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Fasching

Stulln Schluck Auf und die große Politik

In Stulln herrschte am Sonntag wieder Ausnahmezustand. Tausende Narren eroberten die Straßen des Ortes.

STULLN.Stulln ist und bleibt eine Faschingshochburg im Landkreis Schwandorf und am Faschingssonntag herrschte Ausnahmezustand. Die Straßen bebten in der knapp 1700 Bürgern zählenden Gemeinde. Wieder kamen Tausende aus allen Richtungen und schon weit vor Beginn des Stullner Faschingszugs säumten die Zaungäste die Straßenränder und standen an der Bar Schlange. Um 14 Uhr setzte sich dann der Zug mit 31 Gruppen und rund 650 Teilnehmern in Bewegung. Immer wieder blieb man stehen und beschallte mit lauter Musik die Zuschauer.

Mit dabei waren das Kinderprinzenpaar Tabea I. und Simon I., die sich im Cabrio chauffieren ließen, was sich später allerdings als ungünstig erwies, denn es setzte stärkerer Schneefall ein. Auch das Erwachsenen Prinzenpaar Theresa I. und Philipp I. hatten kein Dach auf ihren Pritschenwagen über dem Kopf. Aloisius der Götterbote schaukelte vergnügt am Frontlader und auch Bürgermeister Hans Prechtl grüßte mit Stulln Schluckauf.

Hoheiten verteilen Wohltaten an die Untertanen am Straßenrand Foto: Dietmar Zwick
Hoheiten verteilen Wohltaten an die Untertanen am Straßenrand Foto: Dietmar Zwick

Als die Damen des TSV Stulln kamen, dachte man, man stünde im Wald. Denn einfallsreich hatten sie Zweige und Äste in ihre aufwendigen Kostüme integriert. Natürlich fehlte auch die Pleite von Air Berlin nicht. Da hieß es lapidar: Air Berlin, da werden sie geschoben. Auch König Ludwig II. war mit hübschen Prinzessinnen unterwegs und feierte schon mal 100 Jahre Bayern. Sie waren der Meinung: Was Briten und Katalanen nicht schaffen, darüber können wir Bayern doch nur lachen. Die Trichenrichter bereiteten den Glyphosatskandal auf. Sie haben lieber Unkraut im Spinat als Glyphosat. Und die HSG Nabburg suchte Nachwuchs, denn die Senioren gehen bald in Rente.

Mehr Bilder finden Sie in unserer Galerie:

Stullner Faschingszug 2018

Der Burschenverein Hiltersdorf spielte den Superbowl auf den Straßen und da flog das Ei schon mal in die Menge. Die KLJB Dieterskirchen witzelte über Berlin, denn Berlin ist, wenn die Airline pleite geht, bevor der Flughafen komplett steht. Die FF Winklarn verwies auf auf Wahlwerbung, für deren Inhalt die Flasche verantwortlich ist. Sie wollen in den Bundestag mit 5,2 Vol %, denn „jede Halwe zählt“ hier. Die KLJB Fuchsberg sahen das Hin und Her der USA mit Nordkorea als Kasperltheater an.

Die Jungbauernschaft Schwandorf siliert lieber als sondiert und zielte wohl auf das Gezerre zwischen CDU/CSU und SPD bei der GroKo ab. Nach mehr als einer Stunde war ein bunter Zug vorbei und im Zelt wurde weiter gefeiert. Für die Absicherung sorgten die Freiwilligen Feuerwehren aus der Umgebung sowie die Johanniter und Polizei. (szd)

Alle Texte rund um den Fasching in und um Schwandorf finden Sie hier.

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