarbeitet, dass bei einer möglichen Eintiefung einer rund 56 000 Quadratmeter großen Fläche um ca. 20 cm (ca. 7300 Kubikmeter Volumen) gleichzeitig eine naturschutzfachliche Aufwertung der nun landwirtschaftlich genutzten Flächen ermöglicht. Es ist mit rund 300 000 bis 450 000 Euro Baukosten zu rechnen.

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