mz_logo

Region Schwandorf
Freitag, 17. August 2018 28° 2

Service

Stadtrat einigt sich nur auf Mini-Reform

Bei der Straßenreinigung bleibt (fast) alles beim Alten. Änderungen gibt es nur am Hochrain, in Kronstetten und Ettmannsdorf.
Von Hubert Heinzl

Bei der Straßenreinigung in Schwandorf gibt es nach dem Willen des Stadtrats nur geringfügige Änderungen. Foto: Oliver Heinl/Lober GmbH
Bei der Straßenreinigung in Schwandorf gibt es nach dem Willen des Stadtrats nur geringfügige Änderungen. Foto: Oliver Heinl/Lober GmbH

Schwandorf.Die Stadt Schwandorf hält bis auf geringfügige Änderungen an ihrem Konzept der Straßenreinigung fest. Das beschloss der Stadtrat mit 16:13 Stimmen in seiner Sitzung am Montag. Gekehrt werden soll wie bisher in der Kernstadt und den innenstadtnahen Wohngebieten. Im Hochrain wurde das komplette Viertel ins Straßenverzeichnis aufgenommen; in Ettmannsdorf und Kronstetten strich die Verwaltung dagegen einige Adressen aus dem Verzeichnis.

Kämmerer Jens Wein hatte dem Stadtrat gleich ein ganzes Bündel von Alternativvorschlägen ausgebreitet, unter denen es zu entscheiden galt – von der Verkleinerung des Reinigungsgebiets auf die Kernstadt oder die Kernstadt mit Ausfallstraßen über eine leichte Anpassung bis zur Ausdehnung auf ganz Kronstetten und Ettmannsdorf. Das Problem: Die Kehrmaschine der Firma Lober, die zurzeit im Auftrag der Stadt tätig ist, ist zu 95 Prozent ausgelastet. Jede Veränderung der Reinigungsstrecke nach unten oder oben würde deshalb zu einer Anhebung der Gebühren führen, rechnete der Stadtkämmerer vor.

Die Verwaltung strich einige Adressen aus dem Verzeichnis:

Was sich ändert

  • Gebiet:

    Künftig wird das komplette Hochrainviertel maschinell gereinigt. In Kronstetten entfallen Föhren-, Garten-, Kruckental-, Rosen- und Fliederstraße aus der Straßenreinigung; in Ettmannsdorf sind dies die Kohlen-, Weiher-, Narisker-, Ketteler- und Ettmannsdorfer Straße.

  • Gebühren:

    Nach Auskunft von Stadtkämmerer Jens Wein ändern sich die Gebühren dadurch kaum: In Reinigungsklasse I steigen sie voraussichtlich von 1,84 auf 1,90 Euro je Frontmeter; in Klasse zwei von 3,68 auf 3,68 Euro; in Klasse drei auf 5,80 statt bisher 5,51 Euro pro Meter. (hh)

Für die CSU war Vorschlag drei mit behutsamen Anpassungen im Hochrain sowie in Kronstetten und Ettmannsdorf der gangbarste Weg. „Es hat keine Beschwerden gegen Form und Umfang der Straßenreinigung gegeben“, argumentierte Fraktionschef Andreas Wopperer. Zudem würden durch den neuen Zuschnitt gewisse Ungereimtheiten beseitigt.

Die SPD wollte das Thema einmal ganz grundsätzlich bereinigt wissen. „Das einzig überzeugende Kriterium für eine Straßenreinigung ist die Verschmutzung. Und die hängt mit der Frequenz zusammen“, wandte Fraktionssprecher Franz Schindler ein. Sein Vorschlag deshalb: Nur die Kernstadt sowie die Ausfallstraßen sollten gereinigt werden. „Bei allen anderen Straßen sind die Grundstückseigentümer in der Pflicht“, so Schindler. Dass eine solche Regelung funktioniere, zeige sich in den Ortsteilen, „wo der Verschmutzungsgrad nicht höher ist, als wenn maschinell gereinigt ist“. Im übrigen sei es durchaus überlegenswert, die Bürger von den Kosten für die Reinigung zu befreien.

Doch bei der Abstimmung wurde der Vorschlag vom Tisch gewischt. Mit knapper Mehrheit sprach sich der Stadtrat dagegen aus, dem SPD-Vorstoß zu folgen und, wie es ÖDP-Stadtrat Alfred Damm formulierte, „wieder ein neues Fass aufzumachen“.

Weitere Nachrichten aus Schwandorf lesen Sie hier.

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

  • KK
    Karl-Heinz Kagermeier
    13.06.2018 19:52

    Laut dem Stadtratsbeschluss soll nach Vorlage der Kämmerei der Bereich Kronstetten (Föhren-, Garten-, Kruckental-, Rosen- und Fliederstraße) aus der Straßenreinigung entfallen. Nur gehört dieser Bereich nicht zu Kronstetten, sondern zum Ortsteil Kruckental der Kernstadt. Bisher waren wir als Bewohner der Rosentrasse mit der maschinellen Straßenreinigung sehr zufrieden. In dem Gebiet wohnen viele ältere Menschen, die künftig mit einer selbst durchzuführenden wöchentlichen Straßenreinigung wohl Probleme hätten, insbesondere auch bei vermieteten Grundstücken. Ich hielte die bisherige Lösung für optimal, auch wenn ich mir im Jahr 40 Euro sparen würde.

    Missbrauch melden

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht