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Schwandorfs CWG forciert Holzbauweise

Die Christliche Wählergemeinschaft will ein Umdenken forcieren; positive Folgen für Region und Landwirtschaft.
Von Dietmar Zwick

Die Christliche Wählergemeinschaft Schwandorf besuchte die Firma Holzhaus Richard Kurz in Schwarzenfeld.  Foto: DIETMAR ZWICK
Die Christliche Wählergemeinschaft Schwandorf besuchte die Firma Holzhaus Richard Kurz in Schwarzenfeld. Foto: DIETMAR ZWICK

Schwarzenfeld.Die Christliche Wählergemeinschaft Schwandorf (CWG) hat die Firma Holzhaus Richard Kurz in Schwarzenfeld besucht. Hierzu begrüßte Vorsitzender Manfred Wendl den Hausherrn Richard Kurz, Kreisrat Jürgen Neuber sowie die Mitglieder und Gäste aus nah und fern, die sich für Holzbau interessieren. Bauen und Wohnen, insbesondere die Förderung und Beratung von Holzbauweise, den sie in ihrem Wahlprogramm aufgenommen haben, führte sie zu dieser Betriebsbesichtigung.

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Kurz gab Einblicke und Informationen zu seinem Betrieb, den er 1997 in einen Bauernhof mit einem Auto und Anhänger gegründet hatte. Nachdem alles aus den Nähten platzte, übernahm er die Firma Stangl, die 2004 Konkurs gegangen war. Seit dieser Zeit schreibt das Unternehmen nach anfänglich kleineren Problemen eine Erfolgsgeschichte. Denn in den letzten neun Jahren konnte Holzhaus Kurz, das zu den größten Holzbaubetrieben der Oberpfalz zählt, 200 Häuser produzieren und aufstellen. Kurz sagte, dass das Thema Holzbau auf politischer Ebene aktuell in aller Munde sei.

Recycling ein großes Thema

Der Baustoff Holz sei eine Ressource und der einzige Baustoff, der nachwachse – also mit der besten Ökobilanz. In Bayern wachsen durch nachhaltige Forstwirtschaft jährlich 29,5 Millionen Kubikmeter Holz nach. Die komplette bayerische Holzindustrie verarbeitet im Jahr 28,1 Millionen Kubikmeter Holz. So kommen jährlich 1,4 Millionen Kubikmeter ungenutzt dazu. Für ein Einfamilienhaus benötige man zwischen 38 und 45 Kubikmeter Holz, wobei seine Maschinen mit äußerst wenig Verschnitt auskommen. Kurz informierte, dass die Zementproduktion zu den größten CO2-Erzeugern zähle. Auch Recycling sei ein Riesenthema. So könne ein Holzhaus komplett recycelt und die Stoffe einer neuen Verwendung zugeführt werden, denn zu den größten Entsorgungsproblemen gehöre der Bauschutt.

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Weiterhin zeigte Kurz auch die Anforderungen auf, die an ein Holzhaus gestellt werden. Die seien der Schall- und Brandschutz sowie der Witterungsschutz und die Wärmeisolation. Zum Brandschutz erklärte Kurz, dass ein Bauherr in Wackersdorf eine Firmenhalle in Stahlbauweise errichten wollte. Hierfür bekam er Auflagen in Sachen Brandschutz wie Sprinkleranlage mit Aufschaltung auf die Feuerwehr, was hohe Kosten mit sich gebracht hätte. Dann entschloss er sich, die Halle in Holz errichten zu lassen. Die Auflage – vier Feuerlöscher.

Darüber hinaus könne mit Holzbau mehr Wohnraum im Vergleich zum Ziegelbau gewonnen werden, weil die Außenwände um mehr als elf Zentimeter dünner ausfallen, da der K-Wert bei Holz besser sei. So gewinne man bei gleichen Außenmaßen sechs bis zehn Quadratmeter Wohnfläche, was sich bei 2500 Euro Baupreis je Quadratmeter auch finanziell auswirke. Zudem sei ein Holzhaus bestens für Allergiker geeignet. Man habe eine kurze Bauzeit, keine Trocknungszeiten, behagliche Wohnatmosphäre und jedes Haus werde nach den individuellen Wünschen des Bauherrn gefertigt, betonte Richard Kurz.

Die Region stärken

Manfred Wendl stellte heraus, dass sich vermehrter Holzbau auch positiv auf die Landwirtschaft auswirke. In Sachen CO2-Bilanz habe Holz hervorragende Eigenschaften wie eine ökologische Bauweise. Zudem könne man auf eine Handwerkerleistung vor Ort setzen, womit die Region gestärkt werde, was in Zukunft für den Landkreis enorm wichtig sei.

CWG-Themen

  • Familie und Soziales:

    Qualität der Kinderbetreuung steigern, Homeoffice-Arbeitsplätze für Landkreismitarbeiter, Storchenprämie auf Kreisebene sowie eine Aufstellung von Fach- und Hausärzten als Überblick im Landkreis

  • Umwelt und Nachhaltigkeit:

    Beratungsstelle für ökologisch sinnvolle Gartengestaltung, Energietechnologisches Zentrum und Förderung von kommunalen Gärten

Manfred Wendl appellierte an die Landwirtschaft, auch in ihren Bauten wieder mehr Holz einzusetzen, wenn möglich auch ihr eigenes. Ein Ziel müsse es zudem sein, die Bürokratie abzubauen; außerdem nannte der Vorsitzende die Verhinderung der Bonpflicht. Zudem müsse bei den Kommunen ein Umdenken einsetzen, dass mehr die Holzbauweise forciert werde, denn nur als Brennstoff sei Holz zu schade, betonte Wendl.

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