MyMz
Anzeige

Findungsphase

Schüler suchen Wunschberufe

Am Berufsbildungstag öffnen sich Ausbildungsbetriebe dem Nachwuchs aus dem Städtedreieck – eine Win-win-Situation.
Von Stefan Barte

Schulleiter Michael Chwatal hat neben den eigenen Schülern erstmals auch alle 8. und 9. Klassen der Nachbarschulen aus Maxhütte-Haidhof und Teublitz in der Aula der Sophie-Scholl-Mittelschule zum Berufsinformationstag willkommen geheißen.  Foto: Stefan Barte
Schulleiter Michael Chwatal hat neben den eigenen Schülern erstmals auch alle 8. und 9. Klassen der Nachbarschulen aus Maxhütte-Haidhof und Teublitz in der Aula der Sophie-Scholl-Mittelschule zum Berufsinformationstag willkommen geheißen. Foto: Stefan Barte

Burglengenfeld.Es gibt ihn nur alle zwei Jahre – den Berufsinformationstag (BIT) an der Sophie-Scholl-Mittelschule. Der immense Organisationsaufwand wäre für eine jährliche Wiederholung einfach zu groß und für die Schule nicht stemmbar. Bereits im Frühling begannen nämlich die Vorbereitungen dieses Riesenevents, die das Organisationsteam von Josef Gleixner, Stephanie Jobst sowie Hermann Fuchtler nebenbei zu ihrem Lehrauftrag zu bewältigen hatte.

Der Aufwand hatte sich jedoch eindeutig gelohnt, da waren sich alle beteiligten Mitstreiter und Entscheidungsträger einig. Schon die blanken Zahlen, die Schulleiter Michael Chwatal in einer Eröffnungsansprache verkünden konnte, machten es deutlich: Nicht weniger als 88 Referenten konnten gewonnen werden, 53 Vorträge wurden auf die Beine gestellt und an sieben Workshops konnten die 300 Mittelschüler des gesamten Städtedreiecks „live“ ausprobieren, ob der Wunschberuf auch wirklich das bietet, was man sich in den jungen Jahren so davon verspricht. Das ging von Blutdruckmessen über einen Lötkurs, Fliesen legen, Smoothieherstellung bei einem Koch bis hin zum Babywickeln.

Begabung richtig einschätzen

3. Bürgermeister Josef Gruber führte den Schülern in seinen Grußworten den Sinn des Berufsinformationstages mit drei zentralen Botschaften, quasi als Höhepunkt der Berufsorientierung, vor Augen. Zunächst müsse man wissen, welche beruflichen Anforderungen in den verschiedenen Zweigen an einen gestellt werden, dann müsse man seine eigenen Begabungen und Befähigungen richtig einschätzen können – und zu guter Letzt auch den Arbeitsmarkt der Region gut kennen. Diese wichtigen Hilfestellungen werden den Schülern auf dem BIT geboten. Landrat Thomas Ebeling lobte in seiner Ansprache die Organisation und zeigte sich beeindruckt ob der Fülle an beruflichen Angeboten und die Menge an Schülern.

Berufsinformation

  • Truck:

    Der hochmoderne Infotruck der der Metall- und Elektroindustrie erwartet technikbegeisterte Schüler für drei Tage auf dem Schulhof.

  • Technik:

    Die Schüler können die computergesteuerte CNC-Fräse programmieren und die Funktionsweise eines Wechselschalters kennenlernen. Die Steuerung eines Aufzuges erfolgt mittels einer Programmierung.

Auch Schulrat Jürgen Bomertl vom Schulamt Schwandorf wandte sich mit einer Botschaft an die Jugendlichen. Er stellte fest, dass sich der Ausbildungsmarkt in den letzten Jahren zu einem Bewerbermarkt gewandelt habe. Theoretisch könne jeder einen Ausbildungsplatz bekommen, der sich ernsthaft darum bemühe, aber in der Praxis seien die Abbrecherquoten in den Ausbildungsbetrieben immer noch sehr hoch. Ziel dieser Veranstaltung müsse es daher sein, durch möglichst genaue Vorabinformation eine spätere Berufszufriedenheit zu erreichen. Er danke daher den Betrieben , dass sie sich die entsprechende Zeit dazu nehmen würden. Hauptorganisator Gleixner freute sich über den Erfolg des BIT: „Es ist für alle eine echte „Win-win-Situation“. Die Betriebe würden nicht kommen, wenn es nicht passen würde“, ist sein Resümee.

Chemikant zeigt sein Berufsfeld

Die dahinter steckende Philosophie sei eindeutig. Es sei keine Berufsbildungsmesse. Der Schüler möchte etwas hören und sich ein echtes Bild der 47 vorgestellten Berufe machen. Es sollen nicht nur Berufe gezeigt werden, die total gefragt sind, sondern auch der Baustoffprüfer, der medizinisch-technische Assistent, oder auch der Chemikant zeigt sein Berufsfeld auf.

Die Schüler werden vom 1. Schultag an auf den BIT vorbereitet und können sich drei verschiedene Vorträge anhören, Workshops besuchen, oder auch ein Vorstellungsgespräch üben. Aus Sicht der vielen Handwerksbetriebe aus dem Städtedreieck kommen dann echte, passgenaue Interessenten in die Vorträge, die schon Hintergrundwissen haben. Die größte Gruppe umfasst dabei 28 Schüler, die kleinste eben nur sechs, aber diese mit Potenzial. Im Idealfall lernt der „Einsteller“ also seine künftigen Lehrlinge gleich persönlich an diesem Tage kennen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht