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Film

Sturm hat Chancen auf den Fernsehpreis

Im Sommer hat Anna Maria Sturm ihren Schauspieler-Job bei „Polizeiruf 110“ gekündigt. Jetzt holt er sie wieder ein – mit äußerst guten Nachrichten.
Von Bettina Mehltretter, MZ, und den Korrespondenten der Agenturen

München. Anna Maria Sturms Entscheidung, Abschied vom „Polizeiruf“ zu nehmen, war eine schwere. Sie liebte die Rolle der Anna Burnhauser, die an der Seite von Kommissar Hanns von Meuffels (Matthias Brandt) ermittelte. Doch am Ende war ihr Abschied auch eine Befreiung: „Man steckt so schnell in einer Schublade“, sagte Sturm damals der MZ. Jetzt ist die Schwandorferin exakt für diese Assistentenrolle für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert: In der Kategorie „Fernsehfilm“ tritt sie gegen Brigitte Hobmeier („Wer hat Angst vorm weißen Mann“) und Julia Koschitz („Pass gut auf ihn auf“) an. Horst Seehofer wird den Fernsehpreis am 23. Mai im Münchner Prinzregententheater verleihen.

Sturm spiele „herrlich erfrischend und herzergreifend“

Für die Jury war Sturms letzter Auftritt im „Polizeiruf“, in der Folge „Der Tod macht Engel aus uns allen“, höchst preisverdächtig. „Die junge Polizistin, gespielt von Anna Maria Sturm, ist trotzig, stinksauer und auch noch erkältet“, schreiben die Juroren in ihrer Begründung. „Aber sie schafft es endlich, dem vorgesetzten Macho die Klamotten vor die Füße zu werfen. Und wie sie das macht, das fordert selbst einen so versierten Schauspieler wie Matthias Brandt aufs Äußerste heraus. Er behandelt sie schlecht, und das lässt sie sich jetzt nicht mehr gefallen.“ Wie Sturm in ihrer Rolle ihrem Ärger Luft macht und ihren Chef dann einfach sitzen lässt – sie legt ihm einen Zettel auf den Schreibtisch und fährt heim –, das sei herrlich erfrischend und zugleich herzergreifend. Anna Maria Sturm habe ihre Rolle mit großer Kraft und natürlicher Direktheit ausgefüllt. Für soviel Verve im Spiel muss man schon ganz schön erwachsen sein, erklärt die Jury Sturms Nominierung.

Kai Wiesinger hat Chancen

Bei den Männern haben Kai Wiesinger („Der Rücktritt“), Lars Eidinger („Grenzgang“ und „Polizeiruf 110: Der Tod macht Engel aus uns allen“) und Andreas Giebel („Wer hat Angst vorm weißen Mann“) in der Kategorie „Fernsehfilm“ Chancen auf den Blauen Panther. In der Kategorie „Serien und Reihen“ sind Bernadette Heerwagen („München Mord“), Diana Amft („Josephine Klick – Allein unter Cops“) und Gisela Schneeberger („Im Schleudergang“) als beste Schauspielerinnen nominiert. Als beste Schauspieler gehen Christian Berkel („Der Kriminalist“), Alexander Held („München Mord“) und Hendrik Duryn („Der Lehrer“) ins Rennen.

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