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Kultur

Schmidt-Haus geht in seine 20. Saison

Kabarett-Fans werden in Nabburg wieder voll auf ihre Kosten kommen. Unter anderem kommt Sigi Zimmerschied.

Sigi Zimmerschied feiert in Nabburg an zwei Abenden als Sigi Heil einen einsamen Geburtstag. Foto: Ernesto Gelles
Sigi Zimmerschied feiert in Nabburg an zwei Abenden als Sigi Heil einen einsamen Geburtstag. Foto: Ernesto Gelles

Nabburg.Mit einem abwechslungsreichen Herbst will das Schmidt-Haus in seiner 20. „Brettlsaison“ aufwarten. Zum Entree gibt es „überwiegend lustige Gedichte und Lieder“. Dann feiert ein dämonisches Monster alleine seinen 65. Geburtstag. Ein extrem kritischer Ausflug ins Silicon Valley steht bevor. Junge Musiker erwecken legendäre Musikinstrumente aus den 60er und 70er Jahren wieder zu groovigem Leben.

Einen tiefen Blick in die Abgründe der niederbayerischen Gesellschaft vermittelt ein Konzentrat aus sechs Bühnenstücken. Während ein Österreicher schon in die Zukunft blickt, träumt sein Kollege immer noch seinen Traum vom „Eigenhirn“, heißt es in der Pressemitteilung des Schmidt-Hauses.

Marco Tschirpke, Gewinner des deutschen Kleinkunstpreises 2018 in der Sparte „Chanson, Lied, Musik“, eröffnet die Saison am Freitag mit seinem neuen Programm „Empirisch belegte Brötchen“. Darin serviert er die delikaten Häppchen seiner minimalistischen Kunst in einem 40-Gänge-Menü. In fein abgeschmeckter Folge wechseln leichte und schwere Kost einander ab. Ob Gedicht oder Klavierlied, hier weiß sich einer kurzzufassen.

Sigi Zimmerschied alias Sigi Heil feiert am Freitag, den 27. und Samstag, den 28. September seinen fünfundsechzigsten Geburtstag. Allein. Glückwunschkarten bleiben aus, das Telefon stumm, der Gabentisch leer. Nur ein kleines Couvert liegt auf dem Tisch. Noch ungeöffnet. Und Sigi Zimmerschied tut das, was er ein Leben lang gemacht hat. Er zerquetscht eine Fliege und feiert sich selbst, spielt sich seine eigene Geburtstagsfeier vor: „Heil – vom Koma zum Amok!“

Groovig saftige Mischung

Hansi Enzensperger, Ludwig Klöckner, Manfred Mildenberger haben Omas und Opas analoge Hammondorgel B3, ein Wurlitzer E-Piano und einen mythischen Moog entstaubt. In Kombination mit dem legendären Fender Jazz Bass und den „old fashioned“ Ludwig Drums entwickelt „Organ Explosion“ am Samstag, den 12. Oktober, groovig-saftige Mischung aus Funk, Blues und jazzigen Harmonien.

H.G. Butzko, der Hirnschrittmacher des deutschen Kabaretts kommt am Mittwoch, den 23. Oktober mit seinem Programm „Echt jetzt“ ins Schmidt-Haus. Darin stellt er fest, dass die wirklich Mächtigen nicht auf den Regierungsbänken in den Parlamenten oder an der Wall-Street sitzen, sondern im Silicon Valley. Und genau dorthin hat HG Butzko diesmal seine investigativen Recherchefühler ausgestreckt, und zwar erschütternd für das Zwerchfell, aber auch für die grauen Zellen.

„Best of Großmann“ mit Martin Großmann gibt es am Samstag, den 2. November. Aus seinen bisherigen „kabarettistischen Theaterstücken“ zeigt der Niederbayer die besten Szenen der vergangenen Jahre und präsentiert zugleich Satire, Unfug, Witze, Lügengeschichten und Skandalöses aus den übrigen „4282 bis heute nichtveröffentlichten Werken“. Als Kabarettfan kann und darf man nicht einfach aus der Welt scheiden, ohne Großmann gesehen zu haben, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Schwarzer Humor eines Wieners

Seine persönlichen Zukunftsszenarien mit viel schwarzem Humor entwickelt der Kabarettist Severin Groebner am Freitag, 15. November in seinem neuen Programm „Gut möglich“. Und wie es sich für einen Wiener – selbst wenn er seit langem in Deutschland lebt – gehört, landet Groebner am Schluss beim Tod und der Sinnsuche.

„Hirn für alle!“, fordert Thomas Schreckenberger am Freitag, den 22. November, und zeigt an Beispielen aus Wirtschaft und Politik, dass überdurchschnittliche Intelligenz auf dem Weg an die Spitze eher hinderlich sein kann. „Hirn für alle!“, ist ein Rundumschlag durch Politik und Gesellschaft – ein Abend für jeden, der gern selber denkt oder es einfach mal wieder ausprobieren möchte.

Beginn ist immer um 20.30 Uhr, weitere Information finden sich im Internet unter www.schmidt-haus.com.

Programm

  • Freitag/Samstag, 27./28. September:

    Sigi Zimmerschied – „Heil – vom Koma zum Amok!“

  • Samstag, 12. Oktober:

    Hansi Enzensperger, Ludwig Klöckner, Manfred Mildenberger – „Organ Explosion“

  • Mittwoch, 23. Oktober:

    H.G. Butzko – „Echt jetzt“

  • Samstag, 2. November:

    Martin Großmann – „Best of Großmann“

  • Freitag, den 22. November:

    Thomas Schreckenberger – „Hirn für alle!“

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