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SV Schwarzhofen sucht neuen Vorsitzenden

Rüdiger Hügel hat sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Auch nach drei Wahlgängen war kein Nachfolger gefunden.
Von Adolf Mandl

Die 1. Mannschaft des SV Schwarzhofen spielt seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen in der Bezirksliga und stellt dort das jüngste Team. Foto: Dominik Straub
Die 1. Mannschaft des SV Schwarzhofen spielt seit mehr als 20 Jahren ununterbrochen in der Bezirksliga und stellt dort das jüngste Team. Foto: Dominik Straub

Schwarzhofen.Zur Mitgliederversammlung des SV Schwarzhofen hat Vorsitzender Rüdiger Hügel zahlreiche Mitglieder im Sportheim willkommen geheißen. Hügel blickte auf eine bewegte Zeit zurück. Gerade der „Kids-Cup“ sei in jeder Hinsicht ein großer Erfolg gewesen. Hügel dankte vor allem den sehr aktiven Damen im Jugendbereich wie Birgit Fuchs, Heike Trost, Kathrin Weiß und anderen. Auf der Jugendarbeit wird auch weiterhin der Fokus liegen.

Auch in der abgelaufenen Saison konnte man mit hohem Aufwand alle Altersklassen in den Spielbetrieb schicken – unter eigenem Namen, ohne Spielgemeinschaften oder Jugend-Fördergemeinschaften. Es wurde aber immer schwieriger, Trainer, Betreuer und Spieler zu finden, manche Aktive mussten am Wochenende in zwei Mannschaften spielen. Für diese Saison war die Situation zu schwierig: Man musste die zwei in der BOL spielenden Mannschaften in die Kreisliga zurückstufen, konnte aber trotzdem nicht mehr alle Teams mit eigenen Spielern besetzen. Eine Spielgemeinschaft mit dem FC Neunburg wurde unumgänglich.

Jugendarbeit ist erfolgreich

Die „Früchte“ der Jugendarbeit könne man jetzt ernten. Die 1. Mannschaft spielt seit über 20 Jahren ununterbrochen in der Bezirksliga und stellt dort das jüngste Team, fast ausschließlich mit eigenen Spielern. Er blickte auch zurück auf die „Turbulenzen“ seit dem Scheitern in der Relegation zur Landesliga. Danach gab es im Herbst Probleme und teils schlechte Ergebnisse. Trainer Adi Götz informierte den Abteilungsleiter, dass er schon in der Winterpause nach Roding wechseln wolle, was er später widerrief.

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Man sah sich genötigt, sich von Adi Götz zu trennen und holte Georg Winkler als Coach. Dieser musste sich mit Abgängen abfinden und fand keinen guten Kontakt zu den Spielern. Die Ergebnisse zu Saisonbeginn waren schlecht, deshalb trennte man sich von ihm. Als Nachfolger fand man eine „interne“ Lösung mit Michael Hartlich, dem bisherigen Fitness-Coach. Dieser fand einen guten Draht zu den Spielern, die Ergebnisse stabilisierten sich.

Hügel gibt den SV-Vorsitz ab

Hügel stellte nochmals heraus, dass er nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung stehe. Statt Unterstützung habe es viele unsachliche Vorwürfe gegen ihn gegeben. Man könne stolz darauf sein, dass man zwei Herrenmannschaften mit eigenen Spielern besetzen könne, ohne „Legionäre“ – womit man mittlerweile einer von wenigen Vereinen sei.

Früher sei kritisiert worden, dass man Legionäre habe, nun werde ein erfahrener Fremd-Spieler gefordert, weil die Mannschaft zu jung sei. Die Bezirksliga-Zugehörigkeit sei aber auch nach ununterbrochenen 22 Jahren keine Selbstverständlichkeit, sondern eine besondere Leistung. Hügel dankte abschließend der Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit, dem Markt und besonders Franz Bauer, Wolfgang Richter und Sabrina Danner für die großartige Unterstützung.

Kandidatensuche

  • Führung:

    Auch nach drei Runden war kein Kandidat für den Posten des Vorsitzenden gefunden. Laut Satzung bleibt die Vorstandschaft so lange im Amt, bis Nachfolger gewählt sind.

  • Versammlung:

    Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Sonntag, 1. Dezember, 19.30 Uhr, im Sportheim ist der einzige Tagesordnungspunkt die Wahl einer Vorstandschaft. (gma)

Bürgermeister Max Beer machte dem Verein ein großes Kompliment, die sportliche Situation sei gut. Er erinnerte daran, dass der Markt für die „Reparatur“ des Parkplatzes viel Geld in die Hand genommen habe und den Verein auch anderweitig unterstütze im Rahmen seiner Möglichkeiten. Er dankte der Vorstandschaft und allen Ehrenamtlichen für ihren großen Einsatz. Er bedauerte Hügels Schritt, er habe aber viel für den Verein erreicht.

Kommissarische Vorstandschaft

Max Beer hatte als Vorsitzender des Wahlausschusses ein „schweres“ Amt, da kein Wahlvorschlag vorlag. Die Suche nach einem Vorsitzenden gestaltet sich problematisch, da auch nach drei Runden kein Kandidat gefunden war. Beer erklärte, dass laut Satzung die Vorstandschaft so lange im Amt bleibe, bis Nachfolger gewählt würden.

Da die Wahl gescheitert war, bleibe die bisherige Vorstandschaft kommissarisch im Amt. Bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stehe als einziger Tagesordnungspunkt die Wahl einer Vorstandschaft. Hügel informierte, dass man diese Versammlung am 1. Dezember um 19.30 Uhr im Sportheim veranstalten werde.

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