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Region Schwandorf
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Stadtentwicklung

Solarstrom für Marienheim

Der Bauausschuss besichtigte einige Baustellen und stimmte in öffentlicher Sitzung zahlreichen Bauvorhaben zu.
Von Ralf Gohlke

  • Die Verlegung aller Versorgungsleitungen in der Diendorfer Straße ist soweit abgeschlossen. Nach den Pflasterarbeiten an den Parkbuchten kann der Aufbau der Trag- und Feinschicht erfolgen. Foto: R. Gohlke
  • Energieberater Thomas Gollwitzer, vom Institut für Energietechnik. Foto: ggo

Neunburg. Die beiden großen Maßnahmen zum Ausbau von Ortsstraßen boten am Donnerstag einen Grund für Ortstermine der Mitglieder des städtischen Bauausschusses. Ein weiterer Besichtigungspunkt war das neue Blockheizkraftwerk im Marienheim der Spitalstiftung. Dabei ging es auch um die sinnvolle Ergänzung durch eine Photovoltaik-Anlage. Das notwendige Zahlenmaterial dazu vermittelte Energieberater Thomas Gollwitzer vom Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

Baufortschritt leicht verzögert

Bauamtsleiter Georg Keil wies zu Beginn der Ortsbesichtigungen die Mitglieder des Bauausschusses zunächst noch einmal kurz in die Ausbaumaßnahme der Ortsstraße „Am Sonnenschein“ ein. Die Details übernahm Dipl.-Ing Wolfgang Vetter vom Ingenieurbüro Weiß – Beraten und Planen. Vetter erläuterte den Stand der Baumaßnahme, der sich aufgrund einer Reihe von nicht bekannten Rohrleitungen etwas verzögert habe. „Wenn solche Leitungen auftauchen, müssen wir ihnen nachgehen“, sagte der Experte.

Ursache für weitere Verzögerungen seien teilweise auch Stützmauern gewesen, die ohne Fundamente errichtet worden seien, sowie noch fehlende Revisionsschächte. Als wichtig stellte er heraus, dass die Anlieger zu jederzeit ihre Grundstück erreichen konnten, was auch für Rettungsdienste gegolten habe. Mit dem zweiten Bauabschnitt im hinteren Teil werde erst begonnen, wenn die Tragschicht im vorderen Teil fertig sei. Mit dem Abschluss der Maßnahme rechnete er nun bis Ende September.

Wie Wolfgang Vetter vermittelte, habe sich eine ähnliche Problematik mit „anonymen Leitungen“ in der Diendorfer Straße ergeben. Hier wies er besonders auf die noch zu bauenden Parkbuchten und die Leerrohrsysteme hin. Voraussichtlich in der 29. Kalenderwoche solle die Teerung erfolgen.

BayWa baut neue Werkstatt

Einen Blick auf das neue Blockheizkraftwerk warf der Bauausschuss im Keller des Marienheimes. Energieberater Thomas Gollwitzer erläuterte die Leistungsdaten, die bereits erste Einsparungen deutlich werden ließen. Zugleich informierte er über die Lage einer zusätzlichen Photovoltaikanlage zur Ergänzung des Eigenverbrauches. Das detaillierte Zahlenwerk dazu stellte er im Anschluss im Sitzungssaal vor.

Demnach sei die Errichtung von 84 Modulen mit einer Gesamtfläche von circa 136 Quadratmetern und einer Leistung von 23 Kilowatt peak vorgesehen, was eine Jahresleistung von 22 030 Kilowattstunden erwarten ließe. Mit der Amortisierung der rund 28 000 Euro Baukosten sei in etwa zehn bis 12 Jahren zu rechnen. Der Überschuss nach Jahren läge bei rund 16 000 Euro.

2. Bürgermeisterin Margit Reichl unterstrich, dass neben der Erfüllung der Belange des Klimaschutzes auch eine nachhaltige Einsparung an Betriebskosten für das Heim ermöglicht würde. Nur noch 40 Prozent Strom sei dann aus dem öffentlichen Netz zu beziehen. Der Ausschuss billigte die Investition einstimmig.

Ebenfalls keine Einwände hatte der Ausschuss gegen den Neubau einer Druckluftzentrale und geschotterten Pkw-Stellplätzen auf dem Areal der Trolli-GmbH. Sein Einvernehmen erteilte der Ausschuss im Weiteren einer Bauvoranfrage von Johann Baumer zur Errichtung einer Garage mit Holzlege und Wohnung in Penting ebenso, wie der Erweiterung eines bestehenden Wohnhauses in der Dorrerstraße, durch Andreas Scherm.

Einen Teilumbau des Obergeschosses und Errichtung eines Stahlbetonbalkons beantragte erfolgreich Franz Hauser in Seebarn. Den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses beantragte Martina Wellner für ein Baugrundstück an der Neukirchener Straße. Dort sollen vier Wohnungen und ein Friseurgeschäft ihren Platz finden. Diskutiert wurde erneut die Parkplatzsituation an der Neukirchener Straße. Insgesamt 13 Stellplätze sollen auf dem Grundstück errichtet werden. Die Zustimmung war einhellig.

„Darauf haben wir jahrelang hingearbeitet und viele Gespräche geführt“, stellte Bürgermeister Martin Birner zum Bauantrag der BayWa AG heraus. Dem Gremium lag der Bauantrag für den Neubau einer Landtechnik-Werkstatt und dem Neubau einer Unterstellhalle auf dem Areal an der Amberger Straße vor.

Das Werkstattgebäude wurde auf der jetzigen Ausstellungsfläche als zweigeschossiges Bauwerk mit einer Länge von 35 Metern und einer Breite von 18,70 und Wandhöhe von 7,87 Metern geplant. Georg Keil wies darauf hin, dass der Bauwerber die Nachbarbeteiligung in Eigenregie übernehmen werde. Das Vorhaben wurde begrüßt.

Unter „Allgemeines“ gab Stadtrat Walter Drexler einen Dank für die allseits gelobte Neugestaltung des „Kreisels“ an der Schwarzachtalhalle weiter.

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Besichtigungen vor Ort

  • „Am Sonnenschein“:

    „Am Sonnenschein“ werden die Baumaßnahmen erst Ende September enden. Ein Leerrohrsystem wird bei allen Straßensanierungen im Vollausbau eingeplant.

  • Blockheizkraftwerk:

    Das neue Blockheizkraftwerk im Marienheim erfüllt alle Erwartungen.

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