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Volksmusik

Steinberg ließ alten Lehrer hochleben

Beim Oberpfälzer Abend gab es ein abwechslungsreiches Programm zu hören. Über „Päppe“-Geschichten wurde viel gelacht.
von Jakob Scharf

Toni und Helmut trugen mit alten volkstümlichen Liedern zum gelungenen Oberpfälzer Abend bei Foto: Jakob Scharf
Toni und Helmut trugen mit alten volkstümlichen Liedern zum gelungenen Oberpfälzer Abend bei Foto: Jakob Scharf

Steinberg.Erfolgreich verlief auch der 2. Oberpfälzer Abend des Heimatkundlichen Arbeitskreises im Pfarrheim. Mit Texten, Sketchen, Liedern und viel Volksmusik führte HAK-Vorsitzender Jakob Scharf durch das abwechslungsreiche Programm und dankte allen Akteuren, weil sie „ohne Gage“ mitmachten und so entscheidend zum Erfolg beitrugen. Der Erlös kommt dem ehrenamtlich geführten Braunkohle- und Heimatmuseum zugute.

Nach einer Einleitung zum „Oberpfälzer allgemein“ spielten Stefan, Toni und Helmut „mit der Quetschn“ auf, wobei man auch das eine oder andere schon fast vergessene Volkslied wieder „ausgrub“. Auch die HAK-Kindergrube machte einige Einlage, ehe man sich dem Thema Schule widmete. Jakob Scharf gab einen kurzen geschichtlichen Einblick in das Steinberger Schulbenefizium seit 1825, das bis 1898 dauerte, ehe der Bischof den Geistlichen von Steinberg „abzog“ und erst 1909 das Benefizium wiederbesetzte.

Unterhaltung

  • Neuauflage:

    : Insgesamt war es ein vergnüglicher Abend, der nächstes Jahr am letzten Oktoberwochenende die dritte Auflage haben wird.

  • Anmeldung:

    Hobbymusiker, Humoristen, Heimatdichter oder Säner(innen), die mitmachen wollen, können sich schon jetzt beim HAK- Vorsitzenden melden.

Noch vielen älteren Steinbergern ist der Schulleiter Josef („Päppe“) Glötzl in Erinnerung, der von 1937 bis 1965 in Steinberg wirkte, unterbrochen von der Kriegszeit und zwei Jahren Arbeit in der BBI. Diesen „legendären“ und unkonventionellen Lehrer rief Sinan Wiendl wieder ins Gedächtnis, indem er einige wahre „Päppe-Gschichtn“ von Renate Rose vortrug. Hier erfuhren die Zuhörer, dass man es früher weder mit „Arschprügeln“ noch mit festen Wandertagen so so genau nahm, dass man in der Schule auch hervorragend zum Schafkopfen ausgebildet wurde, wobei die Mädchen aufpassen musste, dass nicht unangemeldet der Schulrat „auftauchte“.

Man erfuhr auch, dass der Lehrer schmerzhaft eine Blindschleiche mit einer Kreuzotter verwechselte oder die Schüler jeden Montag mit dem „Fußballergebnistrick“ eine Stunde weniger Unterricht erreichten. Dem Fazit „eigentlich schade, dass es solch originelle Lehrer heute nicht mehr geben darf“, stimmte der Großteil des Publikums zu.

Natürlich durften auch Witze zum Motto „Nichts ist so heiß wie die Liebe zwischen Bayer und Preiß“ nicht fehlen. Schließlich wurde angesichts der Kommunalwahlen 2020 ein Kandidat und dessen „Wahlkampf“ um den Einzug in den Kreistag auf die Schippe genommen.

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