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Menschen

Schmetterlinge bringen Glück

Simone Bauer stellte ihr neues Buch vor. Auch in ihrem ersten Fantasy-Roman dreht sich vieles um Freundschaft.
Von Josef Schaller

Simone Bauer stellte ihr neues Buch vor. Diesmal ist es ein Fantasy-Roman. Foto: Gisela Bauer
Simone Bauer stellte ihr neues Buch vor. Diesmal ist es ein Fantasy-Roman. Foto: Gisela Bauer

Maxhütte-Haidhof.Mit einem gewonnenen Schreibwettbewerb hat 2009 alles angefangen. Als damals 19-Jährige überzeugte Simone Bauer die Jury mit ihrer Geschichte „Wie Phoenix aus der Asche“ so sehr, dass der Verlag „Schwarzkopf & Schwarzkopf“ weiter mit ihr zusammenarbeiten wollte. Inzwischen ist aus ihr eine erfahrene Autorin geworden. Kürzlich stellte sie ihr neues Buch vor, ihr mittlerweile sechstes.

„Butterflies – Die Göttin wird sich erheben“, heißt ihr neues Werk, das am 16. April als Taschenbuch im Twentysix-Verlag erschienen ist. Auch dieser Publikation hat sie vorher mit einem gewonnen Schreibwettbewerb den Weg bereitet. Als Gewinnerin durfte die gebürtige Burglengenfelderin ihre Fantasiegeschichte im Twentysix-Verlag, ein Unterverlag des Diana-Verlages, veröffentlichen. Verlangt war eine Kurzgeschichte zum Thema „Weihnachten aus der Sicht einer Katze“. Nur so viel dazu: Ein kleiner schnurrender Vierbeiner kann ganz schön „stinkig“ werden, wenn sein Lieblingsplatz für andere Zwecke „missbraucht“ wird, in diesem Fall für einen Weihnachtsbaum.

Außergewöhnliche Freundschaft

Das neue Buch „Butterflies...“ ist eigentlich eine Idee aus ihren Schreibanfängen im Teenageralter, wie sie im Gespräch mit der Mittelbayerischen Zeitung verraten hat. Die Pro-7-Serie „Buffy - Die Vampierjägerin“, die mit mystischen Kräften gemeinsam mit ihren Freunden erfolgreich gegen dunkle Mächte ankämpfte, hatte sie damals dazu animiert. Auch die Geschichte in ihrem Buch geht gut aus. So viel hat die Autorin schon mal verraten. Der Titel deute es schon an: „Schmetterlinge sind ein Symbol des Guten“, so die 27-Jährige.

Die Story handelt von Freundschaft, Familie und den Feind in unserem Innern. An einer High School in Kalifornien freunden sich zwei Mädchen an. Eine davon hat Visionen vom Weltende, vom Tod und vom Verderben. Die burschikose Kelly Burke trifft auf die geheimnisvolle Mary-Kate, die immerzu ohnmächtig wird und an ihren Visonen leidet. Kelly entschließt sich, Mary-Kate zu helfen, nicht ahnend, was sich in der neuen Freundin verbirgt.

Amber Malloy, in die sich die 16-Jährige auf den ersten Blick verliebt, warnt sie vor weiterem Kontakt zu dem Mädchen, dessen Eltern auf mysteriöse Weise vor zwei Jahren starben. Ob Kelleys Bruder Matt helfen kann, der sich selbst in seinem eigenen Gefühlschaos verliert?

Dass die 27-Jährige diese Geschichte erst jetzt zu Ende gebracht hat, hat sie im MZ-Gespräch so begründet: „Es sind eben fünf andere Bücher dazwischen gekommen.“ Außerdem will sie sich nicht zwanghaft irgendwelchen Vorsätzen unterwerfen, wie sie betonte. „Ich nehme mir nicht vor, wieviel oder wann ich schreibe und auch nicht, wann ein Buch fertig sein soll.“ Ihre Einfälle kommen zwanglos, oft auf ihrem Fußweg zur Arbeit. Kommt sie nach Hause, schreibt sie ihre Gedanken auf.

Eigentlich sei „Butterflies...“ gar keine richtige Fantasy-Geschichte, wie die junge Autorin meint. „Eher Fantasy light, dafür mehr Mystery! Auf jeden Fall etwas, was der Normalität und dem Gewohnten entflieht.“ Trotzdem sei ihr wichtig gewesen, dass die Story „im Hier und Jetzt spielt“, wie sie betonte. Der Spannungsbogen in dem Roman wird aufgebaut und gefüttert mit vielen negativen Gedanken. „Obwohl in meinem Buch viel gestorben wird, beinhaltet es auch lustige und komödiantische Details, die zum Schmunzeln veranlassen“, sagte die Maxhütterin und Wahl-Münchnerin. „Es gibt die Welt der Realität, der Fantasien, der Gedanken und die Welt der Wünsche“, so die Autorin. Gelegentlich müsse man eben hin und her switchen.

Etwas Fantasy, viel Mystery

Simone Bauer spricht zwar mit ihren Erzählungen vor allem die weibliche Jugend an, will aber ihre Romane nicht als typische Frauenbücher einstufen. In ihren Geschichten gehe es nicht um Traumprinzen, wie sie sagt. Schon eher um Freundschaften, Ängste und alles, was eine Frau bei ihrer Persönlichkeitsfindung bewege. Obwohl sie sich mit ihrem ersten Fantasy-Roman „Butterflies - Die Göttin wird sich erheben“ auf bisher fremdes Terrain begibt, bleibt sich das junge Schreibtalent aus München treu. Auch hier dreht sich vieles um Freundschaft, Liebe und Erwachsenwerden.

Der bisher größte Erfolg der 27-Jährigen war das Taschenbuch „Alkoholfrei“, das im September 2012 erschienen war. Damit wollte sie aufzeigen, dass „alkoholfrei“ nicht gleich „spaßfrei“ bedeuten müsse. In dem Roman wollte Simone Bauer dazu aufmuntern, dem meist riesigen Gruppenzwang in der Clique zu widerstehen. Auch ohne Komasaufen könne man nämlich glücklich sein und auch ein nicht betrunkenes Mädchen könne sich in einen Jungen verlieben.

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Weitere Bücher

  • Buchdebüt:

    Simone Bauers erstes Buch mit dem Titel „Ganz entschieden unentschieden“ erschien im November 2011. Aus dem Inhalt ihres Erstlings: Ein Sekretärinnen-Job reicht der jungen Johanna, Hauptfigur des Romans, nicht, um ihre teure Wohnung zu bezahlen. Sie nimmt einen Job in einem Club an und muss sich bald die Frage stellen: Bin ich wirklich so multitasking und multi-Männer-fähig?

  • Open-Air-Festivals:

    In ihrem Buch „Matsch-Memoiren“ berichtet sie über ihre Erfahrungen bei Open-Air-Festivals. Als großer Fan solcher Veranstaltungen war sie bereits als 16-Jährige bei „Rock im Park“. Seitdem hat sie unzählige Open-Airs besucht. Ihre Erlebnisse hat sie in 33 Erzählungen zusammengefasst. Natürlich ereignen sich auf den matschigen Wiesen auch unzählige Liebesgeschichten.

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