MyMz
Anzeige

Ehrung

Schwandorfs ausgezeichnete Bürger

Maximal 30 Schwandorfer dürfen die Bürgermedaille tragen. Jetzt nahm OB Feller wieder neun in den illustren Kreis auf.
Von Bettina Mehltretter

Bei der Ehrung (von links nach rechts): Bürgermeisterin Ulrike Roidl, Cornelia Horsch, Reiner Debernitz, Erwin Mayer, Anneliese Brock, Prof. Kurt Seibert, Roswitha Mohler, OB Andreas Feller, Hubert Döpfer, Karl Schanderl, Bürgermeisterin Martina Engelhardt-Kopf, Wolfgang Nowak und Landrat Thomas Ebeling. Foto: Bettina Mehltretter
Bei der Ehrung (von links nach rechts): Bürgermeisterin Ulrike Roidl, Cornelia Horsch, Reiner Debernitz, Erwin Mayer, Anneliese Brock, Prof. Kurt Seibert, Roswitha Mohler, OB Andreas Feller, Hubert Döpfer, Karl Schanderl, Bürgermeisterin Martina Engelhardt-Kopf, Wolfgang Nowak und Landrat Thomas Ebeling. Foto: Bettina Mehltretter

Schwandorf.55 Jahre ist es her, seit der Schwandorfer Stadtrat beschlossen hat, Bürgern die Bürgermedaille zu verleihen, die sich „durch hervorragende Leistungen auf wirtschaftlichem, kulturellem oder sozialem Gebiet (...) besondere Verdienste erworben haben“. An diesem Donnerstagabend war es wieder so weit. Bei einem Festakt im Elisabethenheim, den Schüler der Musikschule Schwandorf feierlich umrahmten, überreichte Oberbürgermeister Andreas Feller neun Bürgermedaillen. Er sagte den Geehrten damit Dank für ihren verantwortungsvollen und selbstlosen Einsatz für andere und das Gemeinwesen. Sie seien Vorbilder, „wie wir sie in unserer schnelllebigen Zeit mit vielen fragwürdigen Idolen dringend benötigen“.

Diese neun Persönlichkeiten wurde ausgezeichnet:

Anneliese Brock: Sie gründete Schwandorfs Eltern-Kind-Initiative

Bei der Verleihung der Bürgermedaillen würdigte OB Andreas Feller Anneliese Brock für ihr 25-jähriges Engagement im Ehrenamt. 1994 hatte sie die Eltern-Kind-Initiative gegründet und Schwandorfs erste Kinderkrippe für unter Dreijährige eingerichtet. „Sie waren Ihrer Zeit weit voraus“, so Feller. Zunächst betreuten Ehrenamtliche die Kinder. Heute gibt es eine zweite Krippe und angestellte Erzieher. Zudem engagiert sich Brock etwa als Sprachpatin, als Integrationshelferin für Flüchtlinge und als Abteilungsleiterin beim SC Ettmannsdorf.

Erwin Mayer
Erwin Mayer

Reiner Debernitz: Die Stadt verdankt dem Globus-Chef viel


335 Mitarbeiter hat das Globus-Warenhaus zurzeit, 112 sind noch Mitarbeiter der ersten Stunde. Darauf, sagte Feller, könne Geschäftsführer Reiner Debernitz – ebenfalls von Beginn an dabei – zu Recht stolz sein. Die Medaille erhielt er aber auch für seinen ehrenamtlichen Einsatz. Seit Jahren spendet er großzügig an Institutionen, Vereine und für Veranstaltungen. Er macht sich für Menschen in Notlagen und für Randgruppen stark, etwa über das BRK, die Tafel oder die Wunschzettel-Aktion des Schwandorfer Hilfswerks.

Hubert Döpfer: Er und seine Firma sind ein Aushängeschild für Schwandorf


Auch Hubert Döpfer, Gründer der Döpfer-Schulen, trägt nun die Bürgermedaille. Trotz seines deutschlandweiten Erfolgs ist er seiner Heimatstadt treu geblieben. Sein aktuelles Projekt: Er will den Döpfer-Standort „ehemaliges Vereinshaus“ durch einen Neubau ersetzen. Feller betonte, Döpfer habe „die Stadt immer würdig nach außen vertreten und dazu beigetragen, ihr Ansehen zu mehren“. Seit 2014 setzt sich der Unternehmer auch als Vorsitzender des IHK-Gremiums für die Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort ein.

Cornelia Horsch: Sie leistet Großes für Kultur und Soziales


Cornelia Horsch ist Mitglied der Geschäftsführung der Horsch Maschinen GmbH. Daneben engagiert sie sich im kulturellen und sozialen Bereich. Sie ist Motor der Konrad-Max-Kunz-Fördervereinigung und der Musikakademie, aus der inzwischen die Musikschule Schwandorf hervorging. Horsch setzt sich unter anderem auch für die Mennonitengemeinde und für die „Initiative SAD“ ein, die Migranten eine Perspektive verschaffen will.

Musik

Schwandorf schenkt sich eine Musikschule

Aus der Musikakademie wird eine kommunale Einrichtung. Die erste Geige spielt die Stadt – zumindest bei der Finanzierung.

Erwin Mayer: Der Chef des Oberpfälzer Waldvereins

Seit der Gründung des Oberpfälzer Waldvereins ist Erwin Mayer dessen Vorsitzender. Unermüdlich arbeitet er dafür, Traditionen sowie Natur- und Kulturgüter zu bewahren. Dank Mayers Einsatz ist die Blasturmglocke nach Jahrzehnten wieder zurück an ihrem angestammten Platz gekehrt, lobte Feller. Auch bei der Sanierung des Türmerhauses war Mayer die treibende Kraft. Ohne ihn „wäre das Türmerhaus als Wander- und Pilgerstation nie Realität geworden“, hieß es in der Laudatio.

Projekt

Blick in die gute Stube beim Blasturm

Willkommen in der Wander- und Pilgerstation: Der Oberpfälzer Waldverein in Schwandorf hat das Türmerhaus fertig eingerichtet.

Roswitha Mohler: Ein Engel für Schwandorfs Kinder


Roswitha Mohler hat einen proppenvollen Terminkalender. Seit 1992 engagiert sie sich an der Spitze der ARGE Jugend und gestaltet dabei unter anderem maßgeblich das Ferienprogramm. „Die Kinder- und Jugendarbeit ist einfach mein Leben“, erklärte sie bei der Verleihung der Bürgermedaillen. Außerdem ist sie in Klardorf – oft in verantwortungsvollen Positionen – bei den „Falken“, bei der Arbeiterwohlfahrt, in der Kirchengemeinde und im Kirchenchor aktiv. Darüber hinaus hilft sie bei der Schwandorfer Tafel und beim VdK-Reisedienst.

Wolfgang Nowak: Aktiv gegen die WAA und für Flüchtlinge


Wolfgang Nowak war Mann der ersten Stunde im Kampf gegen die WAA. Bis heute machte er sich als Archivar des Widerstands verdient. Mit viel Aufwand sammelte er Fotos und Dokumente und organisiert die Andachten am Franziskusmarterl mit. Der Fronberger war auch einer der ersten Schwandorfer, die sich für Flüchtlinge eingesetzt haben. Viele Vereine sind ebenso froh über seine Unterstützung.

Widerstand

Der sanfte Kämpfer gegen die WAA

30 Jahre nach dem Aus spricht Wolfgang Nowak (69) über Verzweiflung, Hoffnung und Euphorie beim Widerstand gegen die WAA.

Karl Schanderl: Großer Einsatz für den ASV Fronberg


Seit 72 Jahren ist Karl Schanderl Mitglied beim ASV Fronberg. Zehn Jahre war er Geschäftsführer, 29 Jahre 1. oder 2. Abteilungsleiter und 14 Jahre Kegler-Sportwart. Unter seiner Ägide hat sich der ASV sportlich weiterentwickelt. Auch den Bau des Keglerheims stieß er an. Während seiner Tätigkeit beim Eisenwerk kämpfte Schanderl als Betriebsrat für die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Mitarbeiter.

Professor Kurt Seibert: Ein Leben für die Musik

Professor Kurt Seibert ist weder in Schwandorf geboren, noch lebt er hier. Dennoch arbeitet er seit 20 Jahren mit dem Oberpfälzer Künstlerhaus zusammen. 2020 organisiert er zum 14. Mal Schwandorfs Klavierfrühling. Immer engagiert er renommierte Künstler und Wissenschaftler. Die Bürgermedaille erhielt er für sein „langjähriges und erfolgreiches Wirken um die Musikkultur und der damit verbundenen Steigerung des Ansehens des Oberpfälzer Künstlerhauses“, erklärte Feller.

Kurt Seibert selbst sprach am Ende des Festakts stellvertretend für alle Geehrten Dankesworte. „Die Verleihung der Bürgermedaille ist eine große Ehre – dessen sind wir uns bewusst“, betonte er. Er blickte aber auch auf die Verdienste vieler anderer, die die Stadt so liebenswert machen. Die Medaille sei für alle ein Ansporn, weiterzumachen.


Mehr Bilder vom Festakt sehen Sie hier:

Stadt Schwandorf verleiht Bürgermedaillen

Weitere Nachrichten aus Schwandorf finden Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht