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Politik

Schul-Sanierung kostet 18 Millionen Euro

Der Kreis Schwandorf investiert in die Burglengenfelder Realschule. Zudem wird das Berufliche Schulzentrum neu ausgestattet.
Von Rudolf Hirsch

Blick in den künftigen Mehrzweckraum der Realschule Burglengenfeld: Die Kreistagsmitglieder des Schul-, Sport- und Kulturausschusses informierten sich über den Stand der Baumaßnahmen.  Foto: Rudolf Hirsch
Blick in den künftigen Mehrzweckraum der Realschule Burglengenfeld: Die Kreistagsmitglieder des Schul-, Sport- und Kulturausschusses informierten sich über den Stand der Baumaßnahmen. Foto: Rudolf Hirsch

Schwandorf.Das Gebäude der Realschule am Kreuzberg in Burglengenfeld war ursprünglich für 19 Klassen konzipiert. Die Reform „R 6“ ließ die Schule auf 24 Klassen mit aktuell 590 Schülern und 55 Lehrern wachsen. Der Landkreis als Träger hat reagiert und investiert in die Erweiterung und Generalsanierung insgesamt 18 Millionen Euro.

Am Montag verschafften sich die Mitglieder des Ausschusses für „Schulen, Sport und Kultur“ einen Überblick über die aktuellen Baumaßnahmen. Direktor Klaus Biersack nannte die Sanierung bei laufendem Schulbetrieb eine Herausforderung für alle Beteiligten, stellte aber fest: „Die Beschwerden halten sich bis jetzt in Grenzen“.

Sechs Bauabschnitte sind geplant

Die gesamte Maßnahme ist in sechs Abschnitte unterteilt. Wenn Schüler, Lehrer und Verwaltung in den Erweiterungsbau umgezogen sind, wird die Pausenhalle abgerissen und eine neue gebaut. In den Bauabschnitten drei und vier erfolgt die Sanierung der bestehenden Gebäudeteile mit den Klassenzimmern. Dann bleiben noch die Sanierung der Fachräume und die Neugestaltung der Außenanlagen.

Michaela Gottmeier, Sachgebietsleiterin Hochbau, erläuterte die Pläne. Der Erweiterungsbau des „Knabentraktes“ und der Verbindungsbau zur neuen Pausenhalle bilden die ersten Bauabschnitte. In den Abschnitten drei und vier erfolgt die Sanierung der bestehenden „Mädchen- und Knabentrakte“. Bei den darauffolgenden Bauabschnitten fünf und sechs handelt es sich dann hauptsächlich um die Sanierung der naturwissenschaftlichen Klassenräume und weiterer Fachräume.

Im Bau befinden sich derzeit der neue Verwaltungsbereich, ein Mehrzweckraum, Informatik- und Klassenräume und ein Lehrmittelzimmer. Ab 2020 folgt die Errichtung des Verbindungsbaus zwischen Mädchen- und Knabentrakt mit einer neuen Pausenhalle. Die ersten vier Bauabschnitte kosten zwölf Millionen Euro. Die Regierung fördert die Maßnahme mit 5,58 Millionen Euro. Bei den Abschnitten fünf und sechs sind Kosten von sechs Millionen Euro veranschlagt.

Berufliches Schulzentrum und Berufsschule Neunburg werden gefördert

Den Ausschussmitgliedern lag eine Reihe von Zuschuss- und Förderanträgen vor. Das Gremium beschloss, den Fachbereich Elektrotechnik am Beruflichen Schulzentrum „Oskar von Miller“ komplett neu auszustatten und dafür einen Betrag von 320 000 Euro zu investieren. Die Außenstelle der Berufsschule in Neunburg v. W. erhält einen Schlepper mit Auto-Track-GPS-System (131 000 Euro), Diagnose-Software für den Schlepper (3000 Euro) und Smart-Farming-Softwarelösungen (500 Euro).

Bildung

Historische Aufgabe für Nittenauer

Michael Völkl wird erster Rektor des neuen Beruflichen Schulzentrums II in Schwandorf. Zum Start bekommt er große Aufgaben.

Der Landkreis nutzt das staatliche Förderprogramm „Digitales Klassenzimmer“ und kauft für 91 000 Euro 137 i-Pads mit Transportkoffern. Die Berufsschule bekommt davon 32 Stück, das Sonderpädagogische Förderzentrum Nittenau 16, das CFG-Gamnsium Schwandorf 40, die Gregor-von-Scherr-Schule in Neunburg 16, das Regental-Gymnasium Nittenau 16 und die Naabtal-Realschule Nabburg 17.

Förderprojekte

  • Theater:

    Die ehemalige Stadtbühne Vohenstrauß heißt seit 2010 „Landestheater Oberpfalz“. Der Landkreis unterstützt die Einrichtung heuer mit 25 000 und im nächsten Jahr mit 30 000 Euro.

  • Denkmalpflege:

    Sie ist eine freiwillige Leistung der Landkreises, der heuer acht Projekte fördern will. Es liegen Anträge in einer Größenordnung von insgesamt 40 000 Euro vor. Wie sie verteilt werden, entscheiden vor zehn Jahren beschlossene Förderrichtlinien.

10 000 Euro für Festspiele

Weiterhin gefördert werden die sechs Festspiele im Landkreis mit insgesamt 10 000 Euro im Jahr, so ein weiterer Beschluss der Schwandorfer Kreisräte. Auch die Museen erhalten Geld: der Heimatverein Seebarn 400 Euro, der Verein Oberpfälzer Bauernmuseum Neusath-Perschen 1000 Euro, der Arbeitskreis Hinterglasmalerei Winklarn 500 Euro, das Stadtmuseum Schwandorf 2200 Euro und der Zehentstadel Nabburg 900 Euro. Mit 75 415 Euro bezuschusst der Landkreis 15 Projekte zur Musikpflege.

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