MyMz
Anzeige

Betreuung

Steinberg am See hat eine neue Kita

Die Gemeinde hat mit staatlicher Unterstützung eine neue Kindertagesstätte errichtet. Viele Familien freuen sich.
Von Max Schmid

Pater Stephan (r.) segnet im Beisein von Bürgermeister Harald Bemmerl und Kita-Leiterin Anja Huber die Räume der neuen katholischen Kindertagesstätte St. Martin in Steinberg am See.  Foto: smx
Pater Stephan (r.) segnet im Beisein von Bürgermeister Harald Bemmerl und Kita-Leiterin Anja Huber die Räume der neuen katholischen Kindertagesstätte St. Martin in Steinberg am See. Foto: smx

Steinberg am See.Bereits mit Beginn des neuen Kindergartenjahres sind die drei Gruppen mitsamt ihrer neun Erzieherinnen ins neue Kinderhaus eingezogen und fühlen sich ihr dem Anschein nach hier pudelwohl.

Helle, großzügig gestaltete Gruppenräume prägen das neue Haus und eine zweite Ebene als Spielgalerie für die beiden Gruppen des Kindergartens, dient den Kindern als Rückzugsmöglichkeit. Am Freitag wurde nun die offizielle Einweihung mit Mitgliedern des Gemeinderates, Vertretern der Kirche, Behörden sowie der am Bau beteiligten Firmen und natürlich im Beisein der Kinder und Erzieherinnen vorgenommen. Pater Stephan segnete die neuen Räume gemeinsam mit Dekan Hans Amann. Mit Gottes Hilfe sei der Neubau mehr als gelungen und es sei etwas Erstaunliches geschaffen worden, sagte der Geistliche. Als Pfarrer sei er stolz und dankbar zugleich, weil die Kindererziehung wichtig und unersetzbar sei. Die Kinder würden hier geformt und gefördert.

2000 Euro Spende aus dem Erlös des Dorffests überreicht

Die Erziehungsarbeit im Kindergarten aber solle nicht die Aufgabe der Eltern ersetzen, sondern sie ergänzen. Pater Stephan erinnerte an den Gründer des ersten Steinberger Kindergartens, Pfarrer Michael Gschwendtner, der heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Auch Dekan Hans Amann sprach von einer respektablen Leistung, die nun den Kindern zugutekomme. Anna Rosskopf von der Kindergartenaufsicht des Landratamtes verwies auf den langen, aber erfolgreichen Weg des Förderverfahrens. Architekt Matthias Schießl vom Büro Haneder und Kraus überreichte Spielgeräte als Einstandgeschenk. Mit einer Spende in Höhe von 2000 Euro aus dem Erlös des Dorffestes überraschte der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Johann Rothut. Kita-Leiterin Anja Huber sprach von einer spannenden, zeitintensiven Bauphase, bei der das Kindergartenteam immer mit einbezogen worden sei.

Das Kinderhaus

  • Baukosten:

    Gesamtpreis circa 2,2 Millionen Euro; Förderung FAG-Mittel 925 000 Euro, Kinderbetreuungsfinanzierungsprogramm 589 000 Euro; Eigenanteil der Gemeinde 706 000 Euro; Kapazität: zwei Kindergartengruppen und eine Kinderkrippengruppe

  • Besichtigung:

    Tag der offenen Tür am Sonntag, 24. November, von 14 bis 17 Uhr für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger

Bürgermeister Harald Bemmerl bezeichnete den Neubau der Kindertagesstätte als eine seiner großen Herzensangelegenheiten. Schon vor seiner Amtszeit sei im Gemeinderat über zehn Jahre lang diskutiert worden, wie die Kindergartenfrage für die Zukunft am besten gelöst werden könne. Viele wollten ursprünglich keine Kinderkrippe, doch die Zeit und die Strukturen der Gesellschaft verlangten von den kommunal Verantwortlichen den Bau einer solchen Einrichtung. Erst 2016 habe es eine klare Tendenz für einen Neubau mit Kinderkrippe gegeben. Mit der Kirche habe man deshalb für das Grundstück einen Erbbaupachtvertrag abgeschlossen.

Zusammenarbeit zwischen Kirche und Kindergarten

Zudem habe der Gemeinderat einer Betriebsträgerschaftsvereinbarung mit der katholischen Kirchenverwaltung zugestimmt. Damit konnte das zentrale Ziel der weiteren Zusammenarbeit mit der Kirche und dem bewährten Kindergartenteam erreicht werden. Nach Gesprächen mit Regierung und Landratsamt habe man im Februar 2018 die Mitteilung über die Höchstförderung erhalten, im August startete der Baubeginn, bereits im November konnte man Richtfest feiern. Nach nur 13 Monaten Bauzeit konnte der Betrieb im neuen Haus aufgenommen werden, berichtete Bemmerl voller Freude und traf zugleich die Feststellung, dass hier etwas geschaffen wurde, was von zentraler Bedeutung für die Zukunftsentwicklung der Gemeinde sei.

Als Standort für die neue Kita habe man den Garten der bisherigen Einrichtung gewählt, das alte Gebäude werde abgerissen, dort entsteht 2020 der neue Spielgarten für die Kinder.

Mehr Nachrichten aus Steinberg am See lesen Sie hier.

Aktuelles aus der Region und der Welt gibt es über den Facebook Messenger, Telegram und Notify direkt auf das Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht