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Auflösung

Schmerzlicher Schritt für Wanderfreunde

Mit der Aufteilung seines Vermögens an frühere Unterstützer hat der Neunburger Verein sein fast 46-jähriges Bestehen beendet.
Von Ralf Gohlke

Bürgermeister Martin Birner, Kämmerer Michael Haßfurther, Vorstand Franz Tennert, FW-Vorstand Georg Schmid, THW Ortsbeauftragter Stefan Meier und Wandervereins-Stellvertreter Werner Arnold (von links) begleiteten den letzten öffentlichen Akt des Wandersvereins „Pfalzgraf Neunburg. Foto: Gohlke
Bürgermeister Martin Birner, Kämmerer Michael Haßfurther, Vorstand Franz Tennert, FW-Vorstand Georg Schmid, THW Ortsbeauftragter Stefan Meier und Wandervereins-Stellvertreter Werner Arnold (von links) begleiteten den letzten öffentlichen Akt des Wandersvereins „Pfalzgraf Neunburg. Foto: Gohlke

Neunburg.Der Termin des Wandervereins „Pfalzgraf Neunburg“ am vergangenen Freitag im Gasthof Sporrer beinhaltete nur einen einzigen Tagesordnungspunkt: „Die Verteilung des Vereinsvermögens nach der Auflösung“. Damit endete die 46-jährige Ära des organisierten Volkswanderns in der Pfalzgrafenstadt. Nachdem sich im Vorjahr in drei Versammlungen kein Vorstand mehr wählen ließ, hatte die alte Vorstandschaft satzungsgemäß die Auflösung eingeleitet, die zum 31. Dezember wirksam geworden war.

Die Verteilung des Vereinsvermögens erfolgte auf der Basis der Satzung an die größten Unterstützer bei verschiedenen Anlässen, hauptsächlich den Großveranstaltungen wie der Silvesterwanderung. Deshalb nahmen auch nur die Vorsitzenden der drei Organisationen Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Marienheim daran teil. Der letzte Vorsitzende Franz Tennert hieß somit Bürgermeister Martin Birner, Stadtkämmerer Michael Haßfurther, Feuerwehrvorstand Georg Schmid, den THW-Ortsbeauftragten Stefan Meier sowie seinen eigenen Stellvertreter Werner Arnold willkommen. Vereinskassier Werner Habel war aus gesundheitlichen Gründen entschuldigt.

Viele Schriftstücke aus der langen Vereinsgeschichte

Die letzte Ausgabe der Vereinszeitung. Foto: ggo
Die letzte Ausgabe der Vereinszeitung. Foto: ggo

Auf einem Nebentisch hatte Franz Tennert noch einmal einige Schriftstücke aus der Vereinsgeschichte ausgelegt, darunter Plakate, Urkunden und viele Zeitungsausschnitte, die die Aktivität des Vereins belegten. Mit dabei war auch der Zeitungsartikel, der über ein besonders trauriges Ereignis berichtete, den tragischen Verkehrsunfall des ehemaligen Vorsitzenden Alois Winkelmann.

In einer kurzen Ansprache erinnerte Tennert noch einmal an die Vereinsgründung am 21. Dezember 1973, in der Alois Winkelmann zum ersten Vorsitzenden gewählte wurde. Gleich der erste Großwandertag beschert dem jungen Verein um die 5000 Teilnehmer. Nach Winkelmanns Tod schloss sich Josef Vetter als Vorsitzender für die Jahre 1976 bis 1988 an. Tennert selbst bekleidet das Amt von 1988 bis zum Ende 2018. Unter seiner Führung seien 2004 die geführte Wanderwoche und 2006 der Permanentwanderweg eingerichtet worden. Einer weiterer Höhepunkt sei die alljährliche Silvesterwanderung gewesen, sagte er.

Geld geht an die Unterstützer

  • Grund: Nach der Auflösung des Vereins ist das Vereinsvermögen satzungsgemäß zu verteilen.

  • Verteilung:

    Der Wanderverein hatte bestimmt, das Vermögen an die Unterstützer zweckgebunden für soziale Belange zu verteilen.

  • Empfänger:

    Jeweils 1100 Euro gingen an das Marienheim, die Neunburger Feuerwehr und den Ortsverein des Technische Hilfswerkes.

Bürgermeister Martin Birner bedankt sich beim Verein

Verbunden mit dem Dank an die Führungsmannschaft und alle Helfer erinnerte Tennert auch an die Vereinszeitung, von der Werner Habel 110 Ausgaben produziert hatte. „Vom Alter und von der Gesundheit her mussten wir leider nun diesen schmerzlichen Schritt vollziehen“, bedauerte Tennert.

Bürgermeister Martin Birner bedankte sich für das großer Engagement um diesen Volkssport. „Es ist nicht so, dass die jungen Menschen nicht mehr wandern wollen, im Gegenteil, aber nicht mehr in dieser organisierten Form“, versuchte er auch Verständnis zu wecken, da mittlerweile viele Vereine aus ähnlichen Gründen aufgeben.

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