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Verkehr

Schwertransport rollt zum Umspannwerk

Der 528-Tonnen-Schwertransport benötigt für seine Reise aus Holland nach Schwandorf insgesamt 53 Tage. Am Montag kommt er an.

Ein Schwertransport wird Montag spät abends durch Schwandorf rollen. Symbolfoto: Benjamin Liss/dpa
Ein Schwertransport wird Montag spät abends durch Schwandorf rollen. Symbolfoto: Benjamin Liss/dpa

Schwandorf.Das Umspannwerk Schwandorf ist ein zentraler Dreh- und Angelpunkt für die Energieversorgung der Oberpfalz. In Schwandorf wird derzeit der bestehende und künftig der neue Ostbayernring mit der unterlagerten 110-kV-Spannungsebene der Bayernwerk Netz GmbH verbunden. Der Umbau des Umspannwerks Schwandorf zur Einbindung des neuen Ostbayernrings hat im Frühjahr 2019 begonnen und geht mit großen Schritten voran. Wie von TenneT TSO GmbH mitgeteilt wurde, liefert die Speditionsfirma an diesem Montag um ca. 23.30 Uhr den neuen Smit-Direktkuppeltransformator per Schwertransport von Nijmegen in den Niederlanden nach Schwandorf.

Vom Müllkraftwerk zum Umspannwerk

Von Nijmegen aus gelangt der Transformator zunächst auf dem Wasserweg in den Binnenhafen Nürnberg. Ab Nürnberg wird der 273-Tonnen-Koloss per Schiene bis zur Müllverbrennungsanlage in Schwandorf transportiert. Die letzten Meter zwischen dem Müllkraftwerk und dem Umspannwerk Schwandorf legt der Transformator per Straßenschwertransport zurück. Die Route geht über die Alustraße, den Fichtenweg über die Dachelhofer Straße und das Bayernwerk ins Umspannwerk. Auf der Route sind für die Dauer des Vorhabens Halteverbotszonen eingerichtet. Straßensperrungen sind nicht vorgesehen.

Zahlen und Fakten

  • Methode:


    Für einen reibungslosen und sicheren Transport per Wasser, Schiene und Straße wird der Transformator zwischen zwei 13-achsige Wagenhälften eingebunden. Insgesamt erreicht das Umspannwerk Schwandorf somit ein 528 Tonnen- Schwertransport.

  • Dauer:

    Für die insgesamt rund 712 Kilometer lange Strecke ist der Schwertransport mit verschiedenen Zwischenlagerungen 53 Tage unterwegs.

Im Zusammenhang mit dem Umbau des Ostbayernrings wird seit Frühjahr 2019 das bestehende Umspannwerk Schwandorf im laufenden Betrieb erneuert und erweitert. Das Umspannwerk kann – wie der Ostbayernring – nicht über einen längeren Zeitraum abgeschaltet werden, damit die Stromversorgung in der Region gewährleistet bleibt. Alle bestehenden Anlagenkomponenten werden daher in mehreren Bauabschnitten jeweils demontiert, neu errichtet und wieder in Betrieb genommen. Der Umbau des Umspannwerks Schwandorfs soll 2023 abgeschlossen sein.

Ein Transformator ist mittlerweile zu alt

Das Umspannwerk wird um etwa 3 500 Quadratmeter innerhalb der TenneT-eigenen Flächen erweitert. Jedoch wird die Anzahl der sogenannten Schaltfelder reduziert. Ein Teil der Schaltfelder dient dazu, die elektrische Energie durch die angeschlossenen Transformatoren in eine andere Spannungsebene umzuwandeln. Einer der beiden großen Transformatoren im Umspannwerk Schwandorf wird aufgrund seines Alters nun durch ein neues Gerät ersetzt. Alle neu geplanten Transformatoren und Spulen werden mit Schallschutzeinhausung geplant, um die Geräuschemissionen zu minimieren, d.h. das neue Umspannwerk Schwandorf wird deutlich leiser.

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