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Soziales

Schüler engagieren sich für Tschernobyl

Die Nabburger Gymnasiasten brachten eigene Ideen ein, um Geld für die nächste Reise in die Ukraine zu sammeln. 1200 Euro kamen zusammen.

Dr. Josef Ziegler (rechts) erhält aus den Händen der Schülersprecherinnen Katrin Kneißl und Maria Manner (Mitte) einen Spendenscheck über 1200 Euro für die „Aktion Tschernobyl“. Mit im Bild die betreuenden Lehrkräfte Wolfgang Malzer und Dr. Markus Janner (von links) sowie Schulleiter Franz Xaver Huber.

Nabburg.Große Bereitschaft, sich für andere Menschen zu engagieren, bewiesen die Schüler des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg wieder, als sie den Erlös des Weihnachtsbasars an Dr. Josef Ziegler von der „Aktion Tschernobyl“ übergaben. „Eine gute Tradition, die fortgesetzt werden soll“, betonten die Schülervertreter. Dieses Mal kamen insgesamt 1200 Euro zusammen.

Die Fäden für die zahlreichen Verkaufsstände und Ideen am letzten Schultag vor den Ferien waren bei den Studienräten Dr. Markus Janner, Matthias Fischer und Hauptorganisator Wolfgang Malzer sowie bei den Schülersprechern Katrin Kneißl, Kilian Gradl und Maria Manner zusammengelaufen. Besonderes Lob zollte Schulleiter Franz Xaver Huber auch allen beteiligten Lehrkräften und den hilfsbereiten Eltern. Mit vereinten Kräften kam der stolze Erlös zustande. Jede der 28 Klassen in den Jahrgangsstufen fünf bis zehn und die Schüler der Oberstufe hatten sich eine Aufgabe gestellt und Ideen entwickelt. So wurden zum Beispiel selbstgebastelte Grußkarten und Schmuckstücke zum Verkauf angeboten oder auch eigene Saftkreationen und leckere Speisen. Es gab Theaterstücke, Quizspiele und einige musikalische Auftritte.

„Es bricht mir immer wieder das Herz, wenn ich die Krankenzimmer betrete“, erklärte Dr. Ziegler, der Leiter der „Aktion Tschernobyl“ aus Pfreimd, bei der Spendenübergabe seine Motivation, auch nach 24 Jahren nicht nachzulassen, Hilfsgüter nach Naroditschi, Slawutytsch oder Jagotin zu bringen. Am 8. Mai treten wieder vier Sattelzüge und vier Begleitfahrzeuge die Reise an, beladen mit zahnmedizinischen Einrichtungen, Endoskopen, Belastungs-EKGs und Sterilisatoren. Mit dabei ist in diesem Jahr auch ein ölfreier Kompressor für medizinische Geräte. Die Anschaffungskosten von 4000 Euro können nur durch das Engagement der Schüler gestemmt werden. Auch die schwierige politische Lage in der Ukraine war Thema: Dr. Ziegler sieht seine Aktivitäten im Moment noch nicht bedroht, hofft aber auf eine baldige Stabilisierung der Situation.

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