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Kommunalpolitik

Stadtrat steht Rede und Antwort

Bei der Bürgerversammlung wiesen die Teublitzer auf Probleme hin. In der Hugo-Geiger-Siedlung läuft Wasser in die Häuser.
Von Werner Artmann

Bürgermeisterin Maria Steger gab bei der Bürgerversammlung im Mehrgenerationenhaus einen umfangereichen Jahresrückblick . Fotos: Werner Artmann
Bürgermeisterin Maria Steger gab bei der Bürgerversammlung im Mehrgenerationenhaus einen umfangereichen Jahresrückblick . Fotos: Werner Artmann

Teublitz.Recht diskussionsfreudig zeigten sich die rund 60 Bürger in der Fragestunde zur ersten Bürgerversammlung im Mehrgenerationenhaus. Einleitend gab Bürgermeisterin Marias Steger einen umfangreichen Jahresrückblick über die Geschehnisse in der Stadt Teublitz. Bei den Anfragen wies ein Bürger aus Katzdorf auf das Baugebiet Spitzdorfweiher II hin, weil dort neben dem geplanten Kinderhaus auch mehrere neue Bauparzellen vorgesehen sind. Dies bedeute für ihn als Anwohner einen enormen Anstieg der Verkehrsbelastung. Vor Jahren wurde vom Stadtrat angeregt, das Baugebiet Spitzdorfweiher Teil II über eine neue Zufahrtsstraße zur Staatsstraße (ehem. B 15) anzuschließen.

Bürgermeisterin Steger berichtete, dass im Stadtrat schon einmal eine entsprechende Meinung geäußert worden sei. Dies jedoch nur, wenn die jeweiligen zweiten Abschnitte der Baugebiete Hagenbuchäcker und Spitzdorfweiher verwirklicht werden. Hagenbuchäcker Teil 2 sei nicht mehr in der Planung.

Finanzielle Einbußen

Ein Gewerbetreibender in der Rötlsteinstraße beschwerte sich, dass durch eine vorhandene Fahrbahnquerung die optimale Zufahrt zu seinem Geschäft verhindert werde und er so große finanzielle Einbußen habe. Auch herabfallende Äste der angelegten Allee beeinträchtigten diesen Abschnitt der Rötlsteinstraße. Auch auf der Straßenbaustelle gehe nichts voran. Steger wies darauf hin, dass sein Grundstück von der Lohstraße aus und über den Kreisverkehr von der Rötlsteinstraße her angefahren werden könne. Wegen den Behinderungen während der Bauzeit bat sie um Verständnis. Die erste Asphaltschicht werde voraussichtlich noch im Dezember aufgebracht.

Die Rötlsteinstraße in Saltendorf wird im Dezember mit der Teerdecke versehen. Foto: Werner Artmann
Die Rötlsteinstraße in Saltendorf wird im Dezember mit der Teerdecke versehen. Foto: Werner Artmann

Ein Bürger aus der Hugo-Geiger-Siedlung erinnerte daran, dass die dortige Straße 2004 neu gebaut und die Fahrbahn dabei deutlich höher angelegt worden sei. Nach der Erschließung des Baugebiets Steinbruchäcker 1 laufe von dort das Oberflächenwasser in die Straße zur Hugo-Geiger-Siedlung. Die Hochbordkante sei dort zwei Zentimeter zu niedrig und so laufe das Wasser bei Starkregen über die Einfahrten auf das Grundstück und weiter in die Keller der Häuser. Auf ein Schreiben habe die Stadt geantwortet, dass sich der Bau- und Umweltausschuss mit der Angelegenheit befassen werde. Bisher habe er nichts mehr gehört. Steger erklärte, dass der Bau- und Umweltausschuss bisher nicht mehr getagt habe. Das Problem sei erkannt worden, es soll – wenn möglich – Abhilfe geschaffen werden.

Zahlen aus dem Rathaus

  • Stadtrat:

    Acht Sitzungen, eine Klausurtagung, 98 Beschlüsse

  • Ausschüsse:

    Sieben Finanzenausschuss, eine Grundstücks-Bau- und Umweltausschuss und zwei Rechnungsprüfungsausschüsse

  • Einwohner:

    Die Zahl stieg von 7376 im Jahr 2013 auf jetzt 7664.

  • Einwohner Ortsteile:

    Teublitz 4247, Katzdorf 1544, Münchshofen 829, Saltendorf 758, Premberg 286.

  • Standesamtbezirk:

    42 Geburten (Vorjahr 45), Sterbefälle 59 (75), Eheschließungen 35 (34), Rentenanträge 75 (80)

  • Haushaltssummen:

    Verwaltungshaushalt 14 836 500 Euro (Vorjahr 13 870 800 Euro), Vermögenshaushalt 6 251 000 Euro (5 482 600 Euro); Gesamthaushalt 21 087 600 Euro (19 353 400 Euro), Differenz 1 734 200 Euro.

Ein Teublitzer Bürger bemerke, dass die Stadt auch Entwicklung und neue Arbeitsplätze brauche. Der Stadtrat solle deshalb am Gewerbegebiet an der A 93 festhalten und dies nicht „versemmeln“. Weiter forderte der Bürger die Stadt auf, für die Grundstücke am ehemaligen Schulsportplatz und an den Plätzen in der Regensburger Straße Konzepte für eine Bebauung zu entwickeln. Die Bürgermeisterin berichtete, dass der Grundstückseigentümer für die derzeitige Nutzung als Lagerplatz (gegenüber der Schule) eine Ersatzlösung vorbereite. Der Eigentümer des Grundstücks zwischen der Dreifachsporthalle und der Regensburger Straße habe bisher seine geplanten Vorhaben nicht verwirklicht. Der Schulsportplatz sei mit städtebaulichen Vorgaben (Arztpraxis, Dienstleitungen) öffentlich zum Kauf angeboten worden. Ein Bieter hatte den Zuschlag erhalten, später seine Bewerbung zurückgezogen. Es werde nun neu ausgeschrieben.

Hochwasserschutz aktuell

Ein Bürger aus Katzdorf sprach den Hochwasserschutz für den Ortsteil an, der schon seit langem angekündigt, aber bisher nicht realisiert worden sei. Bürgermeisterin Steger sagte dazu, dass das Gesamthochwasserkonzept rund 20 Millionen Euro koste, die Stadt sich dies nicht leisten könne. Durch die inzwischen vom Stadtrat beschlossene Teilnahme am Naabtalplan könne der Hochwasserschutz nun verwirklicht werden. Die Stadt leiste anstelle von Zahlungen langfristig Unterhalt und Pflege der Hochwasserschutzanlagen. Derzeit befinde man sich in der Planungsphase.

Wirtschaft

Gewerbegebiet provoziert Widerstand

Naturschützer warnen: Pläne der Stadt Teublitz bedrohen „hochwertigen Wald“. Die Bürgermeisterin sieht keine Alternativen.

Eine Bürgerin aus Glashütte forderte mehr Sicherheit für die Schulkinder an der Bushaltestelle in Glashütte und legte dafür mehrere Punkte vor. Maria Steger versprach, diese Angelegenheit baldmöglichst zu prüfen und in Angriff zu nehmen.

Ein Bürger aus Loisnitz sah die Dringlichkeit einer Umgehungsstraße für die Teublitz. Seiner Auffassung nach sollte es verboten sein, dass Nicht-Teublitzer hier Stimmung machen können. Steger verwies auf die Meinungsfreiheit. Sie bestätigt aber die großen Lärm- und Feinstaubbelastungen für die Anwohner. Eine Bürgerin aus der Hugo-Geiger-Siedlung meinte, wenn das Gewerbegebiet an der A 93 komme, dann sollten dort nur kleinere Betriebe mit genügend Arbeitsplätzen angesiedelt werden. Sie verwies auch auf das Oberflächenwasser vom „Schwarzer Berg“, das durch das neue Gewerbegebiet fließe.

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