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Lokalpolitik

Stabl in den Ruhestand verabschiedet

Bei der Gemeinderatssitzung in Bodenwöhr hat Albert Krieger die Leistungen des Bürgermeisters gewürdigt.
Von Maximilian Schmid

2. Bürgermeister Albert Krieger verabschiedet Bürgermeister Albert Stabl. Foto: smx
2. Bürgermeister Albert Krieger verabschiedet Bürgermeister Albert Stabl. Foto: smx

BODENWÖHR.Mit Ablauf des Vorjahres ist Richard Stabl aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getreten. Zur offiziellen Verabschiedung durch Zweiten Bürgermeister Albert Krieger bei der ersten Sitzung des Gemeinderates im neuen Jahr waren auch zahlreiche Zuhörer gekommen.

Krieger erinnerte an Stabls Wahl 2008, damals habe er als „Newcomer“ die Stichwahl für sich entscheiden können und bereits 2014 habe er unter drei Kandidaten auf Anhieb die absolute Mehrheit erhalten. Als Schwerpunkte von Stabls Arbeit während seiner aktiven Amtszeit nannte Krieger die Erweiterung von Kinderbetreuungseinrichtungen, des Gewerbe- und Industriegebiets sowie des Friedhofs, die Ausstattung der Schule, die Ortsdurchfahrt in Altenschwand und den Ausbau der Straße von Altenschwand nach Meldau in interkommunaler Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wackersdorf.

Es ging permanent aufwärts

Mit Stabl habe die Gemeinde Bodenwöhr eine permanente Aufwärtsentwicklung erlebt, stellte Krieger fest und überreichte ihm zum Ruhestand einen Porzellanlöwen mit dem Bodenwöhrer Gemeindewappen. Stabl bedankte sich kurz und bündig und verabschiedete sich mit einem „Glückauf“, ehe er den Sitzungssaal wieder verließ.

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Im folgenden Sitzungsverlauf musste sich der Gemeinderat in zahlreichen Einzelabstimmungen mit den Stellungnahmen bzw. Einwänden der Träger öffentlicher Belange zur 17. Änderung des Flächennutzungsplans für den Bereich „Altes Forstamt – Ludwigsheide“ beschäftigen. Dipl.-Ing. Christian Schönberger informierte, dass die Gemeinde zwölf Stellungnahmen erhalten habe und erläuterte deren Inhalte. Keine Bedenken gegen das Vorhaben der Gemeinde haben Kabel Deutschland, das Sachgebiet 3.2 des Landratsamtes Schwandorf, der Regionale Planungsverband Oberpfalz-Nord, das Amt für ländliche Entwicklung, die Industrie- und Handelskammer, die Deutsche Telekom, die Regierung der Oberpfalz, die Gemeinde Steinberg am See, die Stadt Neunburg v. W., das Staatliche Gesundheitsamt und der Verband ländlicher Entwicklung geäußert. Lediglich das Landratsamt (Immissionsschutz) hatte auf ein erforderliches Schallschutzgutachten verwiesen. Der Gemeinderat legte fest, dass dies in die Planungen mit eingeschlossen werde.

Für das Gelände des ehemaligen Forstbetriebs wurde ein Bebauungsplan aufgestellt. Foto: smx
Für das Gelände des ehemaligen Forstbetriebs wurde ein Bebauungsplan aufgestellt. Foto: smx

Danach verwies Zweiter Bürgermeister Krieger auf vorhergehende Sitzungen des Gremiums, in der man sich das Ziel gesetzt habe, die bauliche Nutzung für das Gebiet „Altes Forsthaus – Ludwigsheide“ in ein Mischgebiet umzuändern. Dies diene vor allem dazu, Planungssicherheit für die künftigen Investitionen der Brauerei Jacob zu erhalten, aber auch, um vorausschauende Planungen mit Berücksichtigung der Bestandsumgebung erstellen zu können. Dem dazu notwendigen Feststellungsbeschluss stimmte der Gemeinderat geschlossen zu, ebenso der Aufstellung eines Bebauungsplans für das genannte Areal.

Die eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen zur Aufstellung eines Bebauungsplans mit integriertem Grünordnungsplan erläuterte Dipl.-Ing. Siegfried Karg vom Architekturbüro Karg. Auch hier gab es von den meisten Stellen keinerlei Einwände gegen die Bodenwöhrer Pläne. Das Landratsamt hat an ein erforderliches Baugrundgutachten erinnert, der Denkmalschutz wollte unter Hinweis auf die Ortsgeschichte, dass das alte Kino erhalten bleibt, was die Gemeinde aber aus praktischen und wirtschaftlichen Gründen nicht befürwortete. Die Abwägungen erfolgten wiederum einzeln, der Satzungsbeschluss wurde einstimmig getroffen.

Neuer Bebauungsplan

Zweiter Bürgermeister Krieger informierte, dass der Gemeinderat bereits in seiner Sitzung im März 2018 beschlossen habe, für das Mischgebiet „Altes Forstamt – Ludwigsheide“, einen Bebauungsplan aufzustellen. Damit sei das Bebauungsplanverfahren mit der Nummer 23 (Ludwigsheide) eingestellt worden. Nun sei ein gemeinsamer Bebauungsplan für die gesamte Fläche, die im Besitz der Familienbrauerei Jacob und der Raiffeisenbank Bruck eG ist, aufgestellt worden.

Die nötige Öffentlichkeitsbeteiligung sowie die Beteiligung von Trägern öffentlicher Belange sei nun abgeschlossen, der Bebauungsplan könne erstellt werden. Auch hier gab es einen einstimmigen Beschluss des Gemeinderates für die erforderliche Satzung. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Satzung für den Bebauungsplan bekanntzumachen.

Verwaltungsleiter Otto Eichinger informierte abschließend über Beschlüsse aus nichtöffentlichen Sitzungen nach Wegfall der Geheimhaltung. Es handelte sich hierbei um zwei Personalangelegenheiten.

Alles rund um die Bürgermeister-Wahl in Bodenwöhr lesen Sie hier.

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Gemeinderat in Kürze

  • Zustimmung:

    Ja sagte das Gremium zum Abschluss eines Kaufvertrages für ein gemeindliches Grundstück und zur Ausfertigung einer notariellen Urkunde. Keine Einwände hatte der Rat bei zwei Bauanträgen: Im Sandmühlweg und in Taxöldern sollen je ein neues Einfamilienwohnhaus mit Doppelgarage errichtet werden. Die Erschließung sei bei beiden Gebäuden gesichert, so Albert Krieger.

  • Informationen:

    Der Vizebürgermeister informierte zudem darüber, dass bei der Brücke in Windmais die Bauarbeiten Ende Januar wieder aufgenommen werden sollen. Nachdem der Kindergartenbus seinen Geist aufgegeben habe, habe man „auf die Schnelle“ ein neues Fahrzeug besorgt, das zu zwei Dritteln durch Werbemaßnahmen finanziert worden sei, ließ Krieger wissen.

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