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Einweihung

Steinbruch soll für Herrgott zu sehen sein

Mit dem Anbringen der Inschrift „INRI“ war das Huberkreuz komplett restauriert. Jetzt erhielt es den kirchlichen Segen.

Kaplan Thomas Fischer übernahm die Weihe des Kreuzes mit dem Vorsitzenden der Kirchenverwaltung Kulz, Michael Brandl.  Foto: Rosmarie Schauer
Kaplan Thomas Fischer übernahm die Weihe des Kreuzes mit dem Vorsitzenden der Kirchenverwaltung Kulz, Michael Brandl. Foto: Rosmarie Schauer

Thanstein.Ein tödlich verlaufender Unfall im Steinbruch Winklarn in den 1950er-Jahren war Beweggrund für die Errichtung des „Huberkreuzes“ in der Johannesstraße in Kulz am Ortsausgang in Richtung Ziegelhütte.

Pfarrer Georg Huber, der von 1957 bis 1967 seelsorgerisch in Kulz wirkte, war federführend beim Bau der Kreuzstätte. Der Standort wurde der Überlieferung nach so gewählt, dass der Herrgott den Blick zum Winklarner Steinbruch hat. Bis ins Jahr 2004 diente das Kreuz auch als Station bei der alljährlichen Flurprozession an Pfingsten. Die Familie Hans Krämer, wohnhaft in der direkten Nachbarschaft zum Huberkreuz, hatte sich lobenswerterweise der Pflege des Denkmals angenommen.

In all diesen Jahren wurden keine größeren Renovierungsarbeiten vorgenommen, der „Zahn der Zeit“ hatte deshalb bereits gehörig an der Kreuzesstätte genagt. Hans Krämer wandte sich bereits im Jahr 2011 an die Kirchenverwaltung und trug die Bitte um Generalsanierung des Kreuzes vor. Er stellte seinerseits auch finanzielle und handwerkliche Unterstützung in Aussicht. Die Kirchenverwaltung, damals unter Pfarrer Franz Winklmann, wandte sich an die Gemeinde Thanstein, weil sie Grundstücks- und Kreuzeigentümerin ist. Die Gemeinde erteilte jedoch aufgrund schlechter finanzieller Lage dem Vorhaben eine Absage.

Inzwischen fanden sich jedoch im Gartenbauverein Kulz und in der Person von Johannes Rappl aus Rötz, Nachfolger beim Schotterwerk Huber-Rappl, Winklarn, weitere Unterstützer für das Renovierungsprojekt. So kam das Vorhaben „in die Gänge.“ Die Familie Krämer übernahm die Demontage des Kreuzes und die Neufertigung der Holzkonstruktion. Mit der künstlerischen Bearbeitung der Figuren wurde Robert Bergschneider aus Dieterskirchen beauftragt.

Bereits 2018 wurden die überarbeiteten Teile wieder angebracht, es fehlte nur noch das „i-Tüpfelchen.“ Die Inschrift „INRI“ fand ihren Platz erst in den vergangenen Monaten, so dass der kirchlichen Segnung jetzt nichts mehr im Wege stand.

Kaplan Thomas Fischer aus Prackendorf übernahm die Weihe. Als Neffe von Hans Krämer ist er mit der Ortschaft Kulz familiär verwurzelt. Michael Brandl, Vorsitzender der Kirchenverwaltung, blickte zurück auf die einzelnen Stationen der Renovierungsarbeiten und der Pfarrgemeinderat übernahm die Gestaltung der Feier. Auch zahlreiche Dorfbewohner hatten sich zur Segnung eingefunden. Besonders begrüßt wurde der Künstler Robert Bergschneider.

Ein großes Dankeschön geht an die Familie Hans Krämer für die jahrzehntelange Pflege des Kreuzes und für das Engagement bei der Renovierung.

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