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Kirche

Schwester Teresa begeisterte

Etwa 200 Zuhörer folgten der Einladung von St. Vitus und St. Josef, die zum Vortrag von Teresa Zukic in die Pfarrei einluden.

In fünf Schritten gab Schwester Teresa Tipps für ein erfülltes Leben und sorgte außerdem für viele Lacher. Foto: Bachfischer
In fünf Schritten gab Schwester Teresa Tipps für ein erfülltes Leben und sorgte außerdem für viele Lacher. Foto: Bachfischer

Burglengenfeld.Schwester Teresa ist kein unbeschriebenes Blatt. Sie ist Millionen durch ihre Fernsehauftritte, Musicals, Gottesdienste, Vorträge und Bücher bekannt. Die Religionspädagogin und katholische Ordensfrau verbindet Redetalent, Humor, Offenheit und Begeisterung am Glauben zu einer mitreißenden Persönlichkeit. Sie ist eine gefragte Gastrednerin bei Unternehmern, Verbänden, christlichen Gemeinden und hält jährlich über 150 Vorträge. Mit Schwester Teresa Zukic wird der Glaube zum Abenteuer. Als skateboard-fahrende Nonne wurde sie in ganz Deutschland bekannt und seither begeistert die Powerfrau Menschen für ein aufregendes und lebendiges Christsein. In ihrem Vortrag „Abenteuer Christsein“ bringt sie ihre Botschaft auf den Punkt: Glaube kann das eigene Leben verwandeln.

„Mein Leben ist mein Hobby“, beginnt sie strahlend ihren Vortrag in der Pfarrkirche St. Josef und erläutert in ihrem Vortrag die fünf Schritte zu einem erfüllten Leben. Der erste Punkt ist Freundschaft mit sich selbst halten und sich selbst lieben. Hier betont sie besonders Jesus, der sich für seine geliebten Menschen opferte und die Freiheit des Menschen als Geschenk Gottes. „Gott ist ein Gentleman“, erklärt Schwester Teresa, so dass jeder an ihn freiwillig glauben könne. Mit solchen Aussprüchen trifft sie den Nerv aller Zuhörer und bringt das Thema Glaube auf eine moderne Ebene, die jeder im Alltag wiederfinden kann.

So verhält es sich auch mit dem zweiten Punkt: Bibel nicht nur lesen – Bibel werden. Aus der Geschichte der Ehebrecherin, über die Jesus richten soll, wird Schwester Teresas persönliches „Anti-Stress-Evangelium“ und das Publikum wartet gespannt, was es damit auf sich hat. Das Ende kennen alle: Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein. Doch Schwester Teresa will auf Folgendes hinaus: Jesus setzt sich auf den Boden und malt im Sand, bis er eine kreative Lösung findet. „Ich weiß nicht, woher der Mensch meint, immer alles sofort lösen zu müssen“, sagt Schwester Teresa.

Das „Anti-Stress-Evangelium“

In Interaktion mit dem Publikum manifestiert sie ihr „Anti-Stress-Evangelium“, denn „die besten Ideen hat der Mensch, wenn er entspannt ist“; darauf laufen auch die Antworten der Zuhörer hinaus. Der dritte Schritt lautet kurz und knapp Gott loben. „Fünf Minuten am Tag“, erklärt sie, „ohne Hintergedanken einfach Gott loben. Ansonsten wird Beten und der Kirchenbesuch zu einem Gewohnheitsbesuch, wie wir ihn alle kennen.“

Der vierte Schritt ist, Ungewöhnliches gegen die Gewohnheit tun. Sie appelliert an die Zuhörer, etwas Verrücktes zu tun. „So kriegen wir Esprit und Dynamik“, sagt sie und fährt fort, „was man in einem Leben nicht an Zufriedenheit erlangt, schafft man auch nicht in 500 Jahren. Im Grunde genommen sehnt sich jeder nach Zuwendung und Anerkennung.“ Gesagt, getan. Angehalten, seinen Nächsten Anerkennung und Zuwendung zu schenken, startet in der Kirche eine Umarmungsrunde, die gar nicht mehr enden will. Die Stimmung hat ihren Höhepunkt erreicht, ehe die Schwester ihren Zuhörern zwei Hausaufgaben mit auf den Weg gibt: „Einen Menschen umarmen und fest drücken und einen fremden Menschen anlächeln.“

Vergebung als Bereicherung

Als letzten Punkt stellt sie die Vergebung vor. „Segnet die, die euch verfluchen“, rät Schwester Teresa und weist darauf hin, wie paradox das klingt, aber warum es doch so funktioniert und zur eigenen Bereicherung führt, „so stimmt das Verhältnis zu Gott wieder“. Zum Thema Neid als Anerkennung sagt sie: „Das ist doch das Schöne – Gott liebt jeden am allermeisten.“

Rhetorisch brillierte Schwester Teresa an diesem Abend. Sie brachte ihr Publikum dabei mehr als einmal zum Lachen und zeigte Qualitäten als Entertainerin, denn gekonnt warf sie die Pointen aus ihrem persönlichen Erfahrungsschatz ein. Anschließend signierte sie ihre Bücher in der heiteren Atmosphäre im Foyer der Pfarrkirche, während die Zuhörer vom Pfarrgemeinderat der beiden Pfarreien eingeladen wurden, bei einem Getränk ins Gespräch zu kommen und sich über die Botschaften des Vortrags auszutauschen.

Leben: Schwester Teresa wurde 1964 in Slavonski Brod in Kroatien geboren. 1996 erhielt sie die Deutsche Staatsbürgerschaft.

Laufbahn: Schwester Teresa wuchs in Weinheim auf und besuchte nach dem Abschluss auf der Realschule ein Wirtschaftsgymnasium. Außerdem wurde sie hessische Meisterin am Schwebebalken sowie badische Meisterin im Mehrkampf.

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