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St.Barbara sieht Konkurrenz gelassen entgegen

Burglengenfeld, ließ Asklepios-Regionalgeschäftsführer Thomas Kräh kürzlich bei einer Pressekonferenz anklingen, könnte sich auf die Gastroenterologie spezialisieren, das St.Barbara-Krankenhaus zu einem Schwerpunkt der Kardiologie im Landkreis werden.

Diese Vorstellung rief jetzt Chefarzt Dr.Detlef Schoenen auf den Plan, den Ärztlichen Direktor am St.Barbara-Krankenhaus. Er sieht keine Notwendigkeit für eine Arbeitsteilung, wie sie der Asklepios-Geschäftsführer ins Gespräch gebracht hat. Das St.Barbara-Krankenhaus, heißt es in einer Pressemitteilung, habe bereits 2004 einen Strukturwandel eingeleitet, bei dem aus einem reinen Belegkrankenhaus ein medizinischer Dienstleister mit einem „sehr breiten medizinischen Angebortsportfolio“ geworden ist.

Das Schwandorfer Krankenhaus, so Dr.Schoenen, verfügt über die Hauptfachabteilungen Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie/Sportmedizin, Gastroenterologie, Kardiologie und Anästhesie. Ergänzt wird das Angebot durch die Belegabteilungen Diabetologie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, HNO und Neurochirurgie. „Der Eindruck, dass in St.Barbara der Fokus vor allem auf die Kardiologie gelegt wird, ist also irreführend. Gerade der Bauchbereich ist ein ganz großer Schwerpunkt“, so Dr.Schoenen. Nach seinen Worten verfügt der Landkreis bereits über ein „anerkanntes Zentrum für Baucherkrankungen“ – in Schwandorf.

Dr.Schoenen sieht nach dem Verkauf der drei Landkreis-Krankenhäuser „nicht auf einmal einen akuten Änderungsbedarf“ in St.Barbara, wie er auf Anfrage der MZ erklärte. Stattdessen solle der eingeschlagene Weg konsequent weite verfolgt werden.

Neue Akzente soll es gleichwohl geben. So will der Ärztliche Direktor in Schwandorf einen neuen Schwerpunkt in der Adipositas-Chirurgie setzen, die sich mit krankhaft übergewichtigen Patienten befasst. Im Bereich der Gastroenterologie soll zudem der Fokus verstärkt auf Lebererkrankungen gerichtet werden. Eines von neun Kompetenzzentren in Bayern für Koloproktologie, für Erkrankungen des Dick- und Enddarms also, ist man ja seit 2009 bereits.

Bauliche Investitionen sind laut Dr.Schoenen vorerst nicht geplant. „Durch interne Umstrukturierung haben wir Raum geschaffen“. Und sollte es den Ärzten und Patienten einmal doch zu eng werden, sei auf dem Krankenhausgelände noch jede Menge Platz für eine Erweiterung.

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