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Wahlkampf

SPD kämpft um jedes Mandat

In Bodenwöhr tut sich die Partei bisher schwer. Deshalb setzt sie alles daran, im neuen Rat stärker vertreten zu sein.
Von Daniela Lanzl

Die Kandidaten der Bodenwöhrer SPD für den Gemeinderat (von links): Pavel Nanka, Udo Donhauser, Stefan Rauch, Michael Mulzer, Lorenz Güntner, Manfred Gubo, Franz Zweck, Susanne Ott Foto: Daniela Lanzl
Die Kandidaten der Bodenwöhrer SPD für den Gemeinderat (von links): Pavel Nanka, Udo Donhauser, Stefan Rauch, Michael Mulzer, Lorenz Güntner, Manfred Gubo, Franz Zweck, Susanne Ott Foto: Daniela Lanzl

Bodenwöhr.Zur ihrer Wahlkampfauftaktveranstaltung lud die Bodenwöhrer SPD die Bürger zum Troidlwirt nach Neuenschwand ein. Vorsitzender Lorenz Güntner sagte, dass sie als SPD mit nur zwei Räten in Bodenwöhr oft einen langen Atem bräuchten, um im Gemeinderat etwas durchzusetzen. Aus diesem Grund würden sie sich für die kommende Legislaturperiode mehr Mandate wünschen.

Im Anschluss stellten sich die Kandidaten kurz vor. Spitzenkandidat und Gemeinderat Stefan Rauch (46, verheiratet, zwei Kinder) machte den Anfang. Er sagte, dass der Bürgermeisterwahlkampf neuen Zug in die Arbeit im Gemeinderat brachte. „Man sah, dass das Interesse der Bürger sehr hoch ist.“ Er selbst konnte seine Interessen gut zum Ausdruck bringen. Als Fraktionssprecher und Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses konnte er in der vergangenen Wahlperiode Erfahrungen sammeln und möchte auch in Zukunft als SPD-Rat seine Themen ruhig und mit guten Argumenten einbringen und dabei stets sachlich bleiben.

Kommunalwahl

Der Wahlkampf in Bodenwöhr

Am 15. März wählen die Bodenwöhrer ihren Gemeinderat neu. Hier finden Sie einen Überblick über alle Kandidaten.

Der Neubau der Grundschule ist derzeit ein wichtiges Thema in Bodenwöhr. Da die Gemeinde jedoch finanziell nicht so gut aufgestellt ist, muss sie kreativ sein und die vorhandenen Mittel gut einsetzen. Für den Bau eines Rathauses fehlen die Mittel. Da es aber viele Fördertöpfe gibt, kann auch hier etwas umgesetzt werden. Schließlich ließe sich aus dem leerstehenden Gebäude in der Ortsmitte etwas machen, etwa ein Tourismusbüro und eine Bücherei und ein Bürgersaal, in dem dann auch die Gemeinratssitzungen abgehalten werden könnten. Somit könnte im Rathaus der Saal in Büros umgebaut werden.

Dies wäre finanziell nachhaltig, weil die Gemeinde keine Mietzahlungen mehr für das Tourismusbüro und die Bücherei leisten müsste. Man brauche eine gute Lösung und keine Luxusausführung wie beim Badeplatz.

Weitere Termine

  • 18. Februar:

    19:30 Uhr im Sportlerheim Erzhäuser

  • 29. Februar:

    Infostand in Bodenwöhr bei der Bäckerei Lorenz

  • 4. März:

    19:30 im Gasthof Lutter in Blechhammer

  • Appell:

    Am Ende seiner Ausführungen rief Lorenz Güntner die Bodenwöhrer auf: „Geht wählen!“ (tlz)

Michael Mulzer (53, verheiratet, zwei Kinder) hat in seinen sechs Jahren als Gemeinderat schon vieles erlebt. Für die Zukunft würde er sich wünschen, dass es harmonischer zugeht. Pavel Nanka (verheiratet, zwei Kinder), der schon seit über 35 Jahren in Bodenwöhr lebt, wünscht sich in der Gemeinde generell mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz sowie soziale und wirtschaftliche Gerechtigkeit. Man müsse sich überlegen, wohin man mit der Gemeinde möchte. Es dürfe keine Schnellschüsse geben. Er möchte mitentscheiden und nicht vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Er wohne gerne in Bodenwöhr und würde sich wünschen, dass dies auch alte Menschen könnten. Betreutes Wohnen oder Ähnliches wären sehr wichtig.

Elektroingenieur Lorenz Güntner (55, verheiratet, zwei Kinder) würde sich für Bodenwöhr Elektromobilität und sinnvolle Energiekonzepte wünschen.

Udo Donhauser (40, verheiratet, zwei Kinder) aus Warmersdorf, dem einzigen Gemeindeteil südlich der B 85 sprach sich für einen Fahrradweg nach Bodenwöhr aus. Für die in Bodenwöhr angestrebten Neubauten fehlen seiner Meinung nach vernünftige Energiekonzepte.

Franz Zweck (verheiratet, zwei Kinder) hat selbst am Bauhof gearbeitet und ist der Meinung, dass der Straßenunterhalt früher besser funktionierte. Auch der Parkplatz am Bahnhof müsse vergrößert werden. Einen hohen Stellenwert müsse auch die Wasserversorgung haben. Viele Leitungen seien veraltet, und auch an der Kanalisation müsse gearbeitet werden. Ferner möchte er sich dafür einsetzen, dass die Leitungen aus dem Hammersee entfernt werden.

Susanne Ott (46, ein Kind) möchte sich sowohl für Kinder als auch Senioren stark machen. Sie selbst arbeitet im Kreistagsamt des Landratsamts. Dort sei es normal, dass die Kreisräte alle Informationen zeitgerecht aufs Tablet bekommen. So etwas würde sie auch gerne für Bodenwöhr haben. Generell ist sie für mehr Transparenz für die Bürger.

Manfred Gubo (55, ledig) möchte, dass in Zukunft im Gemeinderat Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden. Es könne nicht sein, dass einer alles alleine macht. Bodenwöhr sei eine Tourismusgemeinde, doch man könne hier noch mehr tun. Zum Beispiel könne man die Homepage aufwerten.

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