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Infrastruktur

Staatsstraße bei Neunburg wird ausgebaut

Zwischen Sonnenried und Fuhrn rollen 2020 die Baumaschinen an. Die Baukosten liegen bei drei Millionen Euro.
Von Roland Thäder

Was lange währt, wird endlich gut: Die Staatsstraße 2151 wird auf drei Kilometern Länge ausgebaut. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020. Mit den Rodungen wird demnächst begonnen.Foto: Thäder
Was lange währt, wird endlich gut: Die Staatsstraße 2151 wird auf drei Kilometern Länge ausgebaut. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020. Mit den Rodungen wird demnächst begonnen.Foto: Thäder

Neunburg. Welche Bedeutung der Ausbau des drei Kilometer langen Streckenabschnitts der Staatsstraße 2151 zwischen Sonnenried und dem Anstieg kurz vor dem Neunburger Ortsteil Fuhrn hat, das lässt sich anhand mehrerer Hinweise leicht ermessen. Am einfachsten lässt sich das auf die Art und Weise erkunden, wenn man es macht wie der MZ-Reporter auf der Suche nach einem geeigneten Fotomotiv für die Bebilderung der Story.

Ich stellte mich an den Straßenrand und musste gar nicht lange suchen. Da war schon das erste Schild, das auf die Ursache hinwies. Es ist das rote Warndreieck mit dem schwarzen Ausrufezeichen auf dem weißen Grund und einem Zusatzschild mit dem Schriftzug „Straßenschäden“. Dann wartete ich ein wenig – dafür bedarf es keiner Geduldsprobe – und schon brausten die ersten Autos an mir vorbei.

Nicht überfahren lassen

Der Leiter des Staatlichen Bauamts Amberg, Henner Wasmuth (rechts), stellte Bürgermeister Martin Birner und weiteren Mandatsträgern die Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2151 zwischen Sonnenried und Fuhrn vor. Foto: Thäder
Der Leiter des Staatlichen Bauamts Amberg, Henner Wasmuth (rechts), stellte Bürgermeister Martin Birner und weiteren Mandatsträgern die Planungen für den Ausbau der Staatsstraße 2151 zwischen Sonnenried und Fuhrn vor. Foto: Thäder

Aufgepasst: Dabei nicht überfahren lassen, denn es geht eng zu, zwischen Straßenrand, Böschung und Fahrbahn. Insbesondere dann, wenn die Brummis an einem vorbeisausen.

Damit sind wir auch schon beim zweiten Hinweis. Wer an Werktagen die Neunburger Umgehung in Richtung Rötz entlang der Industriestraße befährt, sieht sofort die lange Karawane der Lastwagen mit Auflegern stehen. Die Wirtschaft in Neunburg floriert.

Das schlägt sich natürlich auch im Schwerlastverkehr nieder, der größtenteils die Staatsstraße 2151 in Richtung Schwarzenfeld und Autobahn passiert. Der Anteil der Lkw am gesamten Verkehrsaufkommen wird weiter zunehmen, das verheißen sämtliche Prognosen. Die Bahn könne diesen gar nicht aufnehmen, so Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier gegenüber dem MZ-Reporter..

Das Bauvorhaben

  • Ausbau:

    Bis zum Anstieg nach Fuhrn, wo Radfahrer die Straße queren sollen, um auf dem Wirtschaftsweg weiterzufahren, soll die St 2151 saniert werden. Die Strecke ist drei Kilometer lan g.

  • Zustand:

    Die Staatsstraße zwischen Sonnenried und Fuhrn ist abschnittsweise in einem lausigen Zustand. Angesichts der Zunahme des Schwerverkehrs täte eine Sanierung dringend not.

Ein dritter Hinweis auf die große Bedeutung dieses Straßenausbau-Vorhabens ist auch die hohe Anzahl der Mandatsträger, die am Freitagvormittag zur Vorstellung der Pläne nach Kemnath b. Fuhrn gekommen waren.

Das ist natürlich an vorderster Stelle Bürgermeister Martin Birner zu nennen. Er hat zusammen mit dem Neunburger Geschäftsleiter Peter Hartl in den vergangenen Jahren unzählige Verhandlungsgespräche mit mehr als 50 beteiligten Landwirten geführt. Im vergangenen Juli wurden die Grundstücksverhandlungen dann mit dem letzten notariell verbrieften Vertrag abgeschlossen. Danach musste er noch politisch anschieben, damit das Staatliche Bauamt möglichst bald mit dem Bau beginnt. Dessen Leiter, Henner Wasmuth, stellte nun die Pläne nun vor. Dazu gekommen waren auch bereits oben genannter MdB Holmeier, die Schwandorfer Landtagsabgeordneten Alexander Flierl und Joachim Hanisch sowie die Neunburger Stadträte Margot Weber und Martin Scharf.

Angesichts der Zunahme des Schwerverkehrs täte eine Sanierung der Staatsstraße – hier bei Kemnath – dringend not.Foto: ro
Angesichts der Zunahme des Schwerverkehrs täte eine Sanierung der Staatsstraße – hier bei Kemnath – dringend not.Foto: ro

Der eigentliche Straßenbau soll laut Wasmuth voraussichtlich im Frühjahr 2020 beginnen. Zum einen seien noch Detailplanungen nötig, zum anderen sei angesichts der brummenden Baukonjunktur im nächsten Jahr gar keine Baufirma mehr für das Projekt zu gewinnen. Der Freistaat investiert hier insgesamt nach vorläufigen Berechnungen rund drei Millionen Euro. Neben der Erneuerung der Fahrbahn wird auf zweieinhalb Kilometern auch der Wirtschafts- und Radweg bis zur Abzweigung ins Seenland verlängert. Für die Radfahrer ist dies eine deutliche Verbesserung. Es ist ein Lückenschluss zwischen der Pfalzgrafenstadt und dem Murnersee. Demnächst beginnt das Bauamt mit den dafür notwendigen Rodungen. Im kommenden Jahr sollen die Regenrückhaltebecken gebaut und die Aufträge vergeben werden.

Umleitung führt über die B85

Ein Hinweisschild für Radfahrer weist kurz vor dem Anstieg nach Fuhrn daraufhin, dass auf neben der gegenüberliegenden Straßenseite der Wirtschafts- und Radweg beginnt. Dieser wird nun in Richtung Sonnenried verlängert. Foto: ro
Ein Hinweisschild für Radfahrer weist kurz vor dem Anstieg nach Fuhrn daraufhin, dass auf neben der gegenüberliegenden Straßenseite der Wirtschafts- und Radweg beginnt. Dieser wird nun in Richtung Sonnenried verlängert. Foto: ro

Während der Bauzeit von etwa drei bis vier Monaten, so Wasmuth, müsse der Streckenabschnitt komplett gesperrt werden. Der überregionalen Verkehr werde dann über die B 85 bis Altenschwand (Fliesen Fritsch) und über Hofenstetten über eine gut ausgebaute Trasse umgeleitet. „Es geht los, das ist wichtig!“, brachte es MdB Holmeier auf den Punkt.

„Für Neunburg und die Region ist dieser Straßenausbau von unwahrscheinlicher Bedeutung.“

Bürgermeister Martin Birner

Und dann ist da noch ein vierter Hinweis. Es ist das Statement von Bürgermeister Birner zum Ausbaubeginn. Er betonte: „Für Neunburg und die Region ist dieser Straßenausbau von unwahrscheinlicher Bedeutung.“ Dies gelte auch für Rötz und andere Teile des Landkreises Cham, die über diese Route an die Autobahn angebunden sind, ergänzte das Stadtoberhaupt.

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