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Soziales

Spende an indisches Waisenhaus

Das Geld resultiert aus einer Martinsgans-Aktion des Teublitzer Kindergartens Herz Jesu. Pater John ist hoch erfreut.
Werner Artmann

Pater John zusammen mit den Kindergartenkindern, die ihm die Spende überreichten  Foto: M. Hirmer
Pater John zusammen mit den Kindergartenkindern, die ihm die Spende überreichten Foto: M. Hirmer

Teublitz. Laut Legende waren es Gänse, die den heiligen Martin verraten haben, als die Menschen von Tours ihn gesucht haben, um ihn zum Bischof zu machen. Daraus entstand der Brauch der Martinsgans, der auch im Kinderhaus Herz Jesu gepflegt wird. Jedoch werden hier von den Kindergartenkindern Gänse aus Teig gebacken.

„Unsere Kinder lieben solche Legenden“, erzählte Erzieherin Monika Böhm, „Wenn wir diese Geschichten den Kindern vorlesen, lauschen sie ganz gespannt.“ So begeistern sich die Kinder früh für Bücher und lernen später so leichter das Lesen. „Jedes Jahr backen wir mit den Kindern aber auch Martinsgänse,“ erklärte Erzieherin Andrea Ziechaus, „dadurch lernen die kleinen Heranwachsenden den Umgang mit Nahrungsmitteln und deren Verarbeitung.“

Doch dieses Jahr kam noch etwas Neues hinzu, weiß Kinderhausleiterin Helga Schmid zu berichten: „Inspiriert durch Pfarrvikar P. John kamen wir mit den Eltern auf die Idee, die gebackenen Gänse zu verkaufen und den Erlös an ein Waisenhaus in Indien zu spenden.“ Durch diese Aktion lernen die Kinder, was es heißt, in der weltweiten Gemeinschaft der katholischen Kirche solidarisch zu handeln.

Pater John Mathew staunte auch nicht schlecht, als er an seinem 39. Geburtstag kurz vor den Weihnachtsferien ins Kinderhaus eingeladen wurde. Dabei konnten die Kindergartenkinder eine Spende für 500 Euro überreichen. Pater John bedankte sich: „Vielen Dank! In diesem indischen Waisenhaus leben viele Kinder und Jugendliche, die kein Zuhause haben und deren Eltern sich nicht um sie kümmern können.“

Im Oktober wurde das Kinderheim von Pfarrer Michael Hirmer und einigen Teublitzer im Rahmen der Indienwallfahrt besucht, und man konnte sich von der hervorragenden Arbeit der Ordensgeistlichen vor Ort überzeugen. „Vor einigen Jahren habe auch ich dort als Sozialarbeiter und Seelsorger wirken können,“ erklärt Pater John seine Verbindung zu dem Waisenhaus in Indien. (bat)

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