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Lokalpolitik

SPD ist mit Hitzek weiter im Aufwind

Die Mitgliederzahlen beim Burglengenfelder Ortsverein steigen. Bei der Listenaufstellung herrschte euphorische Stimmung.
Von Thomas Rieke

Die SPD Burglengenfeld hat am Donnerstag ihre Liste für die kommende Stadtratswahl aufgestellt. Foto: Rieke
Die SPD Burglengenfeld hat am Donnerstag ihre Liste für die kommende Stadtratswahl aufgestellt. Foto: Rieke

Burglengenfeld.„Genossen“ aus Stadt und Landkreis Regensburg dürften aktuell neidisch auf ihre Parteifreunde in Burglengenfeld blicken: Während die SPD in Regensburg und auf Kreisebene in den letzten Monaten vorwiegend wegen Aus- und Rücktritten für Schlagzeilen sorgte, ist in Burglengenfeld das glatte Gegenteil der Fall. Als hätte die SPD hier nie eine Krise erlebt...

Unter ihrem neuen Hoffnungsträger, Bürgermeisterkandidat Michael Hitzek, hat sich unter den Sozialdemokraten geradezu euphorische Stimmung breit gemacht. Die Zahl der Mitglieder und Sympathisanten steigt – und auf der Kandidatenliste für die Wahlen in 2020 finden sich viele, teils neue Gesichter, die ihre Motivation mit der „supercoolen Truppe“ erklären.

Größtmögliche Zustimmung für fast alle

Die Aufstellungsversammlung im VAZ ging am Donnerstag in partyähnlicher Atmosphäre über die Bühne. Vorsitzender und Landratskandidat Peter Wein sprach vor rund 90 Zuhörern vom dritten wichtigen Schritt, den die SPD nach Suche und Kür ihres Spitzenkandidaten vollziehe. Die Stadtratsliste war zwar akribisch vorbereitet worden, und es galt vor dem Hintergrund der zurückgewonnenen Harmonie als unwahrscheinlich, dass sie durcheinandergewirbelt werden würde. Gleichwohl sollten die Mitglieder Gelegenheit haben, jeden einzelnen Bewerber kennenzulernen, um ihn für die Platzierung zu bestätigen – oder eben nicht.

Lokalpolitik

Streit um den Citymanager eskaliert

Teile des Burglengenfelder Stadtrats stellen Wifo-Wunschkandidat Dantl infrage. Der fühlt sich „öffentlich geschlachtet“.

Um es vorwegzunehmen: Fast alle 24 Kandidaten erfuhren größtmögliche Zustimmung; nur drei mussten eine Gegenstimme akzeptieren. Und: Vergeblich suchte man die Namen von Sabine Ehrenreich (die sich nicht mehr zur Verfügung stellte) und Wolfgang Dantl, der kürzlich in der Debatte um den Citymanager von seiner politischen Vergangenheit eingeholt wurde.


Neue Powerfrau für Rang fünf

Nachdem Hitzek als Listenführer einstimmig bestätigt worden war, übernahm er selbst die Aufgabe, alle weiteren Mitstreiter ans Mikrophon zu holen. Er nannte die wichtigsten Eckdaten zu ihrer Person und gab ihnen die Möglichkeit, ihre Beweggründe für die Kandidatur zu beschreiben. Auf den Plätzen zwei, drei, vier und sechs befinden sich mit Betty Mulzer, 2. Bürgermeister Bernhard Krebs, Ortsvorsitzendem und Stadtrat Wein sowie Fraktionschef Sebastian Bösl lauter bewährte Kräfte. Die Kette wird nur unterbrochen von „Powerfrau“ Melanie Röhl auf Platz 5. Die 39-jährige Handelsfachwirtin und Betreiberin des „mixx Club“, die sich auch im Wifo engagiert, bezeichnete ihre Bewerbung als logischen nächsten Schritt.

Die Liste der SPD

  • Listenführer:

    Bürgermeisterkandidat Michael Hitzek

  • Weitere Kandidaten:

    Betty Mulzer, Bernhard Krebs, Peter Wein, Melanie Röhl, Sebastian Bösl, Songül Demirtas, Hans Deml, Siegfried Klopp, Kerstin von Brincken, Martin Antretter, Luis Illan, Michaela Schönwetter, Thomas Fischer, Michael Dusch, Christine Hüttinger, Roland Konopisky, Ingrid Nörl (parteilos), Timm Peris, Inge Besser, Matthias Schaller, Oliver Ehrenreich, Sebastian Höfler (parteilos), Helga Forster

Auch stellvertretender Fraktionschef Hans Deml hat mit Platz 8 eine vielversprechende Ausgangsposition. Er möchte nach sechs „nicht so einfachen Jahren“ ab 2020 mit Hitzek „das Rathaus rocken“. Ähnlich wie 2014 ist Stadtrat Roland Konopisky relativ weit hinten zu finden, nämlich auf Rang 17. Der ASV-Vorsitzende setzt darauf, erneut weit nach vorne gewählt zu werden. Er sagte, er wolle es mit 63 noch einmal wissen. Die Bereitschaft Hitzeks, Bürgermeister Thomas Gesche herauszufordern, habe ihn überwältigt.

Auch das „grüne Gewissen“ ist verankert

Zwei Plätze vor Konopisky rangiert mit Michael Dusch (59) ein Mann, der aktuell für die Grünen im Rat sitzt. Er wolle das „grüne Gewissen“ unter den Genossen sein, sagte er. In die Kommunalpolitik zurückgekehrt ist Ex-Grünen-Stadtrat Oliver Ehrenreich. Der Verkehrsunternehmer (51) war 2015 vorzeitig aus dem Gremium ausgeschieden, um sich auf seine Firma zu konzentrieren. Nun wirft er auf Rang 22 seinen Hut in den Ring, um einen erneuten Wechsel an der Rathausspitze zu erreichen. „Burglengenfeld hat etwas Besseres verdient, nämlich dich“, sagte er in Richtung Hitzek.

Überhaupt wurde der SPD-Hoffnungsträger mit Lob geradezu überhäuft. Sein Resümee: „Mit diesem Schwung im Rücken“ lasse es sich gut in die nächsten Wochen ziehen. Er wolle dabei selbstbewusst auftreten, ohne überheblich zu sein.

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