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Auszeichnung

Staatspreise an Absolventen verliehen

Der Bayerische Staatspreis würdigt besondere Leistungen in der Altenpflege-Ausbildung. OB Feller übergab die Ehrungen.
Regina Suttner

Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, Markus Nitsch von der Arbeitsagentur und Peter Hiebl, Geschäftsführer Berufsfachschule Altenpflege, zeichneten die besten Absolventen mit dem Bayerischen Staatspreis für besondere Leistungen in der Altenpflege aus. Foto: ssu
Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller, Markus Nitsch von der Arbeitsagentur und Peter Hiebl, Geschäftsführer Berufsfachschule Altenpflege, zeichneten die besten Absolventen mit dem Bayerischen Staatspreis für besondere Leistungen in der Altenpflege aus. Foto: ssu

Schwandorf.Zur Abschlussfeier für 15 Schülerinnen und fünf Schüler der Berufsfachschule für Altenpflege begrüßte Geschäftsführer Peter Hiebl am Freitag den Schwandorfer Oberbürgermeister Andreas Feller und Markus Nitsch, Leiter der Agentur für Arbeit, im Lehrsaal der Fachschule.

Hiebl dankte den Einrichtungsleitern, Inhabern und Pflegedienstleitungen für die Bereitstellung der praktischen Ausbildungsplätze. Ohne diese hervorragende Kooperation wäre das duale Ausbildungssystem nicht möglich. Respekt zollte er der Lehrerschaft und Schulleitung Gunda Jaschke, die die Altenpflege-Schülerinnen und Schüler zu einem sehr erfolgreichen Abschluss geführt haben. Den Absolventen legte Hiebl ans Herz, sich einmal im Monat eine Stunde Zeit zu nehmen und die Arbeit für sich selbst zu reflektieren. Respektvoll mit den anvertrauten Menschen umgehen, sich weiterbilden und nicht vergessen, warum sie diesen Beruf erlernt haben, dann kommt die Dankbarkeit unmittelbar zurück. „Zufriedenheit ist die Basis für Glück“, weiß Peter Hiebl. Außerdem gefällt Hiebl ein Spruch von Fußballtrainer Pep Guardiola: „Wenn ich gestern gut war, muss ich auch morgen gut sein und mich dafür entsprechend anstrengen.“

Kein Job, sondern eine Berufung

OB Andreas Feller gratuliert den Absolventen zu ihrer Leistung. „Sie haben einen Zukunftsberuf gewählt, der Respekt und Anerkennung verdient.“ Spannend wird es bei den Worten von Markus Nitsch, Chef der Agentur für Arbeit: Anhand eines Attentats an einer Schule erläuterte Nitsch, wie wichtig eine gute Ausbildung ist. Im allgemeinen Chaos einer Bombendrohung und dem Ausbruch eines Feuers handelte nur ein Schüler mit klarem Kopf. Dieser setzte den Notruf ab und konnte den Feuerlöscher bedienen. Er war bei der Feuerwehr tätig, wusste, was er tat und zeigte so Zivilcourage, die Schlimmeres verhütet hat.

Preise vergeben

  • Verleihung:

    Mit der Note 1,0 schlossen Sarah Krempl und Nicole Scharf die Berufsfachschule für Altenpflege besonders gut ab.

  • Preise:

    An folgende Absolventen wurde der Staatspreis übergeben außerdem: Katharina Fischer, 1,1; Iuliia Spießl, 1,1; Andreas Mois, 1,11; Katarzyna Zagrodnio, 1,2; Anita Zimmermann, 1,22; Christina Irlbacher, 1,4; Jennifer Schnorrer, Note 1,5; Jessica Schuierer, Note 1,5.

Nitsch bescheinigte den Absolventen mit dem Erhalt der Berufsurkunde die nötigen Kenntnisse einer Fachkraft erworben zu haben. Aber es gehe um viel mehr: „Sie stehen vor der Aufgabe, alte Menschen im letzten Abschnitt ihres Lebens täglich zu begleiten und zu unterstützen.“ Der Pflegenotstand in Deutschland werde immer mehr spürbar. Erst jetzt würden von der Gesellschaft die richtigen Fragen dazu gestellt werden. Mit einer fairen Bezahlung der Pflegekräfte dem Pflegenotstand zu begegnen, sei Aufgabe für die höchsten Stellen, die Politik. Und so wünscht Markus Nitsch den Absolventen nicht nur alles Gute, sondern auch die finanzielle Anerkennung ihrer anspruchsvollen Aufgabe.

Die Anforderungen an den Pflegeberuf seien hoch und die drei Ausbildungsjahre waren nicht immer leicht. Gunda Jaschke, Schulleitung, weiß, dass bei der professionellen Pflege die fachliche Kompetenz in Theorie und Praxis erwartet wird. Aber zusätzlich eben auch noch persönliche und soziale Kompetenzen. Diese weiterzuentwickeln und zu stärken, gibt sie den ehemaligen Auszubildenden als Zielsetzung mit auf den Weg.

Bevor die Berufsurkunden überreicht werden, danken Schülersprecher Andreas Mois und seine Stellvertreterin Katarzyna Zagrodnio der Lehrerschaft der Fachschule und überreichen Fotomontagen an die Lehrerinnen. Höhepunkt der Abschlussfeier war die Übergabe der Zeugnisse und Berufsurkunden.

Die Leistungen gewürdigt

Von 20 Absolventinnen und Absolventen erzielten zehn mit einem Notenschnitt von 1,0 bis 1,5 besonders gute Ergebnisse und wurden dafür mit dem Bayerischen Staatspreis ausgezeichnet. Darin spricht die Regierung der Oberpfalz ihre besondere Anerkennung der Leistung aus. OB Andreas Feller und Markus Nitsch ließen es sich nicht nehmen, die zehn Staatspreise persönlich zu überreichen. (ssu)

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