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Politik

Steinberger SPD wurde 50

Viele Blicke zurück begleiteten die Jubiläumsfeier. Zwei unentwegte Genossen wurden mit der Willy-Brandt-Madaille geehrt.
Von Erika Oberndorfer

Ehrengäste gratulierten den Steinberger Genossen. Für Franz Hauser und Harald Bemmerl gab es die Willy-Brandt-Gedenkmedaille.  Foto: Erika Oberndorfer
Ehrengäste gratulierten den Steinberger Genossen. Für Franz Hauser und Harald Bemmerl gab es die Willy-Brandt-Gedenkmedaille. Foto: Erika Oberndorfer

Steinberg.Die Steinberger Genossen mit Erika Oberndorfer an der Spitze konnten mit zahlreichen Ehrengästen und vier Gründungsmitgliedern ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Landratskandidat Peter Wein erinnerte in seinem Grußwort an das Jahr 1969, als die SPD erstmals an die Regierung kam und Willy Brandt Kanzler wurde. Die Aussage „Wir wollen mehr Demokratie wagen“ war das Fundament, auf das die Regierung damals aufbaute. Bürgermeister Harald Bemmerl und seine SPD-Fraktion lobte er dafür, dass sie nicht nur verwalten, sondern in den letzten Jahren auch sehr viel im Ort gestaltet haben.

MdL Annette Karl bedankte sich bei Harald Bemmerl, der 28 Jahre lang Vorsitzender des Ortsvereins war, für sein Engagement. Der Strukturwandel sei in Steinberg am See gelungen und der Ortsverein habe einen großen Anteil an der Entwicklung des Ortes mitgetragen. MdB Marianne Schieder lobte den zuverlässigen Ortsverein, bei dem viel Soziales gemacht wird, vor allem auch durch die Frauen. „Ihr könnt stolz sein auf das, was ihr erreicht habt. Die Demokratie braucht Vielfalt und die SPD hat Farbe in den Ort gebracht.“ Bezirksvorsitzender Franz Schindler dankte zuerst den Gründern, die es damals auch nicht so leicht hatten und erinnerte an die Geschichte der ältesten demokratischen Partei – der SPD.

Große Rivalität mit der CSU

Harald Bemmerl beleuchtete in seinem Rückblick über 50 Jahre SPD in Steinberg am See sowohl die Zeit der Gründung als auch Wahlergebnisse der Kommunalwahlen und die Themen im Ort früher und heute. Die Gründung des SPD-Ortsvereins erfolgte am 29.11.1970 in der Schloß-Gaststätte Scharf. Es war die erste Gründung einer politischen Partei in Steinberg. 18 Männer, unter ihnen der damalige Bürgermeister Johann Bauer, unterschrieben den Aufnahmeantrag bei Hans Schuierer und traten der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands bei. Johann Bauer wurde dann auch zum ersten Ortsvorsitzenden des SPD-Ortsvereins gewählt. Richard Straßer und Max Hauzenberger waren damals amtierende Gemeinderäte.

Für Treue geehrt

  • Franz Hauser:

    Er ist als Gründungsmitglied noch aktiv in der Vorstandschaft und übte das Amt des Kassiers 50 Jahre lang aus.

  • Harald Bemmerl:

    Über 28 Jahre war er 1. und neun Jahre2. Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Seit 30 Jahren gehört er dem Gemeinderat an, davon 18 Jahre lang als Fraktionssprecher der SPD, und seit Mai 2014 als erster Bürgermeister der Gemeinde Steinberg.

Die ersten Jahre nach der Gründung des Ortsvereins gab es große gegenseitige Anfeindungen zwischen den Mitgliedern der beiden politischen Parteien. Nach der Gründung trat man bei den Wahlen 1972 erstmals mit einer SPD/UW-Liste zu Gemeinderatswahlen an. Für das Amt als Bürgermeister kandidierte für die SPD Max Hauzenberger. Aufgrund einer falschen Unterschrift wurde das Nominierungsprotokoll der SPD/UW-Liste als fehlerhaft nicht zugelassen.

Seit 1990 ist die SPD-Fraktion mit fünf Sitzen vertreten

Der für die SPD angetretene Max Hauzenberger wurde Bürgermeister, aber er hatte keinen einzigen SPD-Vertreter im Gemeinderat. Lediglich Hans Leitner, der so oft namentlich von der Steinberger Wählern auf die Abstimmungsliste eingetragen wurde, dass er erster Nachrücker aller Kandidaten war, rückte dann für den verstorbenen Konrad Zitzler (sen.) in den Gemeinderat auf. Bei den Wahlen 1978 konnte die SPD dann drei Sitze erobern, 1984 waren vier Räte im Gemeinderat und seit 1990 ist die SPD-Fraktion immer mit fünf Sitzen vertreten. Als Bürgermeister kandidierten Josef Kammerl, Franz-Xaver Listl und viermal Harald Bemmerl. 2014 gewann Harald Bemmerl die Bürgermeisterwahl. Während der ganzen Zeit wurde durch die CSU-Mehrheit immer verhindert, dass ein SPD-Rat zweiter oder dritter Bürgermeister wurde.

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Zur aktuellen Situation bemerkte Bemmerl, dass erst durch den Anschluss des Ortsteils Oder an die Kanalisation und die Wasserversorgung eine Seeentwicklung mit Erlebniskugel möglich war. Ein neuer Kindergarten mit Kinderkrippe wurde gebaut und durch die gute Finanzpolitik kann man die Sporthalle endlich sanieren. Mit großem Einsatz wurde die Wasserversorgungsanlage neu hergerichtet und wieder eine Genehmigung, die nicht mehr existierte, erhalten. Das Baugebiet Hirmerleiten III wurde in einer rekordverdächtigen Zeit verwirklicht. Zum Schluss seines Rückblicks bedankte sich Harald Bemmerl bei allen für die Arbeit, die sie geleistet haben.

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