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Region Schwandorf
Montag, 23. April 2018 21° 8

SCHWARZENFELD

Schweinepest als ein zusätzliches Problem

Die Jagdgenossenschaft Schwarzenfeld erlegte im ruhigen Jagdjahr 2017 15 Rehe, einen Hasen und 28 Enten.

SCHWARZENFELD.Die Jagdgenossenschaft Schwarzenfeld beschloss in der Jahreshauptversammlung, den Wegebau in den Fluren „Mies“, „Am Aigen und „In der Buich“ 2018 fortzusetzen. Vom Jagdpachtschilling werden dazu 1000 Euro bereitgestellt. Die Anlage von Wildäckern wird gefördert. Angeschafft wird ein neuer Holzspalter. Bei der Versammlung im Vereinsheim der Schäferhundezüchter sah Jagdvorstand Willi Fick in der Afrikanischen Schweinepest eine neue Herausforderung, der sich die Landwirtschaft neben den bereits bestehenden, wie Schwarzwild, Biber, Borkenkäfer oder Wildgänse stellen muss.

Im „Mies“ wurden für den Wegebau 1600 Euro eingesetzt. Er muss von den Landwirten in Eigenleistung bewerkstelligt werden, obwohl die Wege auch durch schweres Gerät von Firmen in Mitleidenschaft gezogen werden und Fremdleistungen durch Einsatz eines Gräters anfallen.

Finanziell günstiger kommt der neue Jagdkataster nicht digital, sondern in Papierform. Er kostet nur 50 Euro. Ausgewiesen werden eine Jagdfläche von 559 Hektar und 232 Jagdgenossen – einer mehr als bisher. Zur Erstellung des Verbissgutachtens hat die Forstverwaltung Flächen am Tegelweiher und im „Gsaten Hölzl“ erfasst. Fick hob die gute Zusammenarbeit mit der Vorstandschaft und dem Jagdpächter hervor und bedankte sich für das Jagdessen.

In der regen Diskussion wurde die Einzäunung von Brunnenanlagen, wie beispielsweise im „Mies“ in Frage gestellt. Hase oder Fuchs finden sowieso einen Durchschlupf, dem Reh werden wichtige Äsungsflächen verwehrt, hieß es. Ein weiteres Thema war der Rückgang beim Niederwild. Es wurde sich dagegen verwehrt, dass dieser von Tierschützern gerade der Landwirtschaft angelastet wird. Schuld sei besonders der hohe Bestand an Greifvögeln oder auch der Lärm, der das „Gsate Hölzl“ als Rückzugsgebiet beeinträchtige.

Jagdpächter Andreas Bauer berichtete von einem ruhigen Jagdjahr und einem guten Verhältnis mit den Jagdgenossen. Der Rehwildabschuss von 15 Tieren wurde erfüllt, davon sechs Fallwild. Erlegt wurden ein Hase und 28 Enten. Das Revier blieb von der Wildschweinplage verschont.

Hegeschau der Kreisgruppe Nabburg ist am 22. April im Zehentstadl in Nabburg. (sss)

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