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Stolz auf 40 Jahre Johann-Michael- Fischer-Gymnasium

Die Schulorchester trugen einen Gutteil des Programms für den Festakt in der Aula des Gymnasiums bei, zahlreiche Ehrengäste waren geladen.

1968 war das Jahr der Studentenproteste und der Notstandsgesetze, die Mehrwertsteuer wurde eingeführt, Onassis heiratete Jacqueline Kennedy und der 1. FC Nürnberg wurde deutscher Fußballmeister. Ein anderes Ereignis aber war für das Städtedreieck viel wichtiger: Burglengenfeld erhielt ein Gymnasium. Mit einem dreieinhalbstündigen Festakt in der Schulaula mit Ehrengästen, Musik, Theater, Ansprachen feierte die Schule nun ihren 40. Geburtstag.

Stolz auf die Erfolgsgeschichte der Schule und Freude über die Anerkennung von allen Seiten prägte die Ansprachen von Schulleiter Oberstudiendirektor Siegfried Dexl und seines Vorgängers Dr. Hans Peter Fischer. Dexl hob die Beständigkeit als eines der Qualitätsmerkmale der Schule heraus: „In 40 Jahren gibt es erst zwei Schulleiter. Die Fluktuation im Lehrerkollegium ist gering. Die Schülerzahlen entwickeln sich moderat nach oben, so dass wir momentan nahezu 1000 Schüler zählen.“

Dexl wies auch auf das rege Musik- Theater-, Kunst- und Sportleben and der Schule hin. Mit drei PC-Räumen, Informatik-Unterricht, Fremdsprachenangeboten wie Spanisch und Italienisch, Wahlkursen für Instrumente habe man ein leistungsfähiges Spektrum moderner gymnasialer Bildung entwickelt.

40 Jahre hätten aber am Schulgebäude auch Spuren hinterlassen: Das Lehrerzimmer sei viel zu klein, am Dach zeigten sich Schäden. Lehrer, Eltern und Schülern hofften auf eine baldige Sanierung. „Unser Namensgeber, Baumeister und Architekt Johann Michael Fischer, würde uns in diesem Herzenswunsch sicher tatkräftig unterstützen“, so Dexl.

Ins Jahr der Schulgründung blendete Oberstudiendirektor a. D. Dr. Hans Peter Fischer zurück. Mit Schreiben vom 13. Mai 1968 stellte das Kultusministerium die Errichtung einer Zweigschule des Gymnasiums Schwandorf in Burglengenfeld in Aussicht. Fischer: „Das war das Ereignis des Jahres 1968, Burglengenfeld erhielt wieder ein Gymnasium, nachdem es im Mittelalter schon einmal eine blühende Lateinschule hatte.“

Der Unterricht begann mit 91 Schülern in zwei Klassen im Dachgeschoss der Volksschule. 1971 konnte dann der erste Bauabschnitt des neuen Gebäudes bezogen werden. 1972 beging man die feierliche Einweihung des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums.

Über 50 Prozent der Schüler stammten in der Anfangszeit aus Arbeiter- und Bauernfamilien. „Gerade Burglengenfeld war stets ein Beispiel dafür, dass Gymnasium keine Standesschule mehr ist.“ Fischer erinnerte dann an Höhepunkte im Schulleben der letzten 40 Jahre wie Papst-Audienz in Rom mit Chor und Orchester (1998), den 300. Geburtstag des Namenspatrons 1992, die Schulpartnerschaften mit Frankreich und Russland und die Einführung der Johann-Michael-Fischer-Medaille für besondere Leistungen. Ziel des Gymnasiums sollte weiterhin sein, eine umfangreiche Allgemeinbildung zu vermitteln und selbstständiges Denken und Handeln zu fördern.

Weitere Grußworte (siehe Kasten), musikalische Beiträgen von Kammerorchester, großem Orchester und Concert Big Band, Einlagen von Schülern (Chronologie und „Bausteine für die Zukunft“) rundeten das Programm ab. Sogar Namenspatron Johann Michael Fischer (Claus Martin Ostermair) trat auf: Er wunderte sich über die Entwicklung seiner Heimat „Lengfeld“ und bekannte: „Auf einem Gymnasium war ich nie. Ich bin nur ein einfacher Handwerker gewesen...“

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