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Stadtrat zieht positive Bilanz

Für das Nittenauer Gremium war 2017 ein positives Jahr. Viele Projekte seien angepackt und erfolgreich umgesetzt worden.
Von Philipp Seitz

Der Nittenauer Stadtrat packte im zu Ende gehenden Jahr mehrere Projekte an und setzte sie um. Fotos: Seitz, Rieke
Der Nittenauer Stadtrat packte im zu Ende gehenden Jahr mehrere Projekte an und setzte sie um. Fotos: Seitz, Rieke

Nittenau.Für die Stadt Nittenau war 2017 ein sehr erfolgreiches Jahr. Darin waren sich in der Weihnachtssitzung alle Fraktionen einig. In ihren Jahresrückblicken bescheinigten sich alle Fraktionen eine harmonische und konstruktive Zusammenarbeit und stellten heraus, was gemeinsam für die Stadt erreicht worden sei. Bürgermeister Karl Bley nutzte die Gelegenheit, eine kurze Jahresbilanz zu ziehen. Die Einwohnerzahl sei im Vergleich zum Vorjahr erneut leicht gestiegen und nähert sich immer mehr der Marke von 10 000 Einwohnern an. Aktuell zählt die Stadt 9335 Einwohner.

Probleme bereitet nach wie vor die Finanzsituation. Bley bedauerte, dass Nittenau nicht über sprudelnde Steuereinnahmen verfüge und sich die Stadt bei den geplanten Projekten „finanziell immer nach der Decke“ strecken müsse. Der Schuldenstand beläuft sich aktuell auf 9,9 Millionen Euro. Dennoch sei im Jahr 2017 eine Reihe an Projekten zum Abschluss gebracht worden. Das Kinderhaus in der Bodensteiner Straße sei fertiggestellt und eingeweiht worden und auch die Sanierungsarbeiten an der Dorfkapelle in Oed seien mithilfe der Dorfgemeinschaft vorangetrieben worden. „Wir hoffen, dass wir dieses Projekt im nächsten Jahr zum Abschluss bringen“, sagte Bley. In vollem Gange sind derweil die Sanierungsarbeiten im Rathaus. Hier stehe derzeit die energetische Sanierung der Fenster an und auch die Erneuerung des Dachstuhls sei in Vorbereitung.

Letzter Schliff für Rohdiamant

Ein Projekt mit immenser Tragweite für die Stadt Nittenau dürfte die Angerinsel sein. Bley hatte die Angerinsel schon häufiger mit einem ungeschliffenen Diamenten verglichen, der nun den Schliff erhalten solle. Die Wettbewerbsausschreibung ist hier bereits gestartet. Auch der Breitbandausbau sei im Stadtgebiet nun weitestgehend abgeschlossen. Für großen Diskussionsbedarf habe die Errichtung der Gemeinschaftsunterkunft gesorgt, die derzeit mit 146 Personen belegt sei. Ganz besonders dankte Bley hierbei dem Helferkreis Asyl und dem Verein Flying Help, die sich uneigennützig für die Belange ihrer Mitmenschen einsetzen, wie der Bürgermeister betonte. Der neue Pfarrhof habe ferner das Stadtbild in der Sankt Wolfgangsstraße verändert.

Für das kommende Jahr würden gleich mehrere Projekte auf die Stadträte warten. Ein Projekt, das bislang schon für viele Diskussionen gesorgt hatte, ist der Bau der Hinteren Dorfstraße in Stefling. Dieses heiße Eisen will Bley im kommenden Jahr wieder anfassen. Auch die Überarbeitung des Flächennutzungsplans und ein Generalabwasserplan stehen an.

„Man kann nicht sagen, in Nittenau wäre nichts los.“

Karl Bley, Bürgermeister

Über viel Lob konnte sich Bley anschließend aus den Reihen der Fraktionen freuen. Thomas Hochmuth erklärte für die CSU-Fraktion, dass die Räte den Ideen für die Angerinsel schon entgegenfiebern. Es sei ein richtungsweisendes Vorhaben, denn die Angerinsel solle zu einem Leuchtturmprojekt werden, nicht nur für Nittenau, sondern für die ganze Region. Aus finanzieller Sicht werde 2018 kein leichtes Jahr werden, denn viele Planungen würden bereits laufen.

Die Angerinsel soll ein neues Aussehen erhalten. Foto: Archiv/
Die Angerinsel soll ein neues Aussehen erhalten. Foto: Archiv/

SPD-Fraktionssprecher Jürgen Kuprat sprach von einer „Vielzahl von Projekten“, welche die Stadt erfolgreich umgesetzt habe. Viele verdiente Räte seien aus dem Gremium ausgeschieden, was zu einem personellen Umbruch im Gremium geführt habe. Er freue sich besonders über das „angenehme Miteinander“, das im Stadtrat herrsche und keine Selbstverständlichkeit sei.

Neue Perspektiven schaffen

Benjamin Boml, Fraktionssprecher der Freien Wähler, bezeichnete das zu Ende gehende Jahr als „überaus erfolgreich“ für die Stadt. Seine Fraktion werde weiterhin dafür plädieren, günstiges Bauland, welches auch für junge Familien erschwinglich sei, auszuweisen. Die Angerinsel sei ein Projekt, dass künftig neue Perspektiven für Nittenau schaffe und zeige, dass das Motto „nicht verwalten, sondern gestalten“ laute. Die vielen umgesetzten Projekte würden zeigen, so Boml, dass die Stadtverwaltung gute Arbeit leiste.

Die Entwicklung der Stadt soll ein neuer Flächennutzungsplan regeln. Foto: Archiv
Die Entwicklung der Stadt soll ein neuer Flächennutzungsplan regeln. Foto: Archiv

Elisabeth Bauer betonte für die Grünen, dass es weiterhin wichtig sei, bei Projekten auf eine ökologische Bauweise zu achten und sparsam mit Ressourcen und Flächen umzugehen. Im sozialen Bereich würde sie sich freuen, wenn neben dem Seniorenbeirat auch ein Jugendbeirat sowie ein Familienbeirat und Familienbeauftragter installiert werde. So könnte deren Bedürfnissen noch mehr Rechnung getragen werden. Bley lobte sie für dessen Umsicht und Verhandlungsgeschick.

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