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Hochwasser

Steinberger See weiter randvoll

Die Situation an dem Gewässer hat sich noch nicht entspannt: Der Wasserspiegel hat wieder den Höchststand aus der vergangenen Woche erreicht.
Von Hubert Heinzl

Der Wasserspiegel des Steinberger Sees liegt einen Meter höher als üblich.

Steinberg am See.Die Lage am Steinberger See bleibt weiter angespannt. Nach den ergiebigen Regenfällen in der Nacht zum Montag hat der See wieder den Höchststand der vergangenen Woche erreicht. „Ab 359 Meter über Normalnull wird es problematisch; zuletzt lag der Wert bei 359,08 Metern“, sagt Franz Pfeffer, der Pressesprecher am Landratsamt Schwandorf. Der Wasserspiegel liegt also etwa einen Meter über dem Durchschnittswert. Das ist eine ganze Menge. Die Differenz von zwei Millionen Kubikmetern würde, in Würfel von einem Meter Kantenlänge gegossen, bis nach Norwegen reichen

Ursache für die Probleme, sagt Pfeffer, ist der Dauerregen im vergangenen halben Jahr. Inzwischen können die Böden kein Wasser mehr aufnehmen. „Was vom Himmel fällt, landet deshalb eins zu eins im See“, so der Pressesprecher. Wie in einer großen Schüssel sammelt sich im Steinberger See das Wasser aus einem Einzugsgebiet von mehreren Kilometern im Umkreis. Irgendwann, so die Befürchtung, schwappt es über den Rand – womnöglich Riochtung Klardorf. Wie brenzlich die Lage immer noch ist, zeigt auch folgende Bilanz: Der Schreckerbach, der dem See Wasser zuführt und ihn auch wieder entwässert, brachte zuletzt 2000 Liter pro Sekunde an; ablaufen konnten auf der anderen Seite aber nur 500 Liter.

In der Gemeinde Steinberg am See, die als Sicherheitsbehörde für das Gewässer verantwortlich ist, gab es am Montagnachmittag noch keine Entscheidung, wie auf die Situation zu reagieren sei. Bürgermeister Jakob Scharf erklärte auf Anfrage der MZ, man wolle bis 20 oder 20.30 Uhr abwarten. „Wenn der Pegel bis dahin nicht zurückgeht, werden wir reagieren“, sagte er. Scharf ließ offen, ob man die Seeufer mit Sandsäcken befestigen oder doch in möglichst hohem Umfang Wasser aus dem See pumpen wolle. „Wir halten uns alle Optionen offen“, so der Bürgermeister. Pumpen könnten angefordert werden, Sandsäcke lagerten in ausreichender Zahl bei der FFW Bruck.

Gefährdet wären bei einer Überflutung des Sees vor allem das Südufer und die Staatsstraße nach Nittenau. Im Extremfall könnten sich die Wassermassen bis in den Schwandorfer Ortsteil Klardorf ergießen.

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