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Steinberg am See läutet den Sommer ein

Experten rechnen mit einem „Heimaturlaub-Boom“. Darauf bereiten sich Gastronomen und Freizeit-Dienstleister vor.

Die Ruhe vor dem Sturm? Oder doch die Ruhe vor der Ruhe? Die Leistungsträger des Steinberger Sees blicken gespannt auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den kommenden Tagen und freuen sich auf ihre Besucher und Gäste.  Foto: Andrea Mössinger
Die Ruhe vor dem Sturm? Oder doch die Ruhe vor der Ruhe? Die Leistungsträger des Steinberger Sees blicken gespannt auf die Lockerungen der Corona-Beschränkungen in den kommenden Tagen und freuen sich auf ihre Besucher und Gäste. Foto: Andrea Mössinger

Steinberg.Zu Pfingsten sollen nach ersten Öffnungen der Gastronomie auch Tourismus und Naherholung in und rund um Steinberg wieder starten können. Um rechtzeitig vorbereitet zu sein, hat es vergangene Woche ein umfassendes Wirtschaftsgespräch am Steinberger See gegeben. Bürgermeister Harald Bemmerl lud zu der großen Gesprächsrunde ein.

Es trafen sich Landrat Thomas Ebeling, Gastronomen, Freizeit- und Tourismus-Dienstleister sowie Vertreter von Freizeiteinrichtungen, Tourismusverbänden, der Tourismusverein, die Wasserwacht und die Gemeindeverwaltung. In der Kugelwirtschaft wurde zwar ohne Bewirtung, aber mit allen nötigen Sicherheitsauflagen debattiert. Auf der Agenda stand die Tourismussaison 2020: Wie könnte der Start aussehen und wie kann man sich gemeinsam darauf vorbereiten?

Tourismus

Das Seenland spürt den „Kugeleffekt“

Die Holzkugel zieht Besucher nicht nur zum Steinberger See. Das Schwandorfer Seenland insgesamt profitiert davon.

Für die fachlichen Fragen bezüglich geltender und zu erwartender Regularien stand Gerhard Domeier aus dem Corona-Krisenteam des Landratsamtes Schwandorf Rede und Antwort. Unklarheit herrschte darüber, wie sich der Gast- und Besucherandrang besonders zu Beginn der Lockerungen gestalten würde. Die ersten kleineren Öffnungen bestimmter Angebote, wie dem Verleih von Booten und Sportgeräten, seien trotz Sonnenscheins und warmer Temperaturen eher auf Zurückhaltung gestoßen.

Heimaturlaub-Boom erwartet

„Die Leute sind immer noch vorsichtig“, resümierte Stephan Müller, Betreiber des Seetreff Müller, die Rückmeldungen erster Saisongäste. Zumindest mittelfristig rechnen aber alle Beteiligten mit hohen Besucherzahlen.„Unser Ministerpräsident Markus Söder wirbt gerade sehr aktiv für Urlaub in Bayern. Das wird ein großes Thema“, sagte Landrat Thomas Ebeling. Tatsächlich werde vor dem Hintergrund ausbleibender Fernreisen von einem Heimaturlaub-Boom ausgegangen. Aus den Diskussionen und Gesprächen über die Sicherheits- und Hygienekonzepte der einzelnen Einrichtungen sei deutlich hervorgegangen: Der See sei auf die Corona-Situation und kommende Lockerungen vorbereitet.

Angebote

  • Übersicht

    : Auf der Homepage des Oberpfälzer Waldes soll es eine Liste mit bereits bestehenden, geöffneten Angeboten in der Region geben.

  • Erlebnisholzkugel

    : In der Erlebnisholzkugel sollen Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten Außerdem werde die Personenzahl für die Kugel begrenzt und die Sitzflächen für die Aussichtsplattformen begrenzt sein.

Domeier betonte, dass es für alle Einrichtungen konkrete Vorgaben geben werde. Die Erlebnisholzkugel soll bereits diesen Samstag öffnen – unter bestimmten Auflagen. Die Wakeboardanlage habe bereits eingeschränkt geöffnet. Die „Fünf-Personen-Regel“ könne auch ein praktikables Modell für den Steinberger Fahrradverleiher sein: „Eine geführte Tour mit fünf Personen mit Guide unter Einhaltung der Mindestabstände ist denkbar“, glaubt Gerhard Domeier.

Kulinarik

Nicht jeder Wirt sperrt am Montag auf

Trotz Lockerungen wollen nicht alle Gastronomen rund um Neunburg öffnen. Vor allem Kneipen stehen vor Herausforderungen.

Gespannt blicken die Anlieger des Sees auf die Öffnungen ihrer Gastronomien. Aktuell gebe es nur vereinzelte Angebote, wie einen To Go-Service des Waldcafé Baumers. Außenschankflächen sollen seit dieser Woche unter Auflagen öffnen. Am See starte die Kugelwirtschaft am kommenden Mittwoch, der Innenbereich soll am 25. Mai folgen. Die Betriebskonzepte würden um den See unterschiedlich umgesetzt werden müssen.

See soll als Ganzes funktionieren

So gebe es individuelle Herausforderungen – zum Beispiel die Daten von Gästen aufzunehmen. Das sei nötig, um Kontaktpersonen im Corona-Fall ermitteln zu können. Lukas Zweck von der Wasserwacht sprach die „Großkampftage“ des Jahres an, mit denen man auch jetzt rechne– doch man sei vorbereitet. Die Verkehrsführung sei verbessert, auch die Parkplatzkapazitäten seien erhöht worden. Die Wasserwacht selbst sei bestens gerüstet.

„ In der Wachstation halten wir eine Spezialausrüstung für Corona-Fälle vor“, schilderte Vorstand Thomas Meier. „Sicher muss jeder Anbieter eigene Konzepte ausarbeiten, auch wir als Gemeinde haben Hausaufgaben. An dieser Stelle Danke an das Landratsamt, das uns sehr unterstützt. Der See funktioniert aber nur als großes Ganzes. Der wichtigste Baustein dafür ist gute Kommunikation“, erklärte Bürgermeister Harald Bemmerl.

Freizeit

Die schönsten Urlaubsorte in Schwandorf

Ob Karibik, Hollywood oder Louvre: Diese Orte in Schwandorf und Umgebung können es mit Zielen in der Ferne aufnehmen.

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