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Region Schwandorf
Mittwoch, 18. Juli 2018 27° 1

Schwarzhofen

Schwarzachaue – Naturjuwel vor der Haustür

Die attraktive Kulturlandschaft rund um Schwarzhofen bietet Gästen und Einheimischen viele Möglichkeiten zur Erholung.

Braunkehlchen Foto: Frank Derer
Braunkehlchen Foto: Frank Derer

Schwarzhofen.. Besonders die Schwarzach prägt dabei große Teile des Gemeindegebiets. Der weitgehend unverbaute Flusslauf, zahlreiche Altwässer und Flutmulden sowie große Feuchtwiesenkomplexe sind auch für die selten gewordenen Wiesenbrüter die letzten Lebensräume.

Auch deswegen ist die Schwarzachaue als sogenanntes „NATURA 2000“-Gebiet an die EU gemeldet. In diesen Gebieten sollen die vorhandene biologische Vielfalt erhalten und wildlebende Pflanzen, Tiere sowie natürliche und naturnahe Lebensräume geschützt werden. Noch kommen hier Raritäten wie Blaukehlchen und Braunkehlchen vor. Weitere Wiesenbrüter, wie Bekassine und Kiebitz sind schon fast verschwunden. Es fehlen Brutnachweise.

Bayernweit sind deutlich Bestandsrückgänge bei Wiesenbrütern in den letzten Jahrzehnten festzustellen. Sie gelten als am stärksten gefährdete Vogelgruppe. Deswegen wurde ein spezielles Artenhilfsprogramm vom Landesamt für Umwelt ins Leben gerufen.

Das Braunkehlchen z.B. ist inzwischen vom Aussterben bedroht. Dokumentiert wurde dieser starke Rückgang auch für den Landkreis Schwandorf mit einem Rückgang von etwa 80 Prozent in den letzten Jahren.

Umso wichtiger ist es, diese selten gewordenen Arten auf den wenigen verbliebenen Restflächen auf keinen Fall zu gefährden und sie in der Brutzeit von Mitte März bis Mitte August nicht zu stören.

„Wiesenbrüter wie das Braunkehlchen, der Kiebitz oder die Bekassine sind sehr empfindlich vor allem während der Brutzeit“, erläutert Felicitas Lubinski von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Schwandorf. „Auch weitere Vogelarten wie die Feldlerche oder der Weißstorch gehen hier auf Futtersuche“, ergänzt Wolfgang Hermann vom Landesbund für Vogelschutz. Zum Schutz der Wiesenbrüter wird gebeten, zwischen dem 15. März und 15. August, auf den ausgewiesenen Wanderwegen zu bleiben und die Hunde anzuleinen. Das schreibt auch der Markt Schwarzhofen in seinem aktuellen Amtsblatt.

Der erste Bürgermeister des Marktes Schwarzhofen, Maximilian Beer, ergänzt, „ich freue mich über die Raritäten hier an der Schwarzachaue und hoffe, dass die Hunde an die Leine genommen werden, um das seltene Wiesenbrütervorkommen mit zu unterstützen.

Erläuternde Tafeln vom Naturpark Oberpfälzer Wald mit Unterstützung des Marktes Schwarzhofen und der Unteren Naturschutzbehörde stehen bei Girnitz und Schönau.

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