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Sie sind Vorbilder für viele andere

Die Feuerwehr Schwandorf ist jederzeit einsatzbereit. Einige Aktive wurden als beispielhaft für die Gesellschaft gelobt.
Von Dietmar Zwick

Die Geehrten mit OB Andreas Feller, Kreisbrandrat Robert Heinfling und stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch (hinten Mitte v. l. )  Foto: DIETMAR ZWICK
Die Geehrten mit OB Andreas Feller, Kreisbrandrat Robert Heinfling und stellvertretendem Landrat Joachim Hanisch (hinten Mitte v. l. ) Foto: DIETMAR ZWICK

Schwandorf.Am Freitag erhielten in der Spitalkirche Kameraden das Feuerwehr-Ehrenzeichen für 25 und 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst. SBM Klaus Brunner konnte hierfür nicht nur die zu Ehrenden, sondern auch Ehrengäste und das Fronberg Quintett, für die musikalische Umrahmung begrüßen. „Es ist eine sehr lange Zeit, in der die zu Ehrenden viele Entbehrungen auf sich nahmen, um für den Anderen einzustehen“, sagte SBI Helmut Mösbauer.

Er zollte allen seinen Respekt für ihre erbrachte Leistung, egal, an welcher Stelle sie stehen. Nicht nur jene seien gemeint, die an vorderster Front stehen und den Brand bekämpfen, sondern auch die, welche die Arbeiten drumherum erledigen. Sie lassen alles liegen und stehen, sind bereit, egal wann der Funkwecker ertönt, um anderen zu helfen. Mösbauer wünschte allen alles Gute und hoffte, dass sie weiter bei der Stange bleiben, denn die Feuerwehr sei die wichtigste Vereinigung, die es innerhalb der Vereine gebe. Sie seien diejenigen, die retten, schützen, löschen und bergen, also andere aus der Gefahr herausholen.

Vorschau

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Stellvertretender Landrat Joachim Hanisch hob es als sehr positiv heraus, Leuten zu danken, die sich nicht nur durch langjährige Mitgliedschaft in einem Verein auszeichnen, sondern durch aktive Tätigkeit. Es sei nicht selbstverständlich, aktiver Feuerwehrmann zu sein und bereit zu sein auszurücken, wenn Hilfe notwendig ist. Dies alles geschehe ehrenamtlich. Es sei somit ein unwahrscheinlich wichtiges Ehrenamt, wofür Hanisch seinen Dank aussprach. „Wir sind stolz auf Leute, wie Sie es sind“. Werde über Vorbilder in der Gesellschaft gesprochen, dann werden Fußballspieler oder auch Schauspieler genannt. Doch es wäre besser, jene als Vorbilder zu bezeichnen, die wirklich im Ehrenamt aktiv und jederzeit bereit sind, der Allgemeinheit zu helfen.

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Diese Auszeichnung könne bei weitem nicht das entgelten, was die Kameraden geleistet haben. Es sei nur eine kleine Geste für ihre hervorragende Tätigkeit. Sie stünden nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit, sondern seien ganz unauffällig, dafür besonders wirkungsvoll. Nach Angaben des Feuerwehrverbands wären es fünf Milliarden Euro, die die Kommunen an finanziellen Mitteln aufbringen müssten, um ihre Tätigkeit mit Geld auszugleichen. Dass es freiwillig passiere, sei Verdienst der Feuerwehrleute. Hanisch dankte allen und bat, dass alle weitermachen mögen.

„Sie sind Vorbilder für die gesamte Gesellschaft“. OB Andreas Feller betonte, es mache ihn stolz, wenn Feuerwehrkameraden ausgezeichnet werden können. Sie seien in einem der respektiertesten Betätigungsfelder aktiv und haben viel geleistet.

55000 Einsatzstunden geleistet

Zur Ehrenamtskarte in Gold legt die Stadt Schwandorf für die Geehrten mit 40 Jahren je einen Gutschein für den Partner bei, um damit für eine Woche ins Feuerwehrheim nach Bayrisch Gmain zu fahren. So könne man die Person mitnehmen, die am meisten Verzicht durch die vielen Einsätze erleiden musste. „Machen Sie weiter so, denn Sie sind ein Vorbild für die vielen Kameraden, die ihren Dienst bei der Feuerwehr verrichten“. Angesichts der Kinder- und Jugendfeuerwehr, sei OB Feller nicht angst und bang, dass es auch in Zukunft ein funktionierendes Feuerwehrwesen in Stadt und Landkreis gebe.

Die Geehrten

  • 25 Jahre:

    Roland Graßl (Büchelkühn), Ramona Radlinger und Petra Schmidt (beide Krondorf), Markus Jäger (Ettmannsdorf) und Holger Roidl (Schwandorf)

  • 40 Jahre:

    Johann Ertl (Fronberg) sowie Raimund Tauer und Konrad Falter (beide Dachelhofen)

  • Ehrenmedaille:

    Melanie Hipke (Sachbearbeiterin für das Feuerwehrwesen Stadt Schwandorf)

Hätten wir die Einsatzkräfte in den letzten Jahrzehnten nicht gehabt, hätte es in der Gesellschaft wohl größere Probleme gegeben, betonte KBR Robert Heinfling. „Wer sei heute noch gewillt, sein Leben für andere aufs Spiel zu setzen“?, fragte der Kreisbrandrat. „Mehr als 55000 Einsatzstunden wurden 2019 im Landkreis Schwandorf mit 5891 Aktiven bei rund 4000 Einsätzen von 161 Feuerwehren geleistet und Sie waren mit dabei.“

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