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Ausschuss

Schwandorf sagt Ja zu Bank am Brunnfeld

Der geplante Neubau der Raiffeisenbank nimmt Formen an. Am Marktplatz sollen zumindest die Schalter vorerst erhalten bleiben.
Von Johannes Hartl

Auf diesem Grundstück nahe der Autobahn möchte die Raiffeisenbank ihr Beratungs- und Betreuungszentrum bauen. Foto: Johannes Hartl
Auf diesem Grundstück nahe der Autobahn möchte die Raiffeisenbank ihr Beratungs- und Betreuungszentrum bauen. Foto: Johannes Hartl

Schwandorf.Die gute Nachricht kam, als die Stadträte gerade ihre Würdigung vorgenommen hatten. „Im aktuellen Gebäude am Marktplatz sollen weiterhin Schalter bestehen bleiben“, sagte Susanne Spieß vom Ingenieurbüro Altmann am Dienstag im Planungs- und Umweltausschuss. Allerdings mit einer Einschränkung: „Ob und wie lange, das weiß ich auch nicht“, so die Expertin.

Spieß hatte zuvor ausführlich konkretere Details zum Vorhaben der Volksbank-Raiffeisenbank erläutert, die „Am Brunnfeld“ ein Beratungs- und Betreuungszentrum errichten möchte. Hintergrund der Entscheidung ist, dass der Standort am Marktplatz nicht länger zeitgemäß sei. Laut Spieß mangle es insbesondere an Möglichkeiten für eine räumliche Ausdehnung, bedenke man etwa das enge Grundstück, die umliegenden Straßen oder auch die schwierige Stellplatzsituation.

Gebäude direkt neben der McDonalds-Filiale

Als Alternative habe sich da die bislang leere Fläche „Am Brunnfeld“ angeboten. Das neue Gebäude, das nun entstehen soll, wird sich direkt neben der McDonalds-Filiale befinden und durch die Wackersdorfer Straße begrenzt. Die Grundstückserschließung wird Spieß zufolge über die bereits bestehende Straße „Am Brunnfeld“ erfolgen.

Beim Gebäude selbst wird es sich um einen dreigeschossigen, nach Norden und Westen hin abfallenden Winkelbau handeln, der sich dann in diese Richtung jeweils auf zwei beziehungsweise ein Stockwerk reduziere. Nach den aktuellen Planungen werde es sich um ein Flachdach handeln, welches teils als Gründach und teils als Dachterrasse genutzt werden soll. Auf dem höchsten Gebäudeteil solle zudem eine Photovoltaik-Anlage installiert werden.

Das Grundstück

  • Nutzung:

    Für das aktuelle Bauprojekt wird tatsächlich nur ein Teil des Grundstücks genutzt, das die Raiffeisenbank erworben hat, erklärte Susanne Spieß dem Gremium.

  • Weitere Nutzung:

    Was mit den restlichen Flächen geplant ist, konnte Spieß auf Nachfrage von Stadtrat Andreas Wopperer (CSU) noch nicht näher erklären. Bislang gebe es keine konkrete Planung – diesbezüglich sei noch alles offen.

Insgesamt seien laut Spieß 45 Parkplätze vorgesehen, darunter zwei Parkplätze, die an die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen angepasst sind. Im südlichen Bereich werden sich die Stellplätze für die Kunden, im nördlichen Grundstücksteil die für das Personal befinden. Über die bisherigen Baugrenzen geht das Vorhaben nicht hinaus, auch der nötige Abstand von zehn Metern zur Gemeindeverbindungsstraße wird eingehalten. Damit die Verkehrsteilnehmer nicht durch die Blendwirkung der parkenden Pkw beeinträchtigt werden, wird zwischen den nördlichen Parkplätzen und der Wackersdorfer Straße allerdings eine „pralle Hecke“ gepflanzt, wie Spieß erläuterte.

Wenn alles fertig ist, werden im Inneren voraussichtlich rund 20 Mitarbeiter Platz finden, außerdem soll es zwei Veranstaltungsräume geben. Dafür wurde eigens ein „Sondergebiet Bank“ festgesetzt, denn bisher waren Büro- und Geschäftsräume nur zulässig, wenn sie zu einem Betrieb gehörten.

Freizeit

Das Großkino bleibt auf der Wunschliste

Im geplanten Freizeitkomplex beim Schwandorfer Globus fehlt der wichtigste Baustein. Aber es gibt auch gute Nachrichten.

Die Stadträte haben die Planungen, so wie vorgelegt, einstimmig unterstützt. SPD-Stadtrat Manfred Schüller zeigte sich zwar erfreut, dass die Raiffeisenbank im Stadtgebiet bleibt, betonte aber zugleich, dass in der Innenstadt weiterhin eine Versorgung gewährleistet sein müsse. Das sei wichtig. Die CSU stellte sich ebenfalls geschlossen hinter das Vorhaben und sieht in den Planungen einen „nutzdienlichen Zweckbau“, so Fraktionschef Andreas Wopperer.

Marion Juniec-Möller (Grüne) regte für Kunden und Mitarbeiter zudem Ladeplätze für E-Autos an – diese aber sind laut Spieß ohnehin vorgesehen. Auch FW-Stadtrat Dieter Jäger zeigte sich erleichtert, dass die Raiffeisenbank der Stadt erhalten bleibt. Sein Dank gelte der Verwaltung, dass sie das möglich gemacht habe.

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