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SPD-Stadtratsfraktion für Auslagerung der Realschule am Kreuzberg

Aus dem ehemaligen Pausenhof wurde ein Parkplatz.

Kopfschütteln hat bei den Burglengenfelder SPD-Stadträten der Beschluss des Bauausschusses des Kreistags ausgelöst, die Realschulturnhalle zu sanieren. „Das kommt einer Entscheidung für den Verbleib der Schule am alten Standort gleich.“, so die Einschätzung von Rudi Glötzl bei einer Sondersitzung der Fraktion. Muss denn erst etwas passieren, damit man erkennt, wie ungenügend die Zufahrtssituation über den schmalen Kreuzbergweg ist?“, fragte Roland Konopisky. Gegenverkehr sei unmöglich und schon ein Fahrzeug blockiere im Ernstfall die Zufahrt für Feuerwehr und Rettungsdienste. Wenn dann die Schule auch noch jahrelang zur Großbaustelle werde, „dann ist das Verkehrschaos programmiert.“, sagte Georg Tretter.

Als klassische „Salamitaktik“ empfindet Fraktionssprecher Wolfgang Dantl das Vorgehen des Landratsamtes: „Erst wird ein Gebäude zur Ganztagsbetreuung errichtet, jetzt das Tunhallendach repariert, anschließend die Schule generalsaniert und am Ende braucht man aus Sicherheitsgründen noch eine zweite Verkehrserschließung, die aufgrund der Lage nur durch die Kreuzbergallee führen kann. Wenn wir nicht jetzt über eine Verlagerung reden, dann ist das Ende der Kreuzbergallee absehbar.“

„Bevor der Status quo scheibchenweise manifestiert wird, sollte jetzt eine offene Diskussion über Vor- und Nachteile einer Auslagerung geführt werden, bevor vorschnell sehr viel Geld ausgegeben wird“, meinte Evi Vohburger,

„Der Landkreis sollte dringend die geplante Sanierung überdenken, denn ein Eingriff in die Kreuzbergallee kommt für uns nicht infrage“, machte Theo Lorenz unmissverständlich klar. Bernhard Rothauscher ergänzte: „Die Verantwortlichen des Landkreises sollten sich darüber im Klaren sein, dass ihre Entscheidungen auch auf die Stadt zurückfallen. Es könnten nur mit einer Auslagerung der Realschule der langfristige Erhalt der Kreuzbergallee und ein sinnvoller Schulbetrieb gesichert werden.“

„Die Realschule hat zwar einen schönen, aber keinen zukunftsträchtigen Standort. Sie gehört einfach ausgelagert. Am besten würde sich das Umfeld des Schul- und Sportzentrums im Naabtalpark eignen“, fasste Sebastian Bösl seine Vorstellung über die Zukunft der Schule zusammen. Im Umfeld des Naabtalparks seien genügend freie Flächen vorhanden.

Leo Stiegler sieht in den besseren Verkehrsanbindungen im Naabtalpark einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem heutigen Standort: „Mir stehen fast täglich die Haare zu Berge, wenn ich sehe, wie es nach Schulschluss an den Bushaltestellen und auf den Gehwegen am Marktplatz und in der Kallmünzer Straße zugeht. Es ist fast ein Wunder, dass hier noch nichts passiert ist!“

Nina Sabel warf einen Blick in die Zukunft: „Selbst nach einer Sanierung ist das Schulhaus zu klein und es fehlt eine zweite Turnhalle.“ Das Schulhaus sei für etwa 450 Schüler konzipiert, derzeit seien rund 700 Schüler darin untergebracht. Sämtliche Fachräume seien schon jetzt zu Notklassenzimmern umfunktioniert.

„Als ehemaligem Realschüler blutet mir das Herz, wenn ich sehe, dass da, wo wir früher einen Pausenhof hatten, jetzt Autos herumstehen“ so Bürgermeister Heinz Karg. „Es kann nicht sein, dass sich die Schülerzahl fast verdoppelt und der Pausenhof zugunsten von parkenden Autos halbiert wird.“ Noch dazu stehe nur wenige Schritte weiter im Parkhaus jede Menge Parkraum zur Verfügung.

Der Bevölkerungszuwachs im gesamten Städtedreieck in Verbindung mit der gestiegenen Attraktivität der sechsstufigen Realschule ließen nicht erwarten, dass die Schülerzahlen in absehbarer Zeit wieder sinken, sagte Dantl. „Wir erwarten vom Landkreis ein überzeugendes, langfristiges Konzept für den Fortbestand der Realschule und keine Flickschusterei auf dem Rücken der Schüler, der Eltern und der Lehrer.“ Ganz im Gegenteil befürchte man in der SPD-Fraktion, dass die Lösung des Verkehrsproblems eines Tages auf die Stadt abgewälzt werde. Bernhard Rothauscher fragt sich, „ob nicht auch das Kostenargument für einen Neubau spricht?“ Wenn man Sanierungs-, Grundstücks- und Baukosten rechne, dann sei es doch finanziell gar nicht mehr weit zu einem Neubau.

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