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Ausschuss

Schwandorf soll mehr Bäume bekommen

Rund 1000 Bäume sollen neu gepflanzt werden. Ein entsprechender SPD-Antrag konnte sich im Wesentlichen durchsetzen.
Von Johannes Hartl

Die SPD-Fraktion will 1000 Bäume, um so unter anderem das Innenstadtklima zu verbessern. Foto: Johannes Hartl
Die SPD-Fraktion will 1000 Bäume, um so unter anderem das Innenstadtklima zu verbessern. Foto: Johannes Hartl

Schwandorf.Das Ziel ist ambitioniert. Bis zu 1000 Bäume sollen im Stadtgebiet neu gepflanzt werden, wenn es nach der SPD geht. Bereits im August 2019 hat deren Fraktion einen entsprechenden Antrag gestellt, der nun am Dienstag im Planungs- und Umweltausschuss behandelt wurde.

Für Antragsteller Manfred Schüller liegen die Vorteile auf der Hand. Bäume würden nicht nur Kohlendioxid binden, sie hätten auch einen kühlenden Effekt und könnten das Innenstadtklima verbessern. Schon seit zwei, drei Jahren beklage die SPD, dass Bäume im Straßenraum entfernt werden, ohne dass eine Nachpflanzung erfolge, sagte der Stadtrat mit Verweis auf die Regensburger Straße. „1000 Bäume in zwei Jahren unterzubringen, das sehen wir als möglich an.“

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Was die Umsetzbarkeit des Ganzen angeht, zeigte sich die Stadtverwaltung zunächst skeptisch. „Insgesamt ist die Pflanzung von 1000 Bäumen im öffentlichen Raum aus Sicht der Verwaltung nicht zu realisieren“, hieß es gar in der Sitzungsvorlage. Vor allem im direkten Kern- und Altstadtbereich erkannte sie verschiedene Hindernisse – etwa durch die bestehende Infrastruktur.

Als Alternative schlug die Verwaltung daher vor, dass Grundstücksbesitzer auf Antrag einen Baum für ihren Garten erhalten. Die Differenz der fehlenden Bäume werde dann in öffentlichen Grünflächen gepflanzt. Zudem könne eine Lösung in der Erarbeitung eines Förderprogramms bestehen, das die Entsiegelung und Begrünung verschiedener Flächen fördert. Und: Natürlich könne die Stadt an anderer Stelle als der Kernstadt Bäume pflanzen.

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Manfred Schüller hatte für die Vorschläge der Verwaltung durchaus etwas übrig, ihn störte allerdings, dass die 1000 Bäume grundsätzlich als nicht realisierbar dargestellt werden. Rein auf die Kern- und Altstadt ziele der Antrag ohnehin nicht ab, vielmehr umfasse er auch siedlungsnahe Bereiche, etwa die Regensburger Straße.

1000 ortsnah gepflanzte Bäume als Ziel

Und so folgte der Ausschuss einem Vorschlag, den OB Andreas Feller zusammenfasste: Man stecke sich die 1000 ortsnah gepflanzten Bäume als Ziel und nehme das nötige Budget in die Hand, später dann werde über die Umsetzung berichtet. „Da, wo es passt, werden wir pflanzen“, versicherte der OB. Das wurde von den Stadträten einstimmig so unterstützt.

Prüfung der Stadt

  • Verwaltung:

    Zwei Stellen im Stadtgebiet hat die Verwaltung prüfen lassen: die Regensburger Straße und die Kreuzbergallee.

  • Ergebnisse:

    Aus verschiedenen Gründen sind Pflanzungen nicht ohne weiteres möglich. In der Regensburger Straße unter anderem wegen Konflikten mit Lichtmasten, der Verdeckung von Werbeanlagen oder fehlenden Abständen zu Hausfassaden.

CSU-Sprecher Andreas Wopperer war bei den siedlungsnahen Bereichen „gerne dabei“, ebenso sein FW-Kollege Dieter Jäger, der das Ansinnen als „charmant“ bezeichnete. Auch Grünen-Stadträtin Marion Juniec-Möller stimmte zu, bedauerte aber, dass die Innenstadt nicht stärker begrünt werde. Im Laufe der Jahre sei diese „immer grauer“ geworden, sagte Grünen-Stadträtin und erntete Widerspruch von der CSU. Ein „Blödsinn sondergleichen“ sei das, entgegnete Wopperer und verwies auf den Umbau der Augustin-Straße, die vorher ganz anders ausgesehen habe.

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