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Marktrat

Sanierung: Kosten steigen stark

In der Äußeren Ringstraße geht es nun um rund 1,7 Millionen Euro. Die weitere Planung wurde trotzdem vergeben.
Von Max Schmid

Der Markt Schwarzenfeld muss bis 2020 rund 350000 Euro in den Brandschutz investieren. Die Ortsfeuerwehren Frotzersricht und Sonnenried erhalten jeweils ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser und die FFW Pretzabruck ein TSF. Foto: smx
Der Markt Schwarzenfeld muss bis 2020 rund 350000 Euro in den Brandschutz investieren. Die Ortsfeuerwehren Frotzersricht und Sonnenried erhalten jeweils ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser und die FFW Pretzabruck ein TSF. Foto: smx

Schwarzenfeld.Die Erneuerung der Wasserleitungen und die Wiederherstellung der Äußeren Ringstraße werden der Kommune wesentlich teurer kommen, als dies in der Kostenschätzung vom Januar angegeben wurde. Statt damals ca. 940000 Euro müssen nun laut Ingenieurbüro rund 1,7 Millionen Euro bereitgestellt werden. Bürgermeister Manfred Rodde informierte den Marktrat über diesen Mehraufwand, der damit begründet wurde, dass im Januar 2019 die TV-Untersuchungen für den Mischwasserkanal und ein Baugrundgutachten noch fehlten und damit keine exakte Kostenermittlung möglich gewesen sei.

Aus der Mitte des Gremiums wurde dennoch heftige Kritik an der Arbeit des beauftragten Ingenieurbüros geäußert. Rodde versuchte die Kritik zu entschärfen, man habe die Planungen im Marktrat wahrscheinlich zu früh vorgestellt, er selbst finde die Kostensteigerungen ebenfalls mehr als ärgerlich. Schließlich wurde auf Basis der neuen Kostenberechnung mit 14:4 Stimmen mehrheitlich beschlossen, die Ausführungsplanung der Maßnahme auszuschreiben. Im weiteren Sitzungsverlauf befasste sich der Marktrat mit den Anträgen von drei Ortsfeuerwehren.

Drei neue Feuerwehrautos

Die Feuerwehren Pretzabruck und Frotzersricht hatten bereits 2016 Ersatzbeschaffungsanträge gestellt, damals aber wurde die Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplans abgewartet, der erst heuer im Mai vorgestellt wurde. Zwischenzeitlich hat auch die FFW Sonnenried Antrag auf ein neues Feuerwehrauto gestellt. In der Diskussion wurde auch auf den schlechten baulichen Zustand des Gerätehauses in Frotzersricht hingewiesen. Die Bauverwaltung soll nun ein Konzept mit den nötigen Umbauten erstellen.

Der Marktrat beschloss, die Mittel für 2020 einzuplanen, Pretzabruck soll ein neues Tragkraftspitzenfahrzeug (TSF), Frotzersricht und Sonnenried ein TSF-Wasser erhalten. Die Lieferung der TSF-Wasser soll auf zwei Haushaltsjahre verteilt werden. Die Kosten liegen für ein TSF bei ca. 90000 Euro und für ein TSF-Wasser bei rund 130000 Euro.

Recht umfangreich gestaltete sich die Information über die Fortschreibung des Einzelhandelentwicklungskonzepts.

Bürgermeister Manfred Rodde informierte, dass aufgrund von Erweiterungswünschen der ansässigen Einzelhandelsunternehmen die Aktualisierung des Konzepts notwendig geworden sei. Dr. Robert Leiner von der iq-Projektgesellschaft erläuterte, dass zur Bindung der Kaufkraft im Markt, das Angebot an Sortiment und Verkaufsfläche den heutigen Ansprüchen der Kunden angepasst werden müssten. Für den Grundversorgungsstandort Schwarzenfeld sei der Besatz mit modernen Lebensmittelmärkten sehr wichtig. Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass zwischen den Märkten durch bauplanungsrechtliche Vorgaben keine Wettbewerbssituation entstehe. Die beiden vorhandenen Grundversorgungsstandorte an der Morgenlandstraße und Am Gleis würden derzeit wettbewerblich in einer stabilen Position zueinander stehen.

Keine weiteren Märkt nötig

Ein Umsatzpotenzial für weitere Lebensmittelmärkte liege hingegen nicht vor, sagte Dr. Leiner. Während der Diskussion kam auch der Vorschlag, beim ehemaligen Brauereigelände als Gemeinde aktiv zu werden. Dem Vorschlag wurde am Ende wenig Erfolgsaussichten zugestanden. Das Gremium billigte die Handlungsempfehlungen von Dr. Leiner und legte fest, dass an den Standorten Morgenlandstraße und Am Gleis eine Erweiterung der Verkaufsflächen angestrebt werden soll. Allerdings seien zentrumsnahe Hauptsortimente, die Anreicherung mit Dienstleistungen oder Gastronomie nicht vorgesehen. In diesem Zusammenhang legte man auch fest, den Bebauungsplan für das ehemalige „AC-Gelände“ in einem förmlichen Verfahren zu ändern. Ein ähnlicher lautender Beschluss erfolgte für das Areal „An der Viktor-Koch-Straße“.

Kindergärten

  • Investitionskosten:

    Der Marktrat hat einen Investitionskostenzuschuss für die beiden Kindergärten St. Josef und St. Martin für 2018 in Höhe von 26 150 Euro gewährt.

  • Ermächtigung:

    Für 2019 wurde Bürgermeister Rodde ermächtigt, den Zwei-Drittel-Zuschuss auszubezahlen. Laut Pfarrer Heinrich Rosner müsse die Kirche für neues Mobiliar, Innenausstattung, Zaunbau und Spielgeräte mit Kosten von rund 31000 Euro rechnen.

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