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Genuss

Slow Food mit heimischen Fischen

Das Oberweiherhaus in Klardorf ist seit 200 Jahren in Familienbesitz. Fischwirt Marco Mulzer kredenzte ein Drei-Gänge-Menü.

Marco Mulzer servierte dem Slow-Food-Regionaltisch Schwandorf als Vorspeise eine Räucherfischvariation. Foto: sev
Marco Mulzer servierte dem Slow-Food-Regionaltisch Schwandorf als Vorspeise eine Räucherfischvariation. Foto: sev

Schwandorf.Die Schwandorfer Slow-Food-Gruppe unter der Leitung von Christoph Wünsch kam auf dem Fischhof Mulzer bei Klardorf zusammen. Dort wurde sie von Fischwirt Marco Mulzer begrüßt.

Mulzer (33) hat vor zwei Jahren das Anwesen Oberweiherhaus übernommen. Er macht sich viele Gedanken darüber, den Betrieb zukunftsfähig zu gestalten. Mit einer Teichfläche von 70 Hektar produziert Mulzer jährlich 50 Tonnen Fisch, das entspricht etwa 200 000 Fischen. Bei einem Rundgang über die Teichanlagen sprach der junge Landwirt, der gelernter Maschinenbauer ist, über die heimischen Fischarten wie Saibling, Karpfen und Zander und deren aufwendige Aufzucht, Bewirtschaftung und Pflege. Anschließend kehrte die Gruppe für ein Drei-Gänge-Menü in eine Fischerhütte am Rande der Teichanlage ein.

Genuss

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Serviert wurde als Vorspeise eine Räucherfischvariation, als Hauptgang konnte gewählt werden zwischen einem gebackenen Saiblingsfilet oder einem gegrillten Saibling (Steckerlfisch), jeweils mit hausgemachtem Kartoffelsalat. Zur Nachspeise gab es dann noch Kaffee und Küchel. Das Anwesen Oberweiherhaus gehört der Familie Mulzer seit mehr als 200 Jahren. Ein Georg Mulzer war der erste Besitzer dieses Nachnamens, nachdem er den landwirtschaftlichen Betrieb 1795 von Herzog Karl Theodor von Bayern erworben hatte.

Vermarktung

  • Partnersuche:

    Mulzer beliefert den Großhandel und Kunden in ganz Deutschland, möchte aber noch mehr Partner in der Gastronomie finden, um die Vermarktung regionaler zu gestalten. Er selbst sieht sich auf einem guten Weg. Seine Pläne betreffen auch ein Gebäude unweit des Fischhofs, das er für den Betrieb umbauen will – auch um dort ein eigenes gastronomisches Angebot zu entwickeln.

  • Slow Food:

    Der Regionaltisch trifft sich das nächste Mal am 14. November zur Schlachtschüssel auf dem Brunnerhof.

Nachfahre Marco Mulzer bewirtschaftet den Hof in der siebten Generation. Mit 70 Hektar nimmt die Teichwirtschaft die meiste Fläche ein, dazu kommen aber 60 Hektar Ackerbau, 20 Hektar Forstwirtschaft und die Erzeugung von Energie über Photovoltaik, die mit 1,5 Megawatt zu Buche schlägt.

Fischzucht, Fischhandel und Veredelung sind die drei Standbeine der Teichwirtschaft, die durch die Futtermittelerzeugung auf eigenen Felder gestützt wird. Vorwiegend werden durch die Familie Mulzer und ihre Mitarbeiter Karpfen gezüchtet und verkauft, aber auch Forellen und Saiblinge machen einen wichtigen Teil der Produktion aus; dazu kommen noch Zander und Hechte, die in den Mulzer-Teichen wachsen. Dass die bevorstehende Abfischsaison alle Beteiligten stark beansprucht, ist bei der Größe des Betriebs kein Wunder. (sev)

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